"Nicht alles auf einmal ausgeben"

Kellnerin packt aus: So daneben benehmen sich Gäste

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Mit diesem Verhalten machen Sie sich beim Kellner nicht beliebt.

Gute Manieren im Restaurant scheinen nicht mehr alltäglich zu sein. Eine Kellnerin packte nun aus, wie sehr das Verhalten mancher Gäste zu wünschen übrig lässt.

Eigentlich macht sie ihren Job sehr gerne: Doch gegenüber Bild.de erklärte eine Restaurantfachfrau, die anonym bleiben will, wie daneben sich manche Gäste heutzutage beim Restaurantbesuch benehmen.

1. Bei Gratis-Aktionen werden Gäste frech

"Bei uns gibt es oft ein Dessert aufs Haus.", erklärt die Restaurantkauffrau, die schon sieben Jahre in ihrem Job ist. Anstatt sich über das Getränk oder die Speise für lau zu freuen, werden Gäste sogar ziemlich frech.

"Manche sind so dreist und fragen bei der Bestellung schon, ob es auch dieses Mal ein Gratis-Dessert geben würde. Wenn ich mit 'Ja' antworte, sagen sie ganz offen: 'Gut, dann müssen wir ja keins mehr bestellen.' Doch damit nicht genug: "Wenn das Gratis-Dessert mal nicht serviert wird, werden Gäste oft ungehalten und beschweren sich."

2. Zu wenig Trinkgeld

Wer selber schon einmal gekellnert hat, weiß: Die Löhne in der Gastronomie sind übersichtlich. Deshalb macht das Trinkgeld einen großen Teil des eigentlichen Verdienstes aus. Nicht selten müssen Kellner das hart verdiente Trinkgeld auch noch mit den Kollegen hinter der Bar teilen – da zählt am Ende des Tages jeder Cent.

Gerade beim Trinkgeld knausern aber viele Gäste. Rechnungen von mehr als 20 Euro einfach auf den nächsten Euro aufzurunden gehört ebenso zu den No-Gos wie einzelne Cent-Münzen auf dem Tisch liegen zu lassen. Vor allem, wenn sie mit den Worten: "Aber nicht alles auf einmal ausgeben!", begleitet werden.

Wenn Sie mit dem Service zufrieden waren, sollten Sie fünf bis zehn Prozent des Betrags als Trinkgeld drauflegen. Der Kellner wird es Ihnen danken.

3. Dem Kellner Vorwürfe machen

Kellner sind weder für die Küche verantwortlich, noch legen sie die Preise fest. Ist ein Gericht nicht mehr vorrätig oder der Preis Ihrer Meinung nach zu hoch: Lassen Sie ihren Unmut nicht am Service-Personal aus.

"Dann bekommt man sowas zu hören wie: 'Beim Kellner gegenüber ist es aber viel günstiger!' Das finde ich schon sehr dreist. Wir haben keine übertriebenen Preise hier, nur sind die mit dem Mindestlohn etwas gestiegen - aber wir müssen doch auch von etwas leben!"

Freundliche Verbesserungsvorschläge geben sie aber sicher gerne an ihren Chef weiter.

4. Schlechte Laune am Kellner auslassen

Generell würden sich Gäste immer weniger scheuen ihre miese Stimmung am Personal auszulassen: "Der Großteil der Leute, so ist meine Erfahrung, wird von Jahr zu Jahr unzufriedener und hat weniger Geld. Die Menschen lassen ihre schlechte Laune dann an den Service-Kräften aus. Dankbarkeit ist hier fehl am Platz."

Weiterhin erzählt sie: "Ganz normale Höflichkeitsformen wie Danke und Bitte kennen die Menschen offenbar nicht mehr. Oftmals rasten die Gäste sogar regelrecht aus."

5. Unangebrachte Bemerkungen

Natürlich sollte das Personal immer freundlich sein - doch jeder hat einmal einen schlechten Tag. "Die Gäste vergessen immer, dass wir auch nur Menschen sind.", erklärt die Kellnerin. Diese Tatsache fiel ihr besonders nach einer Weisheitszahn-OP auf, die ihr Tage später noch Schmerzen bereitete und sie in ihrer Mimik einschränkte: "Da haben sich ein paar Frauen am Tisch bei mir beschwert: Ich könne doch gefälligst mal Lächeln."

