Neues Konzeptpapier

CDU denkt an Tabubruch bei der Rente: Müssen bald viel mehr Menschen einzahlen?

Das deutsche Rentensystem wird durch eine zunehmend älter werdende Gesellschaft strapaziert. CDU-Politiker wollen daher künftig auch von Beamtengehältern die Kassen füllen.

Normale Angestellte müssen momentan 18,6 Prozent ihres Bruttogehalts* (die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber) an die Rentenkasse abführen. Von dieser Regelung waren Beamte bisher ausgenommen, sie zahlen nicht in die Kasse ein. Stattdessen wird ihre Pension durch Steuereinnahmen finanziert. Das will die CDU laut eines neuen Konzeptpapiers nun ändern.

Die „Bild“-Zeitung berichtet, dass ab dem Jahr 2030 Beamte unter 30 Jahren in die Rentenkasse „integriert“ werden sollen. Dabei beruft sich die Zeitung auf ein Konzeptpapier des Bundesfachausschusses Soziales, der der CDU-Spitze beratend zur Seite steht. Somit wären allerdings erst zukünftige Beamte von der Regelung betroffen, alle gegenwärtigen Pensionsansprüche blieben bestehen. Dazu heißt es im Papier: „Alle, die älter sind, bleiben in ihren bisherigen Versorgungswerken“.

CDU-Politiker fordern, dass Beamte ab 2030 ebenfalls in die Rentenkasse einzahlen.

Mehr dazu: Das machte die Corona-Krise mit der Rente – was Experten sagen.

Weitere Pläne für Rentensystem

Das Konzeptpapier beinhaltet allerdings noch weitere Pläne für die Zukunft des Rentensystems. Die sächsische Kulturstaatsministerin Barbara Klepsch und Kai Whittaker, die den Bundesfachausschuss leiten, wollen außerdem das gegenwärtige Umlageverfahren reformieren. So sollen Beiträge künftig nicht wie bisher ausschließlich direkt an die Rentner ausgezahlt werden, sondern Teile davon in einen Staatsfond fließen. Die „Bild“-Zeitung berichtete von einem Volumen von bis zu 32 Milliarden Euro. 

Auch interessant: Experten warnen: Das sollten Sie vor der Rente dringend erledigt haben.

Höhere Rentenbeiträge für Gutverdiener

Laut dem Bericht fordern die Politiker außerdem eine angehobene Beitragsbemessungsgrenze. Aktuell (Stand: November 2020) müssen Arbeitnehmer maximal auf 6900 Euro ihres Bruttogehalts im Westen und 6450 Euro im Osten Beiträge zahlen. Die CDU-Politiker wollen diese Grenzen nun stufenweise erhöhen, über einen Zeitraum von zehn Jahren. Mit der Anhebung können dann aber auch mehr Rentenpunkte geltend gemacht werden.

Außerdem im Gespräch ist eine Anhebung des Renteneintrittsalter ab 2030 – dann könnten Arbeitnehmer erst jenseits der 67 eine abschlagsfreie Rente erhalten.

Als Begründung für die angedachten Reformen nennt das Konzeptpapier die steigende Lebenserwartung und damit einhergehende Überalterung in Deutschland. „Bliebe alles wie es ist, wäre die Rente auf Dauer nicht finanzierbar“. (lw)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie zudem: Diese Kosten kommen auf Sie zu, wenn Sie früher in Rente gehen wollen.

Mit diesen sieben Tipps sparen Sie im Alltag viel Geld

Wer ständig zu viel für sein Handy zahlt, sollte dringend den Tarif wechseln. So können Sie je nach Anbieter im Monat bis zu 25 Euro sparen.
Wer ständig zu viel für sein Handy zahlt, sollte dringend den Tarif wechseln. So können Sie je nach Anbieter im Monat bis zu 25 Euro sparen. © Pixabay
Wer sich regelmäßig zuhause vorkocht, anstatt sich mittags was vom Bäcker zu holen oder in der Kantine zu essen, kann bis zu 100 Euro im Monat einsparen.
Wer sich regelmäßig zuhause vorkocht, anstatt sich mittags was vom Bäcker zu holen oder in der Kantine zu essen, kann bis zu 100 Euro im Monat einsparen. © Pixabay
Viele zahlen eine Menge Geld für Fitnessstudios - doch gehen kaum hin, besonders nicht in den Sommermonaten. Kostenlose Fitness-Apps sind oftmals genauso gut - und Sie sparen sich pro Monat 50 bis 80 Euro.
Viele zahlen eine Menge Geld für Fitnessstudios - doch gehen kaum hin, besonders nicht in den Sommermonaten. Kostenlose Fitness-Apps sind oftmals genauso gut - und Sie sparen sich pro Monat 50 bis 80 Euro. © Pixabay
Wer regelmäßig mit dem Rad anstatt mit dem Auto in die Arbeit fährt, muss weniger Benzin zahlen. Dadurch bleibt Ihnen Ende des Monats viel Geld übrig - bis zu 200 Euro mehr.
Wer regelmäßig mit dem Rad anstatt mit dem Auto in die Arbeit fährt, muss weniger Benzin zahlen. Dadurch bleibt Ihnen Ende des Monats viel Geld übrig - bis zu 200 Euro mehr. © Pixabay
Wer nur mit Karte zahlt, verliert irgendwann den Überblick über seine Finanzen. Am Ende des Monats wundert man sich dann, wieso so viel Geld vom Konto abgebucht wurde. Gewöhnen Sie sich an, vor allem Kleinstbeträge mit Bargeld zu zahlen. Dadurch achten Sie mehr aufs Geld und sparen so schon mal bis zu 100 Euro im Monat.
Wer nur mit Karte zahlt, verliert irgendwann den Überblick über seine Finanzen. Am Ende des Monats wundert man sich dann, wieso so viel Geld vom Konto abgebucht wurde. Gewöhnen Sie sich an, vor allem Kleinstbeträge mit Bargeld zu zahlen. Dadurch achten Sie mehr aufs Geld und sparen so schon mal bis zu 100 Euro im Monat. © Pixabay
Besonders im Sommer ist kaltes Leitungswasser mit Früchten oder Zitronen eine Wohltat. Zudem ist es auf Dauer günstiger, als ständig Limonaden & Co. zu kaufen. Wer darauf verzichtet, kann mit einem Plus von 50 Euro auf dem Konto rechnen.
Besonders im Sommer ist kaltes Leitungswasser mit Früchten oder Zitronen eine Wohltat. Zudem ist es auf Dauer günstiger, als ständig Limonaden & Co. zu kaufen. Wer darauf verzichtet, kann mit einem Plus von 50 Euro auf dem Konto rechnen. © Pixabay
In den Urlaub fahren entspannt - aber nur, wenn er nicht zu sehr ins Geld geht. Nutzen Sie Frühbucherrabatte oder Last-Minute-Angebote statt im Reisebüro zu buchen. Dadurch zahlen Sie bei einer Reise schon mal 200 bis 300 Euro weniger.
In den Urlaub fahren entspannt - aber nur, wenn er nicht zu sehr ins Geld geht. Nutzen Sie Frühbucherrabatte oder Last-Minute-Angebote statt im Reisebüro zu buchen. Dadurch zahlen Sie bei einer Reise schon mal 200 bis 300 Euro weniger. © Pixabay

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Kahnert

Auch interessant:

Kommentare