Fettleber droht

Allgemeinmediziner warnt: Zu viel Obst kann ungesund sein

Smoothies sind eher eine Mahlzeit als ein Getränk - allerdings ohne Sättigungseffekt.
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Smoothies sind eher eine Mahlzeit als ein Getränk - allerdings ohne Sättigungseffekt.
Ab und zu dürfen Kinder an Quetschies nuckeln - ein dauerhafter Ersatz für reguläres Obst sind sie aber nicht.
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Ab und zu dürfen Kinder an Quetschies nuckeln - ein dauerhafter Ersatz für reguläres Obst sind sie aber nicht.
Manche Obstsorten enthalten deutlich mehr Zucker als andere - Weintrauben zum Beispiel. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
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Manche Obstsorten enthalten deutlich mehr Zucker als andere - Weintrauben zum Beispiel. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Zwei Portionen Obst sollten es pro Tag mindestens sein, sagen Experten. Übertreiben dürfen Verbraucher es mit Apfel und Co. allerdings auch nicht. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Zwei Portionen Obst sollten es pro Tag mindestens sein, sagen Experten. Übertreiben dürfen Verbraucher es mit Apfel und Co. allerdings auch nicht. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Die Banane gehört zu den Obstsorten mit dem höchsten Zuckergehalt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
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Die Banane gehört zu den Obstsorten mit dem höchsten Zuckergehalt. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
Carsten Lekutat: Ein Apfel macht gesund, drei Äpfel machen eine Fettleber. Becker Joest Volk Verlag 2019, 300 Seiten, 19,95 Euro. ISBN: 978-3954531721. Foto: Becker Joest Volk Verlag
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Carsten Lekutat: Ein Apfel macht gesund, drei Äpfel machen eine Fettleber. Becker Joest Volk Verlag 2019, 300 Seiten, 19,95 Euro. ISBN: 978-3954531721. Foto: Becker Joest Volk Verlag

Der Saft zum Frühstück, die Banane und der Smoothie als Snack: Wer sich so ernährt, isst und trinkt gesund - konsumiert aber viel Zucker. Wann ist es zu viel?

Ein Apfel ist gesund, klar. Und zwei Äpfel sind noch immer besser als jeder Schokoriegel. Drei vermutlich auch, oder? Was ist mit vier Äpfeln? Fünf? Zehn? Kann man zu viel Obst essen - ganz nach dem Klischee von der Dosis, die das Gift macht?

Sie können zu viel Obst essen

"Obst kann definitiv auch ungesund sein", sagt der Allgemeinmediziner und Autor Carsten Lekutat. Schließlich enthält Obst Fruchtzucker - darum schmeckt es so gut und süß. "Fruchtzucker ist am Ende auch Zucker, mit allen Problemen, die damit einhergehen", sagt Lekutat.

Fettleber durch Fruchtzucker

Sein aktuelles Buch heißt "Ein Apfel macht gesund, drei Äpfel machen eine Fettleber". Bei einer Verfettung der Leber, die teils schwere Folgeerkrankungen verursachen kann, denken die meisten wohl an zu viel Alkohol. Tatsächlich seien 20 bis 30 Prozent der Fälle aber nicht auf Schnaps und Bier zurückzuführen, schreibt Lekutat - sondern zum Beispiel auf zu viel Fruchtzucker.

Also nur noch Gemüse essen? Oder doch lieber Schokolade? Nein, sagt Lekutat. "In Deutschland ist das Problem eher, dass wir zu wenig Obst essen. Bei vielen meiner Patienten wäre ich froh, wenn sie mehr Obst essen würden", sagt er. Es kann sich allerdings trotzdem lohnen, über die Art des Obstkonsums nachzudenken - und über die Sorte.

