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Hilfreiche Notfalltipps, wenn Ihr Kind wegläuft oder sich verirrt

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Ihr Kind läuft weg oder verirrt sich – für Eltern ein Horrorszenario. Wenn es doch passiert, sollten Sie wichtige und hilfreiche Tipps kennen.

Eltern sind mit ihrem Kind unterwegs und plötzlich ist es weg – wie, weg? Das gibt es doch nicht?! Schnell kann in dieser Situation Panik aufkommen. Dabei ist es gerade im Ernstfall wichtig zu versuchen, ruhig zu bleiben. Damit dies Eltern und letztlich auch dem betroffenen Kind besser gelingt, sollte so früh wie möglich ein derartiger Notfallmoment besprochen und die besten Verhaltensweisen im Vorfeld geprobt werden. Prägen Sie sich folgende Maßnahmen gut ein und vermitteln Sie diese auch Ihrem Kind, sollte sich dieses unerwarteterweise verlaufen.

Erziehung: Kind läuft weg oder verirrt sich – Tipps für den Notfall kennen

Kind, das sich verlaufen hat, alleine in der Fußgängerzone.
Damit sich Ihr Kind nicht verläuft, sollten Sie im Vorfeld einen Notfallplan üben. (Symbolbild) © Hans Mitterer/Imago

Es kann im Grunde überall und selbst den wachsamsten Helikopter-Eltern passieren: Stand Ihr Kind in dem einen Moment auf dem Spielplatz, im Zoo, beim Einkaufsbummel in der Stadt oder im Supermarkt noch neben Ihnen, so ist es im nächsten Moment der Ablenkung nicht mehr gesehen. Jetzt heißt es trotz der Aufregung erstmal Ruhe bewahren und am Ort des Geschehens Ihr Kind suchen und dessen Namen laut rufen. Taucht es innerhalb von fünf bis fünfzehn Minuten der Suche nicht auf und bringt auch das Befragen von Passanten keinen Erfolg, rufen Sie die Polizei.

Für einen derartigen Ernstfall sollten nicht nur die Rasenmäher-Eltern das Selbstbewusstsein und die Selbständigkeit ihres Kindes mehr fördern. So erhöht sich die Chance, dass sich das eigene Kind trotz Angst im besten Fall möglichst souverän zu verhalten weiß. Um derartige Schockmomente besser bewältigen zu können, hilft es, einen grundsätzlichen Notfallplan zu kennen und mit Ihrem Kind zu üben, wie es das Online-Portal Verywell Family zusammenfasst. Ihr Kind muss wissen, dass Sie immer und auf jeden Fall nach ihm suchen werden – sagen Sie dies unbedingt im Vorfeld. Das erhöht das kindliche Sicherheitsempfinden und reduziert möglicherweise die Angst.

Kind läuft weg oder verirrt sich – Diese fünf Tipps für den Notfall beachten

Sagen Sie Ihrem Kind, es soll an Ort und Stelle stehen bleiben

Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es wichtig ist, trotz Angst und Panik an dem Platz stehenzubleiben, wo es Sie zuletzt gesehen hat. Das erhöht die Chance, dass sie sich gegenseitig wiederfinden.

Sagen Sie Ihrem Kind, es soll rufen und hinhören!

Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie im Notfall seines Verschwindens nach ihm rufen werden. Betonen Sie gleichzeitig, dass es wichtig ist, dass auch Ihr Kind nach Ihnen laut ruft. Doch nicht etwa „Mama!“, wie es viele andere Kinder auch tun – sondern es soll Ihren Vornamen und bestenfalls noch Nachnamen auswendig kennen und herausschreien.

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Machen Sie mit Ihrem Kind einen Treffpunkt zu Beginn des Ausflugs oder des Einkaufen-Gehens aus

Bevor Sie mit Ihrem Kind in einer möglicherweise größeren Menschenmenge unterwegs sind, machen Sie einen gemeinsamen Treffpunkt aus, sollten Sie sich gegenseitig aus den Augen verlieren. Dies kann ein Schild, ein bestimmtes Geschäft oder einfach der Bereich der Kasse bzw. das Kassenpersonal sein. Hauptsache es ist ein Ort, den Sie sich im Notfall beide gut einprägen und den Sie und Ihr Kind auch durch Erklären gegenüber anderen Menschen gut beschreiben können.

Versehen Sie Ihr Kind mit dem Namen und der Telefonnummer der Mutter oder des Vaters

Es empfiehlt sich, die Kleidung Ihres Kindes im Inneren mit seinem und Ihrem Namensschild sowie Telefonnummer zu versehen. Muss es mal schnell gehen, schreiben Sie beides einfach mit einem Kugelschreiber auf den Arm Ihres Kindes – Sicherheit steht dann erstmal über möglichen hygienischen Bedenken.

Machen Sie ein aktuelles Foto Ihres Kindes

Auch wenn es zunächst seltsam klingt: Machen Sie bei gemeinsamen Unternