290 Millionen Dollar Schadensersatz

Nach bitterem Glyphosat-Urteil: Bayer-Aktie stürzt ab - das droht jetzt Anlegern

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Wird der Glyphosat-Skandal auf Dauer der Bayer Aktie erheblich schaden können?

Bayer-Tochter wurde vergangene Woche zu 290 Millionen Dollar Schadensersatz verdonnert. Die Aktie verlor rasant an Kurs. Was das jetzt für Anleger bedeutet.

Die Aktie des deutschen Pharma- und Chemieunternehmens Bayer ist sage und schreibe "über Nacht" um fast zwölf Prozent abgestürzt. Aktuell liegt das Wertpapier bei 81,81 Euro (Stand: 13. August). Damit hat es wohl seinen größten Tiefpunkt seit Mai 2016 erreicht.

Nach Urteil zu Millionenschadensersatz: Anleger verkaufen panisch Bayer-Aktien

Schuld am rasanten Kursfall war eine Klage gegen Bayer-Tochter Monsanto in den USA. Dort hatte ein Krebspatient gegen das umstrittene Saatgutunternehmen geklagt, das angeblich etwaige, krebserregende Wirkungen durch Glyphosat in seinem Unkrautvernichter namens "Roundup" verschleiert haben soll.

Ein US-Gericht hatte dem Kläger vergangenen Freitag schließlich einen Schadensersatz in Höhe von fast 290 Millionen Dollar zugesprochen. Monsanto hat allerdings bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Unterstützung erhält es vom Mutterkonzern Bayer, der Glyphosat als "sicher und nicht krebserregend" ansieht.

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Anleger der Aktie sehen das aber anders - nun könnte der Aktie des Chemiekonzerns sogar ein massiver Abwärtstrend drohen, schreibt Spiegel Online. Doch der Analyst Stephen McGarry von der britischen Bank HSB warnt Anleger davor, Bayer-Papiere überstürzt zu verkaufen. Er stuft die Bayer-Aktie weiterhin bei "Hold" ein, mit einem Kursziel von 104 Euro. Zudem rät er Investoren, bis Anfang September Ruhe zu bewahren.

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Imageverlust könnte Bayer-Aktie weiter schaden - doch Analysten sind zwiespältig

Dann präsentiert schließlich der Chemiekonzern seine Zahlen für das zweite Quartal. Dann wird es erst interessant, ob der Konzern vorgebaut hat und wie viel Geld Bayer für Risiken in Bezug auf Glyphosat zurückgestellt hat. Schließlich steht der Wirkstoff schon länger in der Kritik. Außerdem soll es in den USA nicht unüblich sein, dass Strafzahlungen nach dem Durchlaufen weiter Instanzen wieder massiv verringert oder gar aufgehoben werden.

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Dennoch bedeutet das Urteil einen erheblichen Imageschaden für Bayer, der noch lange auf dem Konzern - und damit auch auf seiner Aktie - lasten wird. Eine negative Reaktion kam daraufhin von Analyst Michael Leacock vom Investmenthaus Mainfirst. Der hat sein Kursziel für die Bayer-Aktie von 135 auf 90 Euro gesenkt. Ein weiterer Schlag für die Aktie dürfte sein, dass er sie von "Outperform" zu "Neutral" heruntergestuft hat.

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Das bedeutet für Anleger jetzt konkret: Wer Bayer-Papiere hält oder kaufen möchte, sollte lieber abwarten, wie sich das Unternehmen im Zuge des Urteils bei der Vorlage der Zahlen rechtfertigen wird.

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jp

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