Pilotprojekt

Falschparker zahlen Knöllchen im Supermarkt: Erste deutsche Stadt probiert es aus

Pilotprojekt in Köln: Per Barcode sollen Supermarktgänger künftig ihre Knöllchen an der Kasse bezahlen können.
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Pilotprojekt in Köln: Per Barcode sollen Supermarktgänger künftig ihre Knöllchen an der Kasse bezahlen können.

Falschparker sollen die Kosten für Verwarngelder künftig auch im Supermarkt begleichen können - aber nur probeweise in dieser deutschen Stadt.

  • Mit einem Barcode können Falschparker in Kölln ihre Knöllchen künftig auch im Supermarkt bezahlen.
  • Das sieht ein Pilotprojekt der Stadt Köln vor, das zunächst für ein Jahr geplant ist.
  • Das Pilotprojekt ist am Mittwoch gestartet. Die ersten Barcodes in Köln sollten bald in der Post landen.

Ein am Mittwoch in Köln gestartetes Pilotprojekt sorgt in Deutschland für Gesprächsstoff: Falschparker sollen in Köln testweise Knöllchen auch an der Supermarkt*-Kasse bezahlen können. Das System funktioniert einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge so: Wer in Köln falsch geparkt habe, bekomme nun zu seinem „Anhörungsschreiben“ auch einen Barcode zugestellt, wie man ihn zum Beispiel von Pfandbons kenne. Er lasse sich abtrennen und innerhalb einer Woche bezahlen. Dafür gehe man in den Laden und lasse ihn - alleine oder mit anderen Einkäufen - scannen. 

Ein Vorteil: So kann das Knöllchen vor Ort bar bezahlt werden - eine vergleichsweise umständliche Überweisung braucht es nicht. Das System soll schlussendlich nämlich auch dafür sorgen, dass „Verwarngelder“ für Parkverstöße möglichst einfach, schnell und anonym in der öffentlichen Kasse landen, so die Idee.

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Knöllchen im Supermarkt bezahlen - Pilotprojekt in Köln dauert ein Jahr

Persönliche Daten werden bei dem Vorgang nach Angaben der Stadt nicht übermittelt, berichtet dpa. Die Kassierin hat nur einen Barcode vor sich. Auch der Kassenzettel verrät dem Bericht zufolge nicht, dass jemand gerade zusammen mit Milch und Käse am Kassenband reuig seine Verkehrssünde begleicht.

Für das Projekt hat sich die Stadt Köln mit dem Unternehmen Cash Payment Solutions zusammengetan, das das Händlernetz mitbringt, wie dpa außerdem berichtet. Das Pilotprojekt in Köln sei zunächst für ein Jahr geplant. Die Stadt wolle sich in diesem Zeitraum anschauen, wie das neue System angenommen wird.

Dem Städte- und Gemeindebund sei keine andere Kommune bekannt, in der so ein System bereits praktiziert wird. Die ersten Barcodes sollten in Köln demnächst in der Post landen. (ahu) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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