Geschmack, Qualität und Preis

Überraschendes Ergebnis: So gut sind die Billig-Semmeln von Aldi, Lidl & Co.

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Welche Semmeln landet auf Ihrem Frühstückstisch?

Semmeln von Lidl und Aldi kosten nur wenige Cents. Aber wie ist es um die Qualität der aufgebackenen Teilchen bestellt? Ein Testergebnis überrascht.

Für viele ist es eine Sünde, Brot und Semmeln bei Aldi und Co. zu kaufen, aber mindestens genauso oft sieht man die Billig-Backwaren in den Einkaufskörben. Dass diese von den Discountern nicht selbst gebacken werden ist bekannt, aber hat das auch Einfluss auf die Qualität?

Diese Discounter-Semmeln wurden getestet

In der Verbrauchersendung "NDR Markt" vom 30. April 2018 haben die Tester fünf Weizen- und fünf Körnersemmeln verglichen. In der Testtüte landeten diese Semmeln:

Marke

Preis Weizensemmel

Preis Körnersemmel

Aldi Süd

14 Cent

29 Cent

Lidl

14 Cent

29 Cent

Backwerk

20 Cent

5 Cent

Kamps

32 Cent

70 Cent

Handwerksbecker

30 Cent

65 Cent

Dabei wird gleich deutlich, dass die Bäcker beim Preis natürlich nicht mit den Discountern mithalten können. Im Handwerksbetrieb werden die Semmeln noch in Handarbeit gefertigt. Das kostet Zeit und Geld. Dafür versprechen die Profis Qualität, Frische und vollen Geschmack.

Lesen Sie hier: So werden harte Semmeln und altes Brot wieder weich.

Video: Die Supermarkt-Semmeln im Vergleich

Wie frisch sind Semmeln vom Discounter?

Die Discounter haben dazugelernt und preisen ihre Backwaren mit reichlich Backduft und Frischeversprechen an. Aber wie funktioniert das überhaupt? Die NDR-Tester fragen bei den einzelnen Händlern nach. Bei Kamps werden Teiglinge vorproduziert, tiefgefroren und dann später in den Filialen frisch gebacken. Bei den Discountern Aldi, Lidl und Backwerk werden die Teiglinge vorproduziert und auch schon vorgebacken. In der den einzelnen Filialen werden die Semmeln dann nur noch kurz aufgebacken, damit sie schön knusprig sind.

1. Test: Knusprigkeit und Gewicht

Beim ersten Test werden die Knusprigkeit und das Gewicht der Semmeln beurteilt. Dabei fällt auf, dass die Discounter-Semmeln groß und aufgebläht, dabei aber sehr leicht sind, nämlich nur 74 Gramm. Beim Aufschneiden wird dann klar: Hier hat man es mit "Luft-Semmeln" zu tun. Die Semmel vom Bäcker ist dagegen kleiner und trotzdem mit 82 Gramm deutlich schwerer. 

Das Fazit: Die Großbäckerei Kamps liegt abgeschlagen auf dem fünften Platz, danach folgen Backwerk und Lidl. Aldi schafft den zweiten Rang. Diesen Testabschnitt gewinnt die Bäckersemmel. Soweit also nicht überraschend.

2. Test: Geschmack

Beim Geschmackstest kommt es zu einem verblüffenden Ergebnis. Bei den Weizensemmeln belegt Backwerk den letzten Platz, vor dem Handwerksbäcker, Aldi und Lidl. Gewonnen hat das Brötchen vom Kamps. Bei den Körnerbrötchen zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier verweisen die Testesser den Handwerksbäcker sogar auf den letzten Platz. Backwerk findet sich auf dem vierten Rang, hinter Lidl und Aldi. Auch hier gewinnt Kamps den Geschmackswettbewerb.

Wie kann das sein? "Unser Geschmacks- und Geruchssinn habe sich schon so an die künstlichen Brötchen gewöhnt, dass wir sie als das Normale wahrnehmen - und nicht mehr die handwerklich hergestellten Brötchen", versucht Ernährungsmediziner Thomas Kurscheid das Ergebnis zu erklären.

Ohne Zusatzstoffe? Nur beim Bäcker!

Kamps verwendet laut eigener Angabe keine Enzyme beim Backen, dennoch ist die Zutatenliste viel länger als beim Handwerksbäcker. Es gibt Zusatzstoffe für eine knusprige Kruste und eine lockere Krume, dafür, dass der Teig gut aufgeht, und noch für vieles mehr. Wer davon nichts auf dem Frühstückstisch haben will, der sollte lieber beim traditionellen Bäcker einkaufen.

Abschlussfazit

Geschmacklich hat die Großbäckerei Kamps überraschend die Nase vorn. Dafür bezahlen Sie hier aber auch am meisten für Weizen- oder Körnersemmeln und müssen mit Zusatzstoffen leben. Die Discountersemmeln von Aldi, Lidl und Backwerk sind zwar unschlagbar günstig, überzeugen aber weder beim Geschmack noch beim Blick auf die Zutatenliste. Es lohnt sich also, sich wieder an den Geschmack von echten Bäckersemmeln zu gewöhnen.

Lesen Sie auch: So wird die Semmel beim Bäcker bald nicht mehr aussehen.

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Diese Lebensmittel sollten Sie nicht aufwärmen

Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen:
Haben Sie auch keine Zeit, täglich frisch zu kochen? Adliges Essen "von gestern" ist die Rettung. Beim Aufwärmen müssen Sie aber beachten, dass an manchen Zutaten ungünstige Bakterien oder Salmonellen entstehen. Folgende Lebensmittel sollten Sie deshalb immer frisch genießen: © Pixabay/Hans
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen.
Wer Hähnchen in der Mikrowelle aufwärmt, riskiert eine ernsthafte Salmonellenvergiftung. Der Grund dafür liegt bei Eiweißstrukturen im Fleisch, die sich beim Aufwärmen verändern. Deshalb sollten Sie Geflügel immer richtig heiß und gleichmäßig erhitzen. © pixabay / Wow_pho
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung.
Auch bei Eiern droht eine Salmonellenerkrankung. © pixabay / Vladimir-Adrian
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Reis dürfen Sie zwar wieder aufwärmen, aber wenn er frisch zubereitet ist, sollte er so schnell wie möglich im Kühlschrank landen. Bei Zimmertemperatur bilden sich Sporen und Bakterien, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. © pixabay / Simone_ph
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Pilze haben einen hohen Gehalt an Wasser und Proteinen und sind daher ein idealer Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb sollten Sie sie nie länger bei Zimmertemperatur lagern, um die Bildung von Giftstoffen zu vermeiden. © pixabay / GuillermoVuljevas

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