Küchentipp

Darum sollten Sie Marmelade zukünftig immer einfrieren

Ob gekauft oder selbst eingekocht: Mit einem einfachen Trick hält Marmelade viel länger.
+
Ob gekauft oder selbst eingekocht: Mit einem einfachen Trick hält Marmelade viel länger.

Ob Erdbeere, Kirsch oder Aprikose: Marmelade macht jedes Frühstück leckerer. Sie lagern Marmelade im Kühlschrank oder Keller? Warum das ein Fehler ist.

Genau genommen geht es bei diesem Küchentipp nicht nur um die Lagerung von Marmelade, sondern auch um Gelee und Konfitüre. Klären wir erst einmal: Was waren nochmal die Unterschiede zwischen den Fruchtaufstrichen*?

  • Marmelade dürfen nur die Erzeugnisse aus gekochten Zitrusfrüchten genannt werden, also z. B. Orangen und Zitronen.
  • Aufstriche aus anderen Früchten wie Erdbeeren, Aprikosen und Co. werden hingegen zu Konfitüre verarbeitet.
  • Und wenn bei der Herstellung Fruchtsaft statt ganzer Früchte zum Einsatz kommt, spricht man von Gelee.

Der Einfachheit halber sprechen wir in diesem Beitrag einfach allgemein von Marmelade. Sie können ihn aber ebenso gut für Ihre anderen Fruchtaufstriche verwenden. Übrigens gilt das für gekaufte Produkte ebenso wie für selbstgemachte Marmelade.

Lesen Sie auch: So machen Sie frische Marmelade in wenigen Minuten selbst – ganz einfach.

Marmelade einfrieren: Längere Haltbarkeit

Was viele nicht wissen, die ihre Marmelade im Kühlschrank oder Keller lagern: Marmelade kann auch eingefroren werden. Während Konfitüren und Marmeladen, die mit Zucker im Verhältnis von 1:1 oder 1:2 gekocht wurden, ungeöffnet schon mehrere Monate oder sogar Jahre haltbar sind, gibt es dennoch ein Problem: Der moderne Gelierzucker enthält oftmals Palmöl, um die Schaumbildung beim Einkochen zu verringern, sowie Konservierungsstoffe.

Für Personen, die auf Konservierungsstoffe oder Palmöl verzichten, aber dennoch Marmelade lange haltbar machen wollen, kommt jetzt die Lösung: Frieren Sie Ihre Marmelade einfach ein! Durch die niedrigen Temperaturen von -18 °C werden enzymatische Reaktionen blockiert oder sie laufen sehr viel langsamer ab. Dadurch bleibt der Fruchtaufstrich lange genießbar.

Auch lecker: Star verrät geheimes Marmeladen-Rezept: fruchtiger Genuss fürs Brot.

Marmelade einfrieren: Vorteile für Geschmack und Optik

Die längere Haltbarkeit ist aber nicht der einzige Vorteil der Einfriermethode. Auch geschmacklich kann eingefrorene Marmelade punkten, denn sie schmeckt auch Monate später noch wie frisch eingekocht. Das Einfrieren verbessert außerdem die Optik: Vor allem Erdbeermarmelade neigt dazu, ihre Farbe zu verlieren, wenn sie im Keller gelagert wird, weil Licht die natürlichen Farbstoffe der Früchte zerstört. Dadurch erscheint die Konfitüre braun oder gräulich – und dadurch nicht mehr appetitlich. Wenn Sie hingegen bei der Zubereitung einen Spritzer Zitronensaft hinzugeben und die Marmelade anschließend einfrieren, können Sie sich auch nach einem Jahr noch am leuchtenden Rot erfreuen.

Im Video: Marmelade ohne Zucker: So einfach geht’s

Tipps zum Einfrieren von selbstgemachter Marmelade

  1. Lassen Sie die selbstgemachte Marmelade erst komplett auskühlen.
  2. Füllen Sie Ihre Einmachgläser sicherheitshalber nur zu 7/8, falls sich die Marmelade beim Gefrieren noch ausdehnt.
  3. Lagern Sie die Marmeladengläser stehend im Gefrierschrank.
  4. Alternativ können Sie die Marmelade auch in gefrierfeste Plastikdosen geben und im Eisfach lagern.
  5. Holen Sie die selbstgemachte Marmelade am Vorabend des Frühstücks aus dem Gefrierschrank und lassen Sie sie im Kühlschrank auftauen.

(mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Quitten: Machen Sie aus dem ungenießbaren Obst köstliches Gelee.

Was ein gesundes Frühstück ausmacht

Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Beeren und Müsli sind eine gute Idee zum Frühstück, allerdings keine Fertig-Cerealien. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Milch- und Joghurtprodukte zählen zwar zu einem gesunden Frühstück, aber Fertig-Fruchtjoghurts sind ein No-Go. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Mit dem Trinken sollte man rechtzeitig am Tag beginnen, um auf die empfohlene Menge von 1,5 Litern am Tag zu kommen. Dazu zählt auch Kaffee. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Ernährungsmediziner empfehlen 500 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Damit könne man gleich zum Frühstück anfangen - am besten mit Äpfeln und Beeren. Foto: Robert Günther/dpa-tmn © Robert Günther
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn
Astrid Donalies arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Foto: Fotostudio Lichtblick/dpa-tmn © Fotostudio Lichtblick
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn
Dr. Matthias Riedl ist Diabetologe, Ernährungsmediziner und Internist sowie Geschäftsführer des Zentrums medicum Hamburg MVZ. Foto: Andreas Sibler/dpa-tmn © Andreas Sibler
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer Brot zum Frühstück essen will, sollte ein Vollkornprodukt wählen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

Auch interessant:

Kommentare