Tipps gegen den Jetlag

Diese gesundheitlichen Risiken birgt die Zeitumstellung für uns

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Ist die Zeitumstellung für Mensch und Tier wirklich so belastend?

Am 25. März 2018 ist Zeitumstellung, die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. So schön es ist, dass es eine Stunde länger hell bleibt, so schwer tun sich viele damit.

Die Zeitumstellung bringt gesundheitlichen Risiken: Probleme mit dem Schlaf, dem Wohlbefinden und der Gesundheit, ausgelöst durch die Uhrenumstellung, beeinflussen das tägliche Leben und mindern die Lebensqualität für viele.

Zeitumstellung: Macht sie noch Sinn?

Eine Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK zeigt, dass in der Zwischenzeit 74 Prozent der deutschen Bevölkerung die Zeitumstellung für überflüssig halten. Bei den Gegnern stehen vor allem Probleme mit dem Schlaf, dem Wohlbefinden und der Gesundheit allgemein an vorderster Stelle.

Internationale Studien zeigen des Weiteren, dass die medizinischen Risiken viele Jahrzehnte unterschätzt wurden. So steigt etwa das Herzinfarkt-Risiko in den ersten Tagen der Uhrenumstellung um 25 bis 30 Prozent.

Gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung

Vor allem im Hinblick auf die Gesundheit ist die Zeitumstellung sehr fragwürdig. Durch die Umstellung "verlieren" wir eine Stunde wertvollen Schlaf. So ist es abends zwar länger hell, jedoch auch morgens länger dunkel. Das kann – vor allem bei sensibleren Menschen – bereits dazu führen, dass die innere Uhr aus dem Takt gerät. Das natürliche Tages- bzw. Sonnenlicht gilt als Taktgeber für die innere Uhr. Der Wegfall einer Stunde kann zu Störungen der gewohnten Lebensrhythmen führen.

Denn die Umstellung stellt eine große Belastung für den Organismus dar. Der Körper folgt einem exakten Tag-Nacht-Rhythmus. Wird dieser nun gestört, kann dies unter anderem dazu führen, dass das Immunsystem aus der Bahn geworfen wird.

Lesen Sie hier: Zeitumstellung 2018 -wann werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt und was muss ich dazu wissen?

Zeitumstellung bringt Jetlag mit sich

Auch leiden viele Menschen unter einer Art Mini-Jetlag. Sie fühlen sich meist noch Tage danach müde und schlapp. Laut der DAK melden Ambulanzen während diesem Zeitraum einen Anstieg der Patienten mit Herzbeschwerden.

Kinder, ältere Menschen und Schichtarbeiter spüren die Auswirkungen der Zeitumstellung häufig am stärksten. Müdigkeit, Konzentrations- und Leistungsschwächen dominieren dabei den Alltag. Die Häufigkeit von Fehlern und Unfällen steigt an.

Neben den Menschen leiden auch die Tiere an der Zeitumstellung

Auch Tiere werden Opfer der Zeitumstellung. So geben etwa Kühe im Durchschnitt eine Woche nach der Umstellung weniger Milch. Laut dem ADAC steigt auch im Monat nach der Zeitumstellung die Häufigkeit der Verkehrsunfälle. Einerseits durch Müdigkeit, andrerseits durch einen Anstieg von Wildtieren am Morgen.

Lesen Sie hier: Wenn Schlafen zur Gefahr für Ihre Gesundheit wird.

Elf Tipps eines Schlafpsychologen - für einen guten Start in die Sommerzeit

Seit vielen Jahren plädiert der österreichische Schlafexperte Prof. Dr. med. h.c. Günther W. Amann-Jennson für die Abschaffung der Sommerzeit. Um die Folgen der Zeitumstellung einzudämmen, empfiehlt er, den Körper bereits ein paar Tage vorher auf die anstehende Umstellung vorzubereiten:

  1. Früher ins Bett gehen: Vor der Zeitumstellung jeden Tag etwas früher zu Bett gehen – eine Viertelstunde pro Tag reicht schon – und ungefähr gleich lange früher aufstehen.
  2. Länger schlafen: Wer kann, sollte am Tag nach der Zeitumstellung morgens einfach eine Stunde länger liegen bleiben und dann die erste Woche ruhig angehen lassen.
  3. Auf synthetische Schlafmittel verzichten: Alternativen sind zum Beispiel Schlaftees wie Baldrian, Hopfen oder Melisse oder ein Entspannungsbad. Ein Glas Milch mit Honig eignet sich auch gut als Einschlafhilfe.
  4. Koffeinhaltige und aufputschende Getränke am Abend sollten generell vermieden werden.
  5. Schweres Essen am Abend vermeiden: Insbesondere in den ersten Wochen der Zeitumstellung ist es am Abend ratsam auf schwere Mahlzeiten zu verzichten. Besser ist ein leichtes und möglichst zucker- und fettarmes, aber vitaminreiches Abendessen.
  6. Immunsystem stärken: Vitamine und frische Luft stärken das Immunsystem.
  7. Licht einschalten, Kreislauf ankurbeln: Licht gilt generell als Taktgeber für die innere Uhr. Zu dieser Jahreszeit ist es am Morgen noch recht dunkel. Deshalb überall Licht einschalten, eine Lichttherapielampe kann da sehr hilfreich sein. Nach dem Aufstehen können ein paar tiefe Atemzüge am offenen Fenster oder leichter Frühsport den Kreislauf ankurbeln. Ähnlich wirken auch heiß-kalte Wechselduschen. So erscheinen Langschläfer trotz Schlafmangels frisch und wach im Büro.
  8. Zur Ruhe kommen: Abends gilt jedoch, auf zu helles bzw. grelles Licht zu verzichten. Also auch auf zu langes Fernsehen. Der Blaulichtanteil entfaltet eine aktivierende Wirkung auf Körper und Geist.
  9. An die frische Luft gehen: Sobald Tages- und Sonnenlicht verfügbar sind, mindestens ein paar Minuten ins Freie. Auch die Mittagspause an der frischen Luft zu verbringen, ist eine hilfreiche Idee.
  10. . Erholungspausen einplanen: Wer mittags gerne einen Powernap hält, der sollte in der Umstellungsphase darauf verzichten. Besser mehr Pausen untertags einplanen.
  11. . Für gutes Schlafklima sorgen: Auch eine passende Matratze, ein trocken-warmes Bettklima sowie ein gesundes Schlafumfeld können Ihnen helfen, die Zeitumstellung gut zu meistern.

Auch interessant: Nie wieder Schlafstörungen - ein einfacher Trick hilft.

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Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixaba y
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay

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