Covid-19

Wenn Sie das meiden, wirkt die Corona-Impfung besser 

Ein Arm mit einem Pflaster, der Impfpass in der Hand.
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Wie wirksam die Impfung gegen das Corona-Virus ist, hängt von einigen Faktoren ab.

Bestimmte Faktoren beeinflussen Impfungen. Was Sie tun können, um die Wirkung Ihrer Impfung gegen das Corona-Virus zu verbessern.

Rund 48 Prozent der deutschen Bevölkerung wurde mindestens schon einmal gegen das Corona-Virus* geimpft (Stand 11. Juni 2021). 40 Millionen Menschen sind also bereits gegen Covid-19 geschützt. Am 7. Juni 2021 wurde die ursprünglich festgelegte Impfpriorisierung aufgehoben, die die Reihenfolge anhand von Alter oder Vorerkrankung festlegte. Das bedeutet, dass Bürger ab zwölf Jahren sich nun um ein Impfangebot bemühen können.

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Diese Faktoren beeinflussen die Impf-Wirkung gegen das Corona-Virus

Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen oder auch genetische Veranlagungen beeinflussen die Wirksamkeit von Impfungen. Alles Punkte, auf die wir keinen Einfluss haben. Es gibt jedoch auch Faktoren, die Menschen steuern können, um die Wirksamkeit der Impfung gegen das Corona-Virus zu verbessern. Ein Untersuchungsteam der Ohio State University hat 49 Studien aus den letzten 30 Jahren zusammengefasst, die sich mit Impfungen gegen Grippe, Hepatitis B oder Typhus auseinandersetzten.

Dabei kam heraus, dass vor allem ein Faktor sich negativ auf die Impfung auswirken kann: und das ist Stress. Denn der kann die Produktion von Antikörpern zum Nachteil des Geimpften beeinflussen. Generell wirken sich Stress oder Depressionen negativ auf das Immunsystem des menschlichen Körpers aus. Und auch die Immunantwort des Körpers nach dem Impfen wird beeinträchtigt.

  • Die Produktion von Antigenen, welche gegen den Erreger wirken, wird gestört.
  • Schützende Antikörper werden schneller abgebaut.
  • Nebenwirkungen nach der Impfung treten verstärkt auf.

Diese Auswirkungen treffen höchstwahrscheinlich auch auf die Impfung gegen das Corona-Virus zu.

Stress vermeiden und die Wirkung der Corona-Impfung verbessern

Um zu verhindern, dass die Wirksamkeit Ihrer Impfung negativ beeinflusst wird, reicht es schon aus, wenn sie kurz vor und nach der Impfung Stress vermeiden. Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass bereits eine kurzfristige Stressreduzierung positive Effekte haben kann. Um Stress abzubauen, kann es helfen, Sport zu treiben oder zu meditieren. Auch ausreichend Schlaf und eine ausgewogene, gesunde Ernährung kann sich zum Guten auswirken. Unter bestimmten Bedingungen sollten Sie nach der Impfung auch auf Saunagänge oder Sonnenbaden verzichten*. (cw) *Merkur.de und 24vita sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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