Teuer vs. billig

Warum es sich lohnt, den günstigsten Wein zu bestellen

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Günstiger Wein ist im Restaurant oft die bessere Wahl.

Sie sitzen im Restaurant und fragen sich, welchen Wein Sie nehmen sollen? Auch wenn es seltsam erscheint: Der günstigste Wein ist oft die beste Wahl!

Guter Wein muss nicht teuer sein, denn der Preis sagt noch lange nichts über die Qualität des Weins aus. Das verrät Wein-Experte Mark Oldman in seinem Buch „How To Drink Like A Billionaire“.

Guter Wein: Hoher Preis bedeutet nicht gleich hohe Qualität

„Der Preis kann zwar die Qualität des Weins wiederspiegeln, aber das ist keine Garantie, dass der Wein auch besser schmeckt“, weiß der Sommelier. Ab einem bestimmten Preis zahlen Kunden auch nicht mehr für die Qualität, sondern zum Beispiel für die Werbung. Oder der Besitzer des Lokals will einfach mehr verdienen und erhöht deshalb den Preis. So wird aus billigem Wein ganz schnell ein Wein zum Spitzenpreis.

Das Erstaunliche: Laut einer Studie der Stanford Business School merken Weintrinker nicht einmal den Unterschied zwischen billigen Weinen und edlen Tropfen. Ganz im Gegenteil: Vielen schmeckt Wein automatisch besser, wenn sie denken, er sei teuer.

Tipps für die Weinauswahl

Weil sich viele Restaurantbesucher bei der Weinauswahl unsicher sind, nehmen sie oft den Wein an zweiter oder dritter Position. Der billigste Wein kann schließlich nicht gut sein – oder doch? Oldman verrät laut bild.de: „In dem Wissen, dass sich die Weine an diesen Preispositionen besser verkaufen, werden hier häufig Flaschen angeboten, die zum Beispiel aus dem Lager raus müssen“. Der billigste Wein ist deshalb meist nicht schlechter.

Die Spartipps des Wein-Experten

  • Bestellen Sie den günstigsten Wein der Karte – vor allem dann, wenn das Restaurant generell auf eine gute Weinauswahl achtet.
  • Flasche statt Glas: Wenn Sie mit Partner oder Freunden unterwegs sind, ordern Sie gleich eine Flasche. Im Vergleich zum Glas ist eine Weinflasche wesentlich billiger.

„Geld haben kommt von Geld behalten“ – das wissen schließlich auch die Milliardäre. Wenn Sie genau wie die Schönen und Reichen Ihren Wein genießen wollen, holen Sie sich hier weitere Tipps:

Mark Oldman: How To Drink Like A Billionaire. Mastering Wine with Joie de Vivre. Verlag Regan Arts. 30,49 Euro. ISBN: 978-1942872146.

Von Andrea Stettner

Ein Weindetektiv auf der Suche nach den Reben der Zukunft

Der Weinbautechniker Josef Engelhart von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau steht an einem Weinstock der Rebsorte Silvaner. Sie wurde aus älteren Silvaner-Sorten ausgelesen, weil sie lockerbeerige Trauben bringen. Foto: Daniel Karmann
Der Weinbautechniker Josef Engelhart von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau steht an einem Weinstock der Rebsorte Silvaner. Sie wurde aus älteren Silvaner-Sorten ausgelesen, weil sie lockerbeerige Trauben bringen. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Trauben der alten Rebsorte Vogelfränkisch sind sehr klein und süß. Foto: Daniel Karmann
Trauben der alten Rebsorte Vogelfränkisch sind sehr klein und süß. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Alte Rebsorten wieder in den Blick zu nehmen, liegt im Moment im Trend. Foto: Daniel Karmann
Alte Rebsorten wieder in den Blick zu nehmen, liegt im Moment im Trend. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Die Schätze unter den Rebsorten finden sich nicht in den modern bewirtschafteten großen Lagen, sondern vor allem in alten Weinbergen mit knorrigen Rebstöcken. Foto: Daniel Karmann
Die Schätze unter den Rebsorten finden sich nicht in den modern bewirtschafteten großen Lagen, sondern vor allem in alten Weinbergen mit knorrigen Rebstöcken. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Die Putscheere fällt durch ihre Blatt-Behaarung auf. Foto: Daniel Karmann
Die Putscheere fällt durch ihre Blatt-Behaarung auf. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
"Bukettrebe" steht auf einem Schild neben Trauben an einem Rebstock. Foto: Daniel Karmann
"Bukettrebe" steht auf einem Schild neben Trauben an einem Rebstock. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann
Der Önologe Peter Vogel steht zwischen Rebzeilen eines Weinbergs. Foto: Daniel Karmann
Der Önologe Peter Vogel steht zwischen Rebzeilen eines Weinbergs. Foto: Daniel Karmann © Daniel Karmann

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