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Beschäftigte mit hohem Einkommen leben im Schnitt länger – Studie zeigt beträchtliche Unterschiede

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Von: Anne Hund

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Die Studie zur Lebenserwartung fällt in die Zeit des Wahlkampfs, wo auch die Debatte ums Rentenalter ein streitbares Thema ist. © Daniel Karmann/dpa (Symbolbild)

Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, welche Auswirkungen das Einkommen und die Belastung durch die Arbeit auf die Rentenbezugsdauer haben. 

Menschen mit hohem Einkommen leben im Schnitt fast fünf Jahre länger als Geringverdiener, Beamte vier Jahre länger als Arbeiter: Das sei zumindest im Durchschnitt so, befindet eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Sozialverbands VdK laut Berichten.

Neue Studie: Beamte leben im Schnitt länger als Arbeiter

Der Studie zufolge hätten Beamte aktuell eine Lebenserwartung von 87,2 Jahren - mehr als Angestellte, Selbstständige und vor allem Arbeiter, die mit 83,1 Jahren am schlechtesten abschneiden würden, zitiert Tagesschau.de aus der genannten Studie. Hinzu komme, dass Arbeiter - aufgrund eines geringeren Einkommens - im Durchschnitt auch mit weniger Geld in ihrem kürzeren Ruhestand auskommen müssten. „Viele Arbeitnehmer die in Berufen arbeiten, die als besonders belastend eingestuft wurden, verdienen weniger Geld, erhalten weniger Rente und haben eine kürzere Lebenserwartung“, heißt es in dem Bericht auf Tagesschau.de mit Bezug auf die Studie. „Die unterste Einkommensgruppe lebt dabei im Durchschnitt fast fünf Jahre weniger als die höchste: 82,6 statt 87,5 Jahre.“

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DIW-Studie zeigt auch: Stress kostet Rentenjahre

Auch Tagesspiegel.de berichtete über die Studie: Menschen mit einer hohen körperlichen oder psychosozialen Belastung im Job hätten demnach eine um drei Jahre kürzere Lebenserwartung als Beschäftigte mit wenig Stress im Arbeitsleben, heißt es in dem Bericht. Die Daten des DIW würden auch zeigen, dass bei Männern die Unterschiede zwischen den Gruppen stärker ins Gewicht fallen als bei Frauen, deren Lebenserwartung generell höher sei.

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Debatte ums Rentenalter

Die Studie fällt in die Zeit des Wahlkampfs, wo auch die Debatte ums Rentenalter ein streitbares Thema ist. Der VdK lehne Vorschläge einer Erhöhung des Rentenalters auf 68, 69 oder 70 Jahre zur Stabilisierung der Rentenkasse ab, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Die Rente mit 68, 69 oder 70 träfe Kranke und Arme besonders stark, kritisiert der Verband dem Bericht auf Tagesspiegel.de zufolge. Stattdessen müssten Geringverdiener, die Jahrzehnte lang Rentenbeiträge eingezahlt haben, besser gestellt werden. Die Grundrente könne nur ein erster Schritt sein. Zum Weiterlesen: Grundrente noch nicht auf dem Konto? So erfahren Sie, ob Sie das Geld bekommen. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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