Gefährlich oder harmlos?

Diese sieben Warnzeichen im Urin sollten Sie sofort stutzig machen

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Wenn sich der Urin ungewöhnlich verfärbt, sollten Sie besser schnell einen Arzt aufsuchen.

Ob rot, schaumig oder süßlich riechend: Kaum einer macht sich Gedanken über seinen Urin. Doch dieser kann ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt.

Wussten Sie, dass der Urin mehr über Ihren Körper und dessen Gesundheitszustand verrät als gedacht? Dass die Farbe oder die Konsistenz Auskunft darüber geben können, ob Sie medizinische Hilfe brauchen? Wenn nicht, erfahren Sie hier, auf was sie achten müssen und was es bedeutet, wenn der Urin trüb ist, komisch riecht oder ungewöhnlich aussieht.

Was die Veränderung des Urins über die eigene Gesundheit aussagt

Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch scheidet pro Tag etwa ein bis eineinhalb Liter Harn aus. Dieser besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Der Rest setzt sich aus Harnstoff, Harnsäure, Elektrolyte, Vitamine, Hormone sowie Farbstoffe und anderen Stoffwechselprodukten zusammen. Viele dieser können nicht richtig verwertet werden oder sind sogar schädlich - und verlassen so den Körper.

Doch wie sieht ein gesunder Harn aus? Optimal wäre, wenn er klar und hellgelb ist, raten Ärzte. Schließlich entscheidet auch die Trinkmenge über die Farbe des Urins. Je mehr man trinkt, desto verdünnter und heller ist der Harn. Wer allerdings auf Dauer dagegen einen dunklen Urin aufweist, sollte besser schnell einen Arzt aufsuchen.

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Farbe, Konsistenz oder Geruch des Urins: So deuten Sie Alarmsignale richtig 

Orange bis braun: Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass sie zu wenig getrunken haben. Doch wenn dies nicht der Fall sein sollte, wäre auch eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege möglich. Dann könnte der Grund eine vermehrte Ausscheidung des Gallenfarbstoffs Bilirubin sein, der den Urin so dunkel färbt. Aber auch, wer das Antibiotikum Nitrofurantoin zur Behandlung von Harnwegsinfekten zu sich nehmen muss, weist womöglich eine orange bis braune Verfärbung auf.

Braun bis schwarz: Wessen Urin sich plötzlich braun bis schwarz verfärbt, sollte erstmal Ruhe bewahren. Oftmals tritt dies bei der Einnahme von Medikamenten mit den Wirkstoffen L-Dopa oder alpha-Methyldopa auf. In seltenen Fällen kann es auch daran liegen, dass man an der Stoffwechselkrankheit Alkaptonurie oder an einer bestimmten Form von Hautkrebs erkrankt ist.

Intensiv gelb: Dies passiert, trotz ausreichender Trinkmenge, häufig bei Blaseninfektion oder Nierenproblemen.

Lesen Sie hier auch, warum es im Schwimmbad immer so eklig nach Chlor riecht.

Rot: Dabei handelt es sich oftmals um Blut im Urin. Aber auch nach einer Muskelschädigung – zum Beispiel nach einem Unfall oder extremen Training – kann das Muskelprotein Myoglobin den Urin rot färben. Weitere mögliche Ursachen wären:

  • Stoffwechselerkrankung Porphyrie
  • Einnahme des Antibiotikums Rifampicin
  • Genuss von großen Mengen an Roter Beete oder Brombeeren

Schaumig: Wenn der Urin schäumt, liegt es daran, dass sich wohl zu viel Eiweiß im Urin befindet. In vielen Fällen ist das allerdings harmlos: Besonders bei jungen Menschen kann die Ursache zu viel Stress oder Sport sein. Im schlimmsten Falle ist es allerdings ein Anzeichen dafür, dass eine Niere nicht mehr richtig funktioniert. Mögliche Gründe sind:

  • Nierentumore
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Trüber Urin: Wenn der Harn beim Wasserlassen Flocken wirft, sollten Sie besser sofort einen Arzt aufsuchen. Dann steckt wohl eine Harnwegsinfektion dahinter. Bakterien, Pilzerreger oder ähnliches befinden sich dann im Urin und trüben ihn. Manchmal deutet es auch darauf hin, dass eine Geschlechtskrankheit vorliegt.

Süßlicher Geruch: Hierbei wird zu viel Zucker über den Harn ausgeschieden – was bei Diabetikern auftritt. Zusätzlich befinden sich im Urin sogenannte Ketonkörper, die für den süßlich-fruchtigen Geruch verantwortlich sind. Wenn das bei Ihnen der Fall sein sollte, empfiehlt es sich ebenfalls, schnell einen Arzt aufzusuchen.

Erfahren Sie hier zudem, welche fünf Warnsignale auf gefährliche Krankheiten hindeuten.

jp

So wichtig sind Nieren: Das sollten Sie wissen

Unsere Nieren sind für uns lebenswichtige Organe: eine der Hauptfunktion der Nieren besteht darin, Abfälle aus dem Blut zu filtern.
Unsere Nieren sind für uns lebenswichtige Organe: eine der Hauptfunktion der Nieren besteht darin, Abfälle aus dem Blut zu filtern. © Bodmer
Grafik Körper
Jeden Tag fließen etwa 1500 Liter Blut durch unsere Nieren wo es wie durch Millionen von Mikrofiltern gereinigt wird. Diese Filter heißen Nephronen und sie sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop sichtbar sind. © Bayer AG
Urinprobe Nieren
Mit dem Urin muss der Körper Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff ausscheiden. Eine Urinprobe zeigt schnell, ob die Nieren noch gut funktioniert. © dpa
Waage
Die Ursachen für eine Erkrankung der Niere sind Diabetes, Bluthochdruck, zu hohe Blutfettwerte und Adipositas, also krankhaftes Übergewicht. © picture alliance / dpa
Blutdruck
Kranke Nieren sind sehr empfindlich auf auch nur wenig erhöhten Blutdruck. Eine strikte Senkung zu hohen Blutdrucks ist allerdings ein sehr guter Schutz. © picture-alliance/ dpa
Blutzucker
Zu hoher Blutzücker kann über längere Zeit den Nieren schaden. Die feinen Gefäße der sogenannten Nierenkörperchen (Glomerulus) können ihre Funktion verlieren.   © dpa-mm
Wasser trinken
Trinken: Nach Durst trinken! Manchmal kann nämlich zu viel Flüssigkeit sogar schädlich sein, so bei Herzschwäche oder Leberzirrhose. Eine durchschnittliche Trinkmenge von eineinhalb bis zwei Litern reicht daher völlig aus. © pic ture alliance / dpa
Obst
Bewegung und eine gute Ernährung ist gut für die Gefäße und die Nieren. © picture alliance / dpa
Transplantation einer Niere
Eine gute Lebensqualität erreichen die meisten Patienten nach der Transplantation einer Niere. Da ein Organ ausreicht, um die Filterfunktion voll zu erfüllen, kann diese von einem toten, aber auch von einem lebenden Spender kommen. Die Patienten müssen nach der Verpflanzung allerdings Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken und so verhindern, dass das Organ abgestoßen wird. © dpa-mm

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