Am 30. September schließen Börsen

Nach Chinas Verbot: Wie geht es jetzt weiter mit dem Bitcoin?

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Bitcoin hat in den letzten Wochen viel durchgemacht - doch geht es nun endlich bergauf?

Wegen des Fünf-Wochen-Tiefs haben viele Anleger Angst, dass die Bitcoin-Blase platzen könnte. Was passiert nun mit dem Kryptogeld, wenn Chinas Börsen schließen?

Vor wenigen Wochen ging ein Aufschrei durch die Bitcoin-Welt: Die chinesische Mega-Börse BTC China hatte angekündigt, dass sie ihre Pforten zum 30. September schließen werde. Vorangegangen war eine Mitteilung der chinesischen Regierung, dass es den Handel mit Bitcoin bremsen und sogenannte Initial Coin Offerings (ICO) verbieten wolle. Wer die Anweisung missachte werde hart bestraft. Dies führte dazu, dass der Bitcoin-Kurs weltweit massiv in den Keller und in ein Fünf-Wochen-Tief rutschte.

Nach Fünf-Wochen-Tief: Wird China den Bitcoin-Handel sprengen?

Bitcoin-Anleger machen sich jetzt Sorgen, was nun die Zukunft bringt – und ob die prophezeite Blase bald platzen werde. Kritische Stimmen wurden laut, dass dies durch den momentanen Boom der Kryptowährung bald möglich sei. So hat der Chef der US-Großbank JP Morgan Chase, Jamie Dimon, bereits gegen das Cybergeld gewettert und es als "Betrug" bezeichnet. In dasselbe Horn blies auch die US-Investmentgröße John Hathaway, der Bitcoin sogar als "Müll" abwertete.

Durch solche Aussagen wurde die Unsicherheit der Anleger aufs Neue geschürt – dennoch konnten sie nun zwischenzeitlich wieder aufatmen. Bereits Mitte September hatte sich der Kurs wieder erholt – und sorgte zudem für eine Überraschung: Er zog erstaunlich schnell wieder an – und konnte sogar die 4.000 US-Dollar-Marke (etwa 3.400 Euro) überschreiten. Doch viele fragen sich jetzt, ob sie bald mit einem erneuten Tief rechnen müssen. Vor allem, da nun weitere chinesische Bitcoin-Börsen angekündigt haben, schließen zu wollen.

Experten sind sich sicher: Bitcoin ist nicht zu bremsen - trotz Chinas Verbot

Doch wie die Welt berichtet, soll dies dem Erfolg der Kryptowährung keinen Abbruch tun. Denn China hat als wichtigster Bitcoin-Handelsplatz seit Anfang des Jahres an Bedeutung verloren. So mache es nur noch etwa 15 Prozent des weltweiten Handels aus. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 90 Prozent. Dagegen legen die USA und Japan mächtig zu.

Doch dabei darf nicht vergessen werden, dass "China mit weitem Abstand das wichtigste Land beim Mining ("Schürfen") von Bitcoins" ist. Das erklärt Radoslav Albrecht, Gründer von Bitbond, der ersten Darlehensvermittlung für Unternehmer, die mithilfe der Blockchain weltweit erreichbar ist. "Der Marktanteil lag zuletzt bei 64,7 Prozent, weil Miner in etlichen ländlichen Gegenden Zugang zu sehr günstigem Strom haben", ergänzt Albrecht. Außerdem scheinen einige chinesische Bürger bereits Schlupflöcher gefunden zu haben – um sich so etwaigen Strafen zu entziehen. Bitcoin lasse sich nämlich noch leicht in Hongkong und Japan erwerben – so müssen Interessanten nur dorthin reisen, diese beschaffen und können sie dann als Privatpersonen untereinander handeln.

Am Ende scheint es, als ob das Verbot den Aufstieg der Kryptowährung nicht aufhalten kann. Rückenwind bekommt Bitcoin offenbar von Mark Carney, dem Chef der englischen Notenbank. Dieser soll sie nun als Teil einer "Revolution" im Finanzbereich sehen.

Lesen Sie auch: Ist das angesagte Cybergeld wirklich schon am Ende - oder fängt es jetzt erst richtig an?

jp

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