Herzklopfen und Brustschmerzen

Coronavirus: Herzschäden nach leichtem Covid-19 - Studie beunruhigt Mediziner

Ärztin untersucht Brust
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Manche Covid-19-Patienten klagen auch nach überstandener Infektion über Brustschmerzen.

Immer neue Studien zeigen auf, welche Folgen eine Coronavirus-Infektion für den Menschen haben kann. In Hinblick auf mögliche Langzeitschäden äußern sich Ärzte besorgt.

  • Selbst bei Patienten mit leichten Covid-19-Verläufen zeigen Untersuchungen, dass auch Monate nach dem Abklingen der Krankheit noch Beschwerden möglich sind.
  • So klagen einige Patienten nach überstandener leichter Krankheit Wochen danach noch über Luftnot, die durch Lungenschäden ausgelöst wird*. Ob diese langfristig abheilen werden, können Mediziner noch nicht mit Gewissheit sagen.
  • Eine neue Studie kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass auch das Herz selbst nach leichten Krankheitsverläufen langfristig Schaden nehmen kann.

Zu jung ist die Krankheit Covid-19, als dass man jetzt schon mit Sicherheit sagen könnte, welche Langzeitfolgen möglich sind. Doch erste Studienergebnisse zeichnen ein eher beunruhigendes Bild. So beobachten Mediziner bei einigen Patienten, die eine leichte Erkrankung überstanden haben, auch noch lange nach der Genesung Beschwerden wie Kurzatmigkeit. Bilder aus dem Computertomographen hatten auch bei jungen Patienten und Menschen mit leichten Symptomen mehr oder weniger starke Lungenschäden gezeigt - bei welchen noch nicht sicher ist, ob diese mit der Zeit abheilen werden.

Doch auch das Herz kann langfristig Schäden davontragen - so die Erkenntnis von Kardiologen der Universitätsklinik Frankfurt, die ihre Studienergebnisse im Fachblatt JAMA Cardiology veröffentlicht haben. Die Studienautoren hatten die Daten von 100 Covid-19-Patienten im Durchschnittsalter von 49 Jahren analysiert. Bei immerhin 78 Prozent der Teilnehmer fanden sich auch zwei bis drei Monate nach der Erkrankung weiterhin Auffälligkeiten in der Magnetresonanz-Untersuchung. 60 Prozent wiesen Zeichen auf, die für eine Entzündung des Herzmuskels sprechen, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete.

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Herzmuskel und Herzbeutel durch Covid-19 langfristig geschädigt?

Die Forscher konnten 71 Tage nach der Diagnose im Kernspin sowohl Narben als auch Ödeme im Herzmuskel und im Herzbeutel erkennen. 36 Prozent der Patienten klagten auch nach überstandener Infektion weiterhin über Kurzatmigkeit und Erschöpfung, manche hatten zudem Schmerzen in der Brust und Herzklopfen. „Besonders besorgniserregend ist, dass sich eine Infektion offenbar unabhängig von der Schwere, von bestehenden Vorerkrankungen und dem Verlauf der Akuterkrankung langfristig im Herzen manifestieren kann“, zitiert die SZ die Studienautoren. Die Mediziner erklären sich die Herzschäden durch eine Entzündungsreaktion, die die Coronavirus-Infektion im Körper hervorgerufen hat. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Was tun bei Panikattacken?

Bei immer wiederkehrenden Attacken kann nach Ausschluss körperlicher Ursachen eine psychologische Behandlung sinnvoll sein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Bei immer wiederkehrenden Attacken kann nach Ausschluss körperlicher Ursachen eine psychologische Behandlung sinnvoll sein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Regelmäßig für Entspannung zu sorgen kann gegen Panikattacken helfen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Regelmäßig für Entspannung zu sorgen kann gegen Panikattacken helfen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Zum Ausbruch kommen Panikattacken häufig in schwierigen Lebenssituationen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Zum Ausbruch kommen Panikattacken häufig in schwierigen Lebenssituationen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Wer Panikattacken in den Griff bekommen möchte, sollte Entspannungstechniken in seinen Alltag einbauen, Atemtechniken zum Beispiel. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer Panikattacken in den Griff bekommen möchte, sollte Entspannungstechniken in seinen Alltag einbauen, Atemtechniken zum Beispiel. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose
Prof. Manfred E. Beutel ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz. Foto: Peter Pulkowski/dpa-tmn
Prof. Manfred E. Beutel ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz. Foto: Peter Pulkowski/dpa-tmn © Peter Pulkowski

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