Von Feldkirchen bis zum Schliersee

Feines mit Aussicht: Foodbloggerin verrät ihre Tipps fürs Münchner Umland

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Aussicht und beste Gerichte: Bianca Murthy auf der Terrasse des Aschbacher Hofes.

An schönen Herbsttagen haben viele Lust, ins Münchner Umland zu fahren und dort gut zu essen und die Sonne zu genießen. Foodbloggerin Bianca Murthy stellt die schönsten Ziele rund um München vor.

Seid ihr in den vergangenen Tagen auch aufgewacht und die Sonne schien durch ein goldgelbes Netz aus Blättern in eure Wohnung? Herrlich, oder? Dazu knurrte bei mir – wie üblich – der Magen und mich überkam sofort die Lust, raus in die Natur anstatt auf die Theresienwiese zu fahren und bei herbstlichem Sonnenschein zu essen. Für solche Tage stelle ich euch meine Favoriten im Münchner Umland vor: Kulinarik mit toller Natur und/oder Aussicht.

Aschbacher Hof

Aschbach 3, 83620 Feldkirchen; Tel.: 08063 80 660; www.aschbacher-hof.de

Noch gar nicht so lange her, da bin ich hier nach einer ca. 35-minütigen Autofahrt von München aus, ein gutes Stündchen durch die Wälder gewandert, im Hinterkopf immer den Aschbacher Hof mit seiner riesigen Terrasse, den zahlreichen frischen hausgemachten Kuchen und köstlich-bayerischen Speisen. Bekannt ist der Hof definitiv für seine mit atemberaubender Aussicht versehenen und teilweise sonnigenTerrasse, die einen Blick auf das Alpenpanorama frei gibt. Serviert werden neben Sonnenschein und Gemütlichkeit, bayerische Klassiker (so zum Beispiel Grießnockerlsuppe, Kässpatzen, Schweinebraten und Co.), aber auch etwas leichtere Kost, wie Suppen und Salate in hochwertiger Qualität. Obacht, denn sobald die Sonne sich zeigt und die Temperaturen passen, ist die Terrasse schnell gefüllt und euch entgeht der kleine Kurzurlaub. Lasst bei der Wahl des Hauptgerichtes gedanklich immer noch etwas Platz für ein Stück Torte oder Kuchen. Die Natur mit Wanderpfaden liegt für den folgenden Verdauungsspaziergang direkt vor der Tür des Aschbacher Hofes. (Übernachten ist hier übrigens auch möglich!)

Restaurant David

Bahnhofstraße 4, 83727 Schliersee; Tel.: 08026 924 5353; www.restaurantdavid.de

Restaurant David - ganz neu von mir entdeckt, wenn es um lohnenswerte Umland-Hotspots geht. Den Schliersee kennt ihr sicherlich alle und ein Besuch lohnt sich an schönen Tagen jederzeit. Kombiniert mit einem feinen Essen in dem nur einen Steinwurf entfernten Restaurant David dürfte der Ausflug noch mehr Spaß machen. Serviert werden Gerichte aus der österreichisch, wie auch ungarischen Küche - traditionell-modern interpretiert. Das schmeckt genauso spannend wie es klingt. So gibt es neben einem neben zum Beispiel einem Steppenrindgulasch mit hausgemachten Riebelen im Kessel auch einen klassischen Zigeunerbraten, eine Schweinshaxe, Schmorbraten oder auch Hähnchenbrust Sous-Vide mit würzigem Ricotta gefüllt. Als Gast habt ihr in dem gemütlichen Restaurant also stets die Wahl, ob ihr eher klassisch genießt oder auch gerne mal etwas neues mit „ungarischem Touch“ und bis dato unbekannten Kombinationen probiert (zum Beispiel Schmorbraten „Eszterházy“ vom Steppenrind mit ungarischen Semmelknödeln). Ganz toll war auch das Lachssteak mit Gemüsetorte!

Dinzler Kaffeerösterei

Wendling 15, 83737 Irschenberg; Tel.: 08025 99 2250; www.dinzler.de

Schon immer und für alle vier Jahreszeiten einer meiner Lieblingsanlaufstellen für tolles (auch veganes) Frühstück, besten Kaffee samt frischen und vielfältigen Kuchen und Törtchen oder auch abwechslungsreiche Gerichte (Wiener Schnitzel probieren!) von der umfangreichen Speisekarte. Die Kaffeerösterei ist vor allem durch ihren hervorragenden Kaffee – inzwischen auch in zahlreichen Münchner Gastronomien kaum mehr wegzudenken – bekannt geworden. Ganz besonders genieße ich es, an sonnigen Tagen auf der stets gut besuchten Terrasse mit einem heißen Kaffeegetränk sowie zum Beispiel mit einem hausgemachten Zwetschgendatschi (unbedingt probieren!), einem Petit Four oder auch Käsekuchen, zu sitzen und den Ausblick zu genießen. Am Wochenende kann es gerade zur klassischen Frühstückszeit sehr schnell, sehr voll sein. Da die Dinzler Kaffeerösterei sehr großzügig gestaltet ist, findet ihr aber bestimmt noch ein gemütliches Plätzchen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der reserviert vorab.

Alte Brennerei - Pullach

Habenschadenstraße 4a, 82049 Pullach im Isartal; Tel.: 089 748 49688; www.altebrennerei-pullach.de

Manchmal genügt auch eine kurze Reise in den Münchner Süden, um ein bisschen Urlaubsfeeling, gepaart mit kulinarischer Raffinesse, zu bekommen. In der schick-urigen Alten Brennerei in Pullach erlebt ihr beides. Auf einer gemütlichen und blickdichten Terrasse im Grünen oder auch in gemütlichen Ambiente im Inneren, wird in der Alten Brennerei alpenländischer Küche mit französischem Akzent aus regionalen Zutaten serviert. „Atlantik Jacobsmuscheln“, „Klassischer Caesar Salat“, „Französische Wachtelbrust“ oder auch „Tatar vom Simmentaler Rind“, „Poltinger Flugentenbrust“, „Rossini Burger“ und vieles mehr stehen auf der Speisekarte. Angeboten werden auch Steaks (zum Beispiel irisches Flanksteak) und frische Fischkreationen (zum Beispiel frische Fjordforelle oder Steinbuttfilet). Ich empfehle euch auf jeden Fall Fisch oder Fleisch zu probieren. Nach dem Genuss kommt dann die Bewegung und durch die ideale Lage nahe der Isar, steht einem Verdauungsspaziergang im Anschluss nichts im Wege. Probiert außerdem unbedingt den aktuell verfügbaren Cheesecake im Glas mit Beeren und Fruchtsorbet. (Ab 28. September ist der Wiesn-Urlaub der Alten Brennerei vorbei und ihr seit als Gast willkommen.)

Waldhaus - Deininger Weiher

Deininger Weiher 4, 82064 Straßlach-Dingharting; Tel.: 08170 998 700; www.waldhaus-deiningerweiher.de

Beim Deininger Weiher sage ich immer, „Das muss man schon wissen, dass der da ist!“. Und so ist es auch! - Durch Zufall landet ihr eher unwahrscheinlich an dem mit bayerischer Gastronomie („Waldhaus Deininger Weiher“) versehenen Weiher, welcher sich wunderbar in Form eines kleinen Spaziergangs umrunden lässt. Gelegen in ländlich-wäldlicher Idylle werden in dem Wirtshaus Salate, Suppen, Fisch- und Fleischspezialitäten, aber auch alpenländische Klassiker wie 1/4 Bauernente, Speckknödel mit frischen Pfifferlingen oder Südtiroler Nocken serviert. Entlang des Weihers könnt ihr bei passendem Wetter auf einfachen Biergartenmöbeln Platz nehmen und dort speisen. Ich war schon mehrfach zum Essen vor Ort, stets verbunden mit einem kleinen Verdauungsspaziergang durch die Natur am durch die Sonne glitzernden Wasser. Herrlich! Reserviert euch – gerade am Wochenende – aber einen Tisch.

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