Schützt vor Infekten

So wichtig ist Vitamin D im Winter

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Im Winter bildet der Körper in unserer Haut kein Vitamin D. Die UVB-Strahlung des Sonnenlicht ist zu gering.

Im Winter bildet der Körper in unserer Haut kein Vitamin D. Die UVB-Strahlung des Sonnenlichts ist zu gering. Doch Vitamin D ist für die Knochen wichtig. Schützt es auch vor Atemwegsinfektionen?

Vitamin D verhindert Atemwegsinfektionen, berichten Forscher der Queen Mary University in London. 

Die tägliche oder wöchentliche Gabe von Vitamin D hat demnach einen positiven Effekt auf das Immunsystem und würde so schützen.

Die Wissenschaftler haben im Rahmen ihrer Meta-Studie 25 Studien mit Daten von über 11.000 Studienteilnehmern ausgewertet.

Vitamin D - Funktion im Körper

Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen Vitamin D. Es ist für den Knochenaufbau entscheidend, da es die Aufnahme von Calcium fördert und die Knochen härtet. Außerdem unterstützt es das Immunsystem.

Osteoporose bei Vitamin D Mangel

Bei Babys und Kleinkindern kann ein Vitamin D-Mangel, die Knochen verformen und zur sogenannten Rachitis führen. Bei Erwachsenen führt ein Vitamin D-Mangel zu Knochenabbau und erhöht das Knochenbruchrisiko. Besonders im höheren Alter kann ein Vitamin D-Mangel zu Osteoporose beitragen.

Vitamin D und Sonnenlicht

Damit unser Körper in der Haut Vitamin D herstellt, braucht er Sonnenlicht, insbesondere UVB-Strahlung. 

Von März bis Oktober ist die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden ausreichend, um genug Vitamin D zu bilden. Dafür müssen sich Erwachsene je nach Jahreszeit cirka fünf bis 25 Minuten pro Tag mit unbedecktem Gesicht, Händen, Armen und Beinen in der Sonne aufhalten. 
Wer sich im Sommer viel mit unbedeckte Haut im Freien bewegt, kann, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), sogar einen Vitamin-D-Speicher für die Wintermonate anlegen. Denn im Winter ist die UVB-Strahlung der Sonne hierzulande nämlich nicht ausreichend.

Übrigens ist in Solarien die für die Vitamin D-Bildung notwendige UVB-Strahlung gar nicht oder nur zu einem geringen Anteil enthalten. Auch Sonnencreme (Schutzfaktor 6) reduziert die hauteigene Vitamin D-Produktion deutlich.

Vitamin D durch Nahrung

In den dunklen Wintermonaten kann Vitamin D aber auch durch das Essen aufgenommen werden. Fettige Fische, wie Lachs und Hering sind reich an Vitamin D.   

Vitamin D - diese Nahrungsmittel haben viel davon

  • Pilze
  • Avocado
  • Eier
  • Milch
  • Seefisch

Vitamin D-Präparate

Wer im Sommer kaum an die Sonne kommt, sollte gegebenenfalls Vitamin-D Präperate schlucken.

Als Schätzwert für eine angemessene Zufuhr gibt die DGE für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag an. Dieser Wert gilt bei fehlender körpereigener Bildung.

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.
Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann. © dapd/dpa
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel. © dpa
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken. © dpa
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen. © TKK
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger. © obs /Tempo
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen.
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen. © dpa
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann. © dpa
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza).
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza). © dpa
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden.
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden. © dpa

ml

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