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Einmaliger Heizkostenzuschuss für Geringverdiener soll kommen – wer hat einen Anspruch?

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Von: Anne Hund

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Mit der Nebenkostenabrechnung für 2021 müssen viele eine saftige Nachzahlung fürchten. Für bestimmte Haushalte soll es deshalb im Sommer einen Zuschuss geben.

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Haushalte mit geringem Einkommen* sollen im Juni einen einmaligen Heizkostenzuschuss bekommen. Das berichtete Tagesschau.de. Der Zuschuss soll im Sommer kommen, wie das Portal weiter schilderte, wenn die Betriebskostenabrechnungen und damit auch Nachzahlungen für Heizöl und Gas für die aktuelle Heizperiode fällig seien. Das Kabinett hatte am 2. Februar entsprechende Pläne von Bauministerin Klara Geywitz (SPD) beschlossen, als nächstes ist nun der Bundestag am Zug.

Wer hat Anspruch auf den Heizkostenzuschuss 2022?

Wer hat konkret einen Anspruch auf den Heizkostenzuschuss? Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete, soll es die Unterstützung für Wohngeldbezieher, für Studenten mit Bafög, Bezieher von Aufstiegs-Bafög und Berufsausbildungsbeihilfe geben: Wohngeldbezieher, die alleine leben, bekommen demnach 135 Euro, Zwei-Personen-Haushalte 175 Euro. Für jeden weiteren Mitbewohner sind noch einmal 35 Euro vorgesehen. Bei den Wohngeld-Empfängern sei Voraussetzung, dass sie die Sozialleistung in der Heizphase zwischen Oktober 2021 und März 2022 mindestens einen Monat lang bezogen haben oder beziehen, berichtete dpa zudem. Betroffene Studenten, Auszubildende und andere Berechtigte würden zudem pauschal 115 Euro erhalten.

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Muss der Heizkostenzuschuss beantragt werden?

Die meisten Berechtigten bekämen das Geld ohne Antrag direkt auf ihr Konto überwiesen. Nur wer Bafög oder Aufstiegs-Bafög bekomme, müsse es extra beantragen, schilderte dpa weiter – welche Behörde zuständig sei, würden die Länder bestimmen. Auf andere Sozialleistungen werde der Zuschuss nicht angerechnet.

Haushalte mit geringem Einkommen besonders betroffen

Nach Einschätzung mehrerer Vergleichsportale müssten private Haushalte noch nie so viel für Heizung, Strom und Sprit zahlen, wie derzeit. Laut Verivox verteuerte sich Energie binnen eines Jahres um 35 Prozent. Check24 habe errechnet, dass eine Beispielfamilie in diesem Januar 57 Prozent mehr zahlen muss als ein Jahr zuvor. Am stärksten stiegen die Heizkosten – und diese belasten Haushalte mit geringen Einkommen erheblich stärker als die von Durchschnitts- und Gutverdienern, heißt es weiter in dem dpa-Bericht. Der einmalige Zuschuss solle dafür sorgen, dass sie die erwartete Nachzahlung im Sommer besser verkraften können.

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Verbraucherschützer fordern höheren Heizungskostenzuschuss

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert unterdessen mindestens 500 Euro Zuschuss pro Haushalt – vielen Haushalten drohe eine höhere Nachzahlung. Der geplante „Heizkostenzuschuss von 135 bzw. 175 Euro ist deutlich zu niedrig“, hatte die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite bereits im Vorfeld kritisiert.

Heizkosten sparen und Zuschuss sinnvoll reinvestieren

Heizkosten sparen ist derzeit in sämtlichen deutschen Haushalten Priorität Nummer 1Eins. Es bleibt zu überlegen, wie es weitergeht: Eine Möglichkeit wäre es, den Heizkostenzuschuss langfristig und mit Weitblick in smarte Thermostate zu investieren. Diese intelligenten Heizungsthermostate sind in der Lage, die Temperatur individuell und auf das Grad genau zu regulieren – selbst wenn Sie nicht zu Hause sind. Gerade bei Neubauten oder Heizungssanierungen ist es deshalb eine Überlegung, wert in zukunftsweisende Technologie bei den Thermostaten zu setzen.

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(ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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