Früher in Rente

Rente mit 63: Diese Jahrgänge haben die meisten Abzüge

Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen möchte, muss häufig mit Abzügen rechnen.

Nach der Rentenreform aus dem Jahr 2012 ist es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein wenig unübersichtlich geworden, wann man in den wohlverdienten Ruhestand gehen darf. Wann Sie regulär in Rente gehen dürfen und mit welchen Abzügen Sie rechnen müssen, wenn Sie früher in Pension gehen wollen, lesen Sie im Folgenden.

Rente mit 63? Renteneintrittsdatum und Regelaltersgrenze

Man unterscheidet bei der Rente ganz grundsätzlich zwischen der Zeit, die man gearbeitet hat und dem eigenen Alter. Das Alter entscheidet wie, wann Sie ohne Abzüge in den Ruhestand gehen dürfen. Die Jahre, die Sie gearbeitet haben, zählen zu Ihren Versicherungsjahren.

Wann gehen Sie in den wohlverdienten Ruhestand?

Bei Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Sie ohne Abzüge in Rente gehen. Die Regelaltersgrenze ist abhängig von dem Jahr, in dem Sie geboren wurden. Die Rente mit 63 ohne Abzüge bekommen nur Personen, die vor 1953 geboren sind. Denn für alle folgenden Jahrgänge wird das Renteneintrittsalter von 65 Jahren schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Wird das Rentenalter demnächst auf 70 angehoben? Das sagt der Bundesarbeitsminister.

Wer nicht so lange warten will, muss mit Abzügen rechnen. Wie hoch diese sind, hängt von der Anzahl der Versicherungsjahre ab. Wer 35 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, gilt als „langjährig versichert“ und bekommt pro Monat, den man früher in Rente geht, 0,3 Prozent weniger Rente. Wer 45 Versicherungsjahre nachweisen kann, gilt als „besonders langjährig versichert“. Sind Sie nach 1947 geboren können Sie bei 45 Versicherungsjahren zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gehen – ohne Abzüge. 2022 soll die Rente erhöht werden – wann die Rentenerhöhung ausgezahlt wird, lesen Sie hier.

So hoch sind die Abzüge bei Rente mit 63 – je nach Jahrgang

JahrgangRegelaltersgrenzeVorgezogener RentenbeginnAbzüge bei Rente mit 63
194765 Jahre und 1 Monat25 Monate7,5 Prozent
194865 Jahre 2 Monate26 Monate7,8 Prozent
194965 Jahre 3 Monate27 Monate8,1 Prozent
195065 Jahre 4 Monate28 Monate8,4 Prozent
195165 Jahre 5 Monate29 Monate8,7 Prozent
195265 Jahre 6 Monate30 Monate9 Prozent
195365 Jahre 7 Monate31 Monate9,3 Prozent
195465 Jahre 8 Monate32 Monate9,6 Prozent
195565 Jahre 9 Monate33 Monate9,9 Prozent
195665 Jahre 10 Monate34 Monate10,02 Prozent
195765 Jahre 11 Monate35 Monate10,5 Prozent
195866 Jahre36 Monate10,8 Prozent
195966 Jahre 2 Monate38 Monate11,4 Prozent
196066 Jahre 4 Monate40 Monate12 Prozent
196166 Jahre 6 Monate42 Monate12,6 Prozent
196266 Jahre 8 Monate44 Monate13,2 Prozent
196366 Jahre 10 Monate46 Monate13,8 Prozent
19646748 Monate14,4 Prozent

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie. © MiS/Imago
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
steuern-sparen-pendlerpauschale.jpg © Imago/Sabine Gudath
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
steuern-sparen-homeoffice-pauschale.jpg © Imago/Tanya Yatsenko
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
steuern-sparen-umzug.jpg © Vasily Pindyurin/Imago
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.
steuern-sparen-spenden.jpg © MiS/Imago
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente.
steuern-sparen-versicherungen.jpg © Panthermedia/Imago
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen.
steuern-sparen-pflegepauschale.jpg © Ute Grabowsky/Imago
Feuerwehr. Mit einem Ehrenamt lassen sich Steuern sparen.
steuern-sparen-ehrenamt.jpg © Martin Wagner/Imago
Fliesenleger bei der Arbeit. Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld.
steuern-sparen-handwerkerkosten.jpg © IMAGO/Achim Duwentäster
Optiker mit Brille. Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten.
steuern-sparen-krankheitskosten.jpg © Westend61/Imago

Rente mit 63: Wie kann man die Frührente beantragen?

Um Rente zu beziehen, müssen Sie diese zunächst einmal beantragen. Füllen Sie den Rentenantrag drei Monate bevor Sie in Rente gehen wollen aus.

Diese Nachweise brauchen Sie, um Ihre Rente mit 63 zu beantragen:

  • Ausweis oder eine Geburtsurkunde
  • Rentenversicherungsnummer
  • Steueridentifikationsnummer
  • Nachweis über Kranken- und Pflegeversicherung
  • Internationale Kontonummer

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(jn)

Rubriklistenbild: © K. Steinkamp/McPHOTO/Imago

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