Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert

Wenn Sie erfahren, was in dieser Margarine enthalten ist, kaufen Sie sie nie wieder

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Die Verbraucherzentrale Hamburg hat an der Rama-Margarine "Unser Meisterstück" einiges auszusetzen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Rama-Margarine "Unser Meisterstück" hart in die Kritik genommen und zur Mogelpackung des Monats gekürt. Die Gründe sind verständlich.

Bestimmt vergleichen auch Sie beim Einkaufen die kleinen 100-Gramm-Preise auf den Schildchen im Supermarkt. Wunderbar, so können Sie auf Dauer richtig viel Geld sparen. Wenn Sie diesen Preisvergleich auch schon bei Margarine "Unser Meisterstück" von Rama gemacht haben, wird Ihnen vielleicht etwas aufgefallen sein.

"Meisterstück"-Margarine ist nur Abklatsch von altem Produkt

Die Margarine "Unser Meisterstück" von Rama kostet mit 1,79 Euro für 350 Gramm mehr als die klassische Rama, genauer gesagt fast 45 Prozent mehr. Rama-Hersteller Upfield sagte dazu: "Durch die hochwertigere Rezeptur hat das Produkt eine höhere unverbindliche Preisempfehlung. Sie ist unsere Premium-Margarine, eben unser Meisterstück."

Doch die Verbraucherzentrale Hamburg lässt dieses Argument nicht zählen: Das "Meisterstück"-Rezept würde dem der Rama mit Buttermilch sehr stark ähneln. Dieses Produkt war bis Anfang 2018 im Handel und kostete 1,59 Euro für ein halbes Kilo. Die Verbraucherzentrale kam zu dem Schluss, dass Upfield einfach nur ein älteres Produkt in eine neue Schachtel gepackt hat, schreibt die Fitness-Zeitschrift Fit for Fun. Und es gibt noch einen dicken Minuspunkt ...

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Die Rama-Margarine "Unser Meisterstück" besteht fast zur Hälfte aus Palmöl

In der "Meisterstück"-Margarine ist Palmöl enthalten. Es steht auf der Zutatenliste sogar an erster Stelle - allerdings ohne Mengenangabe. Auf Nachfrage gab Rama-Hersteller Upfield an, dass "Unser Meisterstück" zu 48 Prozent aus Palmöl bestehe. Und das ist der Verbraucherzentrale Hamburg viel zu viel. Die Verbraucherzentrale hat die Margarine "Unser Meisterstück" von Rama deshalb zur Mogelpackung des Monats gekürt.

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Früchte der Ölpalme gewonnen. Es besteht zu über 80 Prozent aus gesättigten Fettsäuren und ist dreimal so ertragreich wie Raps. Wegen dieser und noch anderer Vorteile des Palmöls wird in Kolumbien sehr viel Regenwald für den Anbau von Ölpalmen vernichtet, was fatale Folgen für dessen Bewohner und unser Klima hat. Deshalb warnen viele Naturschützer davor, Produkte mit Palmöl zu kaufen. Es steckt in vielen Lebensmitteln, unter anderem im beliebten Brotaufstrich Nutella, Reinigungs- und Kosmetikprodukten sowie als Biosprit im Dieselkraftstoff, schreibt die Umweltorganisation Rettet den Regenwald e.V.

Video: Brasiliens Regenwald wird unaufhörlich zerstört

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vro

Diese Lebensmittel bestehen hauptsächlich aus Zusatzstoffen

Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker.
Ein Fruchtnektar hat meistens nur bis zu 50 Prozent Fruchtanteil und besteht ansonsten zu 20 Prozent aus Zucker, Süßstoffen oder Honig. In Fruchtsaftgetränken findet sich sogar noch weniger "Frucht": Nur sechs bis 30 Prozent davon sind wirklich drin. Der Rest sind Aromaextrakte, künstliche Konservierungsstoffe und jede Menge Zucker. © pixabay
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an.
Softdrinks sind nicht nur wahre Zuckerbomben, sondern enthalten auch noch Phosphorsäure und Chinin, welches in hoher Dosis Kopfschmerzen und Sehstörungen auslösen kann. Phosphorsäure hingegen greift den Zahnschmelz an. © pixabay
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten.
Da Wasabi-Wurzeln mit 40 Euro pro 100 Gramm recht teuer sind, mixen Lebensmittelhersteller den Dip aus Meerrettichpulver, Senfpulver und Maisstärke zusammen. Außerdem sind die Farbstoffe Brilliantblau (E133) und Zitronengelb (E102) enthalten. © pixabay
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129).
In Wackelpudding findet sich oft der heikle Farbstoff Gelborange S E110. Dieser gehört zu den Azofarbstoffen und kann bei Menschen mit Empfindlichkeit gegenüber Aspirin und Benzosäure zu Allergien führen. Bei Kleinkindern nehmen diese Stoffe Einfluss auf Aufmerksamkeit und Aktivität. Weitere Farbstoffe auf die Sie achten sollten, sind Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4 R (E124a) und Allurarot AC (E129). © pixabay
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich.
Damit Fertigsuppen lange haltbar bleiben und ihre Farbe nicht verändern, werden zahlreiche Zusatzstoffe – u.a. Siliciumdioxid – hinzugegeben. Auf diesen Stoff reagiert allerdings das Immunsystem des Darms empfindlich. © pixabay
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert.
Surimi ist eigentlich eine feste Masse aus zerkleinertem Fisch, der durch seine Garung in Zucker und Gelierung haltbarer gemacht wurde. Doch in Europa besteht es meist aus gepresster Fischmasse und Fischmuskeleiweiß von Fischarten, die im Normalfall so gut wie unverkäuflich sind. Zusätzlicher Bestandteil sind Phosphate, Hühnereiweiß, Sorbit und Wasser. Der Geschmack wird durch Aromastoffe und Gewürze imitiert. © pixabay

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