Obstkonsum genauer betrachten - liebe Orange statt Banane

Denn Obst ist nicht gleich Obst, wenn es um den Zucker- und Energiegehalt geht. "Obstarten wie Bananen, Trauben, Äpfel oder Mirabellen haben einen hohen Zuckergehalt, Orangen oder Beerenfrüchte zum Beispiel haben da deutlich weniger", erklärt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Auch sie sagt: Obst ist gesund, aber zuckerreich - und deshalb mit Vorsicht zu genießen. So empfiehlt die DGE zwar, fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag zu essen. Gemüse habe dabei jedoch den Vorrang, so Gahl. Im Detail lautet die Empfehlung: Zwei Obst, drei Gemüse.

Interessant: Diese Früchte sollten Sie auf keinen Fall im Naturjoghurt essen

Vorsicht bei Smoothies und Quetschies

Ab und zu dürfen Kinder an Quetschies nuckeln - ein dauerhafter Ersatz für reguläres Obst sind sie aber nicht.

Entscheidend ist außerdem, wie man Apfel und Co. konsumiert. "Grundsätzlich ist reines Obst besser als verarbeitetes", sagt Lekutat. Bei Obstsaft etwa sei das Obst hochkonzentriert und der Zucker gehe schnell ins Blut. Den Orangensaft am Morgen hält Lekutat daher für keine gute Idee. Smoothies sehen viele Experten ebenso kritisch. "Wer sich die Zutaten von einem Smoothie mal hinlegt, würde diese Obstmenge vermutlich nicht in einer Mahlzeit essen. Aber als Flüssigkeit verzehrt, geht das ganz schnell", so Gahl.

So ist es auch bei den Quetschies, den bei Kleinkindern und ihren Eltern beliebten Tütensnacks. Hier sollten Eltern prüfen, ob die überhaupt nur Obst enthalten. Vor allem Quetschie-Milchprodukte aus dem Kühlregal haben oft einen relativ geringen Fruchtanteil, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Stattdessen mischen die Hersteller hier oft weiteren Zucker oder Aromastoffe bei.

Doch auch von reinen Obst-Quetschies raten die Verbraucherschützer eher ab - etwa wegen des schlechten Preis-Leistungs-Verhältnisses, weil Geruch, Hör- oder Tastsinn nicht angesprochen werden und die Dauernuckelei am Quetschie Karies verursachen kann.

Der Obstkonsum muss zum Lebensstil passen

Nie wieder Quetschies und kein Orangensaft zum Frühstück? Was darf man denn überhaupt noch? Hier geben die Experten Entwarnung - zu viel Strenge rund ums Essen und Trinken ist schließlich ebenso nicht gut. "Heutige Ernährungsratschläge sind selten individuell, müssten es aber sein - Menschen sind ja sehr unterschiedlich und auch sehr anpassungsfähig", sagt Lekutat.

Andersherum bedeutet das: Der Obstkonsum muss zum Lebensstil passen. Wer jeden Morgen Orangensaft will, sollte sich entsprechend mehr bewegen. Und wer seinen Kindern mit Quetschies keine schlechten Gewohnheiten antrainieren will, reicht sie nur ab und zu - und ansonsten vor allem unverarbeitetes Obst.

Lesen Sie auch: Forscher raten - Schmeißen Sie dieses Superfood von Ihrem Speiseplan

