Rätselhaft

20-Jährige erleidet nach Sonnenbad Vergiftung – obwohl sie sich eingecremt hat

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Eine junge Frau erlitt während eines Teneriffa-Urlaubs eine Sonnenvergiftung.

Holly Barrington bangte um ihr Augenlicht – sie hatte eine schwere Sonnenvergiftung erlitten. Wie es dazu kommen konnte – und wie Sie sich schützen, lesen Sie hier.

Das wird der 20-Jährigen wohl für immer eine Lehre sein: Während eines Teneriffa-Urlaubs erlebte sie den blanken Horror. Zuvor hatte Holly Barrington sich für längere Zeit gesonnt – doch am Abend unter der Dusche merkte die junge Frau, wie ihr Gesicht begann, anzuschwellen und heiß zu werden.

20-jährige Studentin erleidet nach Sonnenbad eine Vergiftung

Am nächsten Morgen waren die Augen der Britin derart zugeschwollen, dass sie fürchtete , für immer blind zu werden. Sofort suchte sie einen Arzt auf. Seine Diagnose: eine Sonnenvergiftung. Das verriet sie jetzt gegenüber dem britischen Mirror.

Zwar hatte sich die Studentin am ganzen Körper mit Sonnencreme eingeschmiert – doch ihre Augen waren nur durch eine Sonnenbrille geschützt.

Lesen Sie hier: Haben Sie diesen Streifen auf dem Fingernagel - ab zum Arzt.

Und anscheinend war deren UV-Schutz viel zu gering – sodass Barrington am Ende durch die Strahlenüberlastung einen sogenannten polymorphen Lichtausbruch erlitt. Typische Symtome sind laut der "British Skin Foundation":

  • Blasenbildung
  • Schwellungen
  • Kribbelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Fieber

Auch tragisch: Nach einem Solariumsbesuch sieht dieses junge Model jetzt so aus.

So schützen Sie sich gegen eine Sonnenvergiftung

Daher empfiehlt auch deren Pressesprecher, die Hautärztin Dr. Emma Wedgeworth, stets Sonnenbrillen zu wählen, die einen 100-prozentigen UV-Schutz gewährleisten, besser bekannt als UV400. Nur mit einer solchen Brille sollen alle für das Auge gefährlichen UVA und UVB-Strahlen abgeblockt werden.

Video: Bestimmte Sonnenbrillen machen die Haut kaputt

Holly Barrington hatte am Ende Glück – nur eine Woche später waren ihre Beschwerden wieder weg. Dennoch habe ihr dieses Erlebnis gezeigt: "Jeder will dieses 'Bikini'-Foto von sich, aber ich wusste bis jetzt nichts über Sonnenvergiftung. Ich werde sicherstellen, dass ich beim nächsten Mal richtig geschützt bin", schließt die junge Frau.

Lesen Sie auch: Wann Muttermale, Leberflecke & Co. noch harmlos sind - und wann schon lebensgefährlich.

jp

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

Sonnen im Liegestuhl
Sonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften - sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen - Tendenz steigend. © dpa-mzv
Hautkrebs
Wie viele Neuerkrankungen gibt es? Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs. © dpa-mzv
Schwarzer Hautkrebs
Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. © dpa
Hautkrebs
Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken.   © dpa
Hautkrebs-Screening
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. © dpa
UV-Strahlung Sonne
Welche Faktoren begünstigen die Entstehung? Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt. © dpa
Sonne in den Bergen
Was sind weitere Risikofaktoren? Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, ebenso eine höhere Zahl von Muttermalen und Leberflecken. Hat jemand einen Hautkrebsfall in der eigenen Familie, kann dies das eigene Risiko steigern. Auch manche Chemikalien und bestimmte Medikamente können Hautkrebs fördern. Nicht zuletzt wächst das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. © obs
Solarium
Dürfen Minderjährige ins Solarium? Nein. Seit 2009 ist unter 18-Jährigen die Benutzung von Solarien verboten. 2012 wurden die Vorschriften für Sonnenstudio-Betreiber nochmals verschärft. So gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen. Das Personal muss jeden Kunden außerdem beraten. © dpa
Hautkrebs erkennen?
Wie kann ich Hautkrebs erkennen? Man sollte auf auffällige Hautstellen achten. Schwarze Melanome etwa können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Sie können zum Beispiel asymmetrisch sein, einen fransigen Rand haben, sich verfärben oder größer werden. Verdächtige Flecken sollten beim Hausarzt oder Dermatologen abgeklärt werden. © dpa
Sonnen
Gibt es eine Früherkennungsuntersuchung? Ja. Ab dem 35. Lebensjahr können sich gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening bezahlt die Kassen. © dpa-mm
Sonnencreme
Wie kann ich Hautkrebs generell vorbeugen? Da wichtigste ist ein guter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Mützen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um sich gegen Sonnenbrand zu wappnen. © dpa
Unter dem Sonnenschirm
Im Sommer sollte man sich vor allem mittags und am frühen Nachmittag besser im Schatten aufhalten. Zur Vorsicht raten Experten bei Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die mit dem Versprechen angepriesen werden, Hautkrebs vorzubeugen. Dafür gebe es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Belege. © dpa-mzv

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