6. Schlechte Online-Bewertungen

Oft lassen Gäste ihren Ärger auf Bewertungsportalen wie Yelp oder dergleichen aus: "Das kann total geschäftsschädigend sein, wenn sich Leute da über das Restaurant auslassen, nur weil sie ihren Willen nicht bekommen haben."

7. Männer, die grapschen

Der Großteil der Männer würde sich völlig normal benehmen: "Doch gerade an Vatertag, wenn Gruppen da sind, ist es auch schon mal vorgekommen, dass ein Mann mir an den Hintern gegrapscht hat." Da helfen nur noch klare Ansagen, erzählt die Restaurantfachfrau.

8. Kinder ohne Manieren

Ein großes Problem sei auch, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr im Griff hätten oder ihnen das Verhalten ihrer Sprösslinge einfach egal wäre. Es würden Blumen herausgerissen und auf Polstermöbel herumgehüpft werden - alles ohne ein einzige Zurechtweisung: "Wenn man die Eltern dann darauf aufmerksam macht, stößt man oft auf kein Verständnis - oder wird blöd angemacht."

9. Alles einzeln bestellen

Wenn Sie mit mehreren Freunden Essen gehen, achten Sie darauf, dass möglichst alle gleichzeitig bestellen. Das erspart dem Kellner Zeit und Nerven. Möchten Sie noch etwas Bratensoße oder ein Glas Wein, bringt Ihnen der Kellner sicher gerne noch etwas.

10. Zu viele Sonderwünsche

"Könnte ich das Putenfilet bitte ohne Pommes haben, dafür mit etwas Gemüse? Und bitte nicht mit Käse überbacken." Kommt Ihnen das bekannt vor? Ihr Kellner erfüllt Ihnen gerne jeden Wunsch, aber seien Sie sich bewusst, dass Sie in einem Restaurant essen. Gerade wenn es voll ist, artet eine komplizierte Bestellung gerne im Chaos aus und verursacht Stress in Küche und Service. Versuchen Sie deshalb möglichst ohne Sonderwünsche auszukommen – so bekommen Sie Ihr Essen garantiert schnell und ohne Missverständnisse serviert.

11. Mit den Fingern schnipsen

Egal wie eilig Sie es haben: Schnipsen Sie nicht mit den Fingern, um auf sich aufmerksam zu machen. Das ist respektlos und demütigt den Kellner.

12. Zu lange sitzen bleiben

Sie bestellen einen Kaffee und surfen dann zwei Stunden im Internet? So verdient kein Kellner Trinkgeld. Im schlechtesten Fall vergraulen Sie sogar gut zahlende Gäste, indem Sie den Platz besetzen. Wenn Sie die Zeit bis zu einem Termin im Restaurant verbringen möchten, bestellen Sie wenigstens etwas zu Essen – oder trinken Sie aus und gehen wieder.

13. Getrennte Rechnungen nach der Abrechnung verlangen

Separate Rechnungen sind meist kein Problem für Service-Kräfte – aber nicht, wenn die Gesamtrechnung schon erstellt ist. Wollen Sie unbedingt getrennt zahlen, rechnet der Kellner Ihren Betrag gerne aus. Oder Sie machen es wie in vielen anderen Ländern: Sie teilen die Summe einfach gerecht durch alle Personen und legen zusammen.

Lesen Sie hier, mit welchen Problemen im Joballtag nur Kellner zu kämpfen haben.

Auch interessant: Mit dieser Aktion schockte ein Kellnerin, die kein Trinkgeld bekam.

Von Andrea Stettner und Franziska Kaindl

Diese Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus Zusatzstoffen

Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker.
Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker. © pixabay
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an.
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an. © pixabay
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten.
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten. © pixabay
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129).
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129). © pixabay
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich.
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich. © pixabay
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert.
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert. © pixabay

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