dpa

Mit diesen Lebensmitteln schlemmen Sie schlechte Laune ganz einfach weg

Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann zu Stimmungsschwankungen führen. Kaltwasserfische (bevorzugen Wassertemperaturen unter 20 Grad) wie Lachs, Thunfisch oder Sardinen bringen Sie wieder ins Gleichgewicht, verbessern die Laune und stillen Ihren Hunger.
Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann zu Stimmungsschwankungen führen. Kaltwasserfische (bevorzugen Wassertemperaturen unter 20 Grad) wie Lachs, Thunfisch oder Sardinen bringen Sie wieder ins Gleichgewicht, verbessern die Laune und stillen Ihren Hunger. © Pixabay
Sie essen keinen Fisch? Auch Nüsse sind eine tolle Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Mischen Sie Walnüsse, Pecan-Nüsse und Mandeln in Ihr morgendliches Müsli und schon steigt die Stimmung. Zwischendurch kann ein Nussriegel Wunder wirken.
Sie essen keinen Fisch? Auch Nüsse sind eine tolle Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Mischen Sie Walnüsse, Pecan-Nüsse und Mandeln in Ihr morgendliches Müsli und schon steigt die Stimmung. Zwischendurch kann ein Nussriegel Wunder wirken. © Pixabay
Folsäure kann den Serotonin-Spiegel im Gehirn erhöhen und damit Ihre Stimmung ausgleichen. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen kann ein Salat aus Spinat, großen Limabohnen und Wurzelgemüse Sie schnell wieder auf den Damm bringen.
Folsäure kann den Serotonin-Spiegel im Gehirn erhöhen und damit Ihre Stimmung ausgleichen. Wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen, kann Sie ein Salat aus Spinat, großen Limabohnen und Wurzelgemüse schnell wieder auf den Damm bringen. © Pixabay
Bessern Sie Ihre Selenaufnahme auf, in dem Sie mehr Vollkornprodukte zu sich nehmen. Ein Mangel an Selen kann Sie nämlich ängstlich, reizbar, feindselig und deprimiert machen. Gönnen Sie sich also Vollkornbrot oder Müsli, um Ihren Tag auf dem richtigen Fuß zu beginnen.
Bessern Sie Ihre Selenaufnahme auf, in dem Sie mehr Vollkornprodukte zu sich nehmen. Ein Mangel an Selen kann Sie nämlich ängstlich, reizbar, feindselig und deprimiert machen. Gönnen Sie sich also Vollkornbrot oder Müsli, um Ihren Tag auf dem richtigen Fuß zu beginnen. © Pixabay
Haferflocken, Bananen, Datteln und fettarme Milchprodukte steigern die Stimmung. In diesen proteinreichen Lebensmitteln ist reichlich Tryptophan. Diese Aminosäure reguliert die Stimmung, wird aber von unserem Körper nicht selbst hergestellt. Ein Mangel kann zu Aggressionen führen.
Haferflocken, Bananen, Datteln und fettarme Milchprodukte steigern die Stimmung. In diesen proteinreichen Lebensmitteln ist reichlich Tryptophan. Diese Aminosäure reguliert die Stimmung, wird aber von unserem Körper nicht selbst hergestellt. Ein Mangel kann zu Aggressionen führen. © Pixabay
Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels verderben uns die Stimmung und machen uns gereizt und launisch. Setzen Sie auf frisches Obst und Gemüse statt auf zuckerhaltige Snacks.
Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels verderben uns die Stimmung und machen uns gereizt und launisch. Setzen Sie auf frisches Obst und Gemüse statt auf zuckerhaltige Snacks. © Pixabay
Ballaststoffreiche Lebensmittel verringern die Aufnahme von Zucker im Blut und gleichen damit Stimmungsschwankungen aus. Greifen Sie zu Gerste, Äpfeln, Orangen, Süßkartoffeln, Karotten und Bohnen.
Ballaststoffreiche Lebensmittel verringern die Aufnahme von Zucker im Blut und gleichen damit Stimmungsschwankungen aus. Greifen Sie zu Gerste, Äpfeln, Orangen, Süßkartoffeln, Karotten und Bohnen. © Pixabay
Kürbiskerne stecken voller Tryptophan und Zink und wirken sich deshalb beruhigend auf Ihre Stimmung auf. Sie sind also ein toller Snack, wenn Ihnen mal wieder alles zu viel wird.
Kürbiskerne stecken voller Tryptophan und Zink und wirken sich deshalb beruhigend auf Ihre Stimmung auf. Sie sind also ein toller Snack, wenn Ihnen mal wieder alles zu viel wird. © Pixabay
Es ist eine gute Idee, den Tag mit einem Omelett zu beginnen. Eier enthalten viele Aminosäuren, die der Körper zum Beispiel zur Produktion von Serotonin benötigt. Außerdem verhindern sie starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels.
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Ein Mangel an Vitamin C wird mit Nervosität und Ängstlichkeit in Verbindung gebracht. Essen Sie viele Orangen, Paprika, Kartoffeln, Brokkoli und Co, um vorzubeugen.
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