Was Betroffene wissen sollten

Geld zurück im Fitnessstudio wegen Corona - das rät Stiftung Warentest

In den Fitnesstudios gelten wegen der Coronakrise strenge Hygienvorschriften.
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In den Fitnesstudios gelten wegen der Coronakrise strenge Hygienvorschriften.

Fitnessstudios mussten während der Corona-Beschränkungen schließen. Manche Betreiber haben nach der Wiedereröffnung ungefragt die Verträge ihrer Kunden verlängert. Ist das zulässig?

Fitness­verträge und Corona-Krise - das sind Ihre Rechte

Update vom 24.09.2020: Viele Hobby-Sportler haben sich diese Frage schon gestellt: „Muss ich weiter meinen Mitglieds­beitrag für das Fitness­studio bezahlen, obwohl es wegen Corona* geschlossen wurde?“ Die Rechts­experten der Stiftung Warentest sagen dazu: „Es liegt juristisch wohl ein Fall der recht­lichen Unmöglich­keit vor. Dem Fitness­studio ist es wegen der öffent­lich-recht­lichen Allgemein­verfügung nicht mehr möglich, die Studio­leistungen zu erbringen. Der Kunde verliert seinen Anspruch, das Studio nutzen zu können. Und das Studio verliert sein Recht, Bezahlung verlangen zu dürfen. (Paragraf 326 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetz­buchs).“

Gutschein statt Geld als Ersatz für Zeit im Fitnessstudio

Kunden mit Erstattungs­ansprüchen wegen einer coronabe­dingten Studio­schließung können auch mit einem Wert­gutschein abge­funden werden, wenn sie die Mitgliedschaft vor dem 8. März 2020 abge­schlossen haben. Der Gutschein muss Informationen darüber enthalten, dass er wegen der Coronakrise ausgestellt wurde und dass der Kunde die Auszahlung des Gutschein­wertes verlangen kann, wenn ein Gutschein für ihn unzu­mutbar ist oder er ihn nicht bis zum 31. Dezember 2021 einge­löst hat.

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Corona: Erstattung von Mitgliedsbeiträgen im Fitnessstudio

Stiftung Warentest betont: „Hat der Kunde schon für das ganze Jahr gezahlt, kann er die Erstattung von dem Teil des Entgelts verlangen, der auf die Corona-Zeit entfällt (Paragraf 326 Absatz 4 Bürgerliches Gesetz­buch). Viele Studios bieten aber auch an, den Studio­vertrag um die Corona-Zeit zu verlängern. Für den Zeitraum der Verlängerung muss der Studio­gast dann nichts zahlen.“

Fitnessstudio: Gibt es unzumutbare Gutscheine?

Die Experten raten laut der Mitteilung auf Test.de zufolge: „Ein Kunde kann den Gutschein ablehnen und ausnahms­weise doch auf Erstattung bestehen, wenn der Gutschein für ‚ihn angesichts seiner persönlichen Lebens­umstände unzu­mutbar ist‘ (Artikel 240 Paragraf 5 Absatz 5 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch). Wann solche persönlichen Lebens­umstände vorliegen, sagt das Gesetz nicht. Wie der Gesetzesbegründung zu entnehmen ist, stellt sich die Bundes­regierung darunter etwa Fälle vor, in denen der Kunde ohne die Auszahlung des Gutschein­werts nicht in der Lage ist, existenziell wichtige Lebens­haltungs­kosten wie Miet- oder Energierechnungen zu begleichen. Wer also eine Erstattung und keinen Gutschein will, muss das Fitness­studio anschreiben und dem Betreiber erläutern, weswegen er das Geld jetzt zum Leben dringend benötigt.“

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Artikel vom 09.09.2020: Für die Mitarbeiter und Betreiber von Fitnessstudios ist die Corona-Krise* alles andere als einfach. Immerhin kann der Betrieb unter strengen Hygieneauflagen in den Studios bekanntlich wieder stattfinden - und manche Studios bieten in der Corona-Krise darüber hinaus äußerst engagiert sogar weiterhin Online-Kurse an. Oder zum Beispiel – zusätzlich zu den Kursen mit begrenzter Mitgliederzahl und dem vorgeschriebenen Mindestabstand in den Kursräumen – zum Beispiel auch Outdoor-Kurse für Mitglieder und Fitnessbegeisterte, die lieber an der frischen Luft trainieren.

Zwangspause: Fristgerechte Fitnessstudio-Kündigung bleibt wirksam

Trotzdem gibt es laut Verbraucherschützern zumindest in einigen Studios Vorfälle, über die sich Kunden von Fitnessstudios geärgert haben: „Wegen der Corona-Krise haben viele Fitnessstudios die Verträge ihrer Kunden verlängert. Betroffene beschweren sich bei uns, weil ihre fristgerechte Kündigung nicht akzeptiert wird – einige sollen sogar für zwei oder drei Monate zusätzlich zahlen. Dieses Vorgehen müssen Sie sich nicht bieten lassen“, schrieb im August 2020 die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite.

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Verbraucherschützer: Diese Rechte haben Mitglieder von Fitnessstudios

Die Verbraucherzentrale erklärt in dem Zusammenhang, welche Rechte Mitglieder von Fitnessstudios haben. Dort heißt es:

  • „Wer sein Fitnessstudio wegen Corona nicht nutzen konnte, weil es ganz geschlossen war oder ein Notprogramm angeboten hat, der muss für die Zeit nicht oder zumindest nicht den vollen Beitrag zahlen.“
  • „Den Verbraucherzentralen ist jetzt sogar ein Studio aufgefallen, das auf eine fristgerechte Kündigung mit einer kostenpflichtigen Vertragsverlängerung um drei Monate reagiert hat.“
  • „Wer kann, sollte wegen Corona nicht kleinlich gegenüber Anbietern in Not auftreten. Aber ein verlängerter Vertrag bei fortgesetzten Beitragszahlungen ist unzulässig und nicht zu akzeptieren.“

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Die rechtliche Lage sieht den Verbraucherschützern zufolge so aus: Verträge dürfen Fitnessstudios nicht einfach einseitig verlängern. Die Corona-Zwangspause sei kein Grund, die ausgefallenen Trainingszeiten ohne Rücksprache mit dem Kunden an das Ende der eigentlichen Laufzeit zu hängen. Dem Kunden müsse es freistehen, ob er einer solchen kostenpflichtigen Verlängerung zustimmt oder nicht, heißt es zudem in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (Stand: 12. August).

Mögliche zusätzliche Hilfe

Wer unterstützend zum Training eine Fitnessuhr (werblicher Link) nutzt, kann zum Beispiel den Fitness-Tracker nutzen.

Betreiber von Fitnessstudios müssten Kündigungen bis zum ursprünglichen Vertragsende akzeptieren, heißt es dort zudem, wenn sie fristgemäß erfolgt sind. Mit Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit fällt demnach auch die Beitragspflicht weg. Die Verbraucherzentrale rät: „Wer per Lastschrift zahlt, kann gegenüber dem Fitnessstudio nicht nur die Kündigung erklären, sondern auch schriftlich die Einzugsermächtigung widerrufen.“ Sollte das Fitnessstudio trotzdem weiterhin unrechtmäßig Beträge abbuchen, könnten Betroffene sie über die Bank zurückbuchen lassen.

Grundsätzlich sollten Verbraucher alle Vereinbarungen mit dem Fitnessstudio schriftlich festhalten, so der Rat der Verbraucherschützer. Wer kündigt, sollte das Schreiben zur Beweissicherung per Einwurf-Einschreiben versenden – oder den Brief direkt abgeben und sich den Empfang quittieren lassen. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Quellen: Verbraucherzentrale.de; dpa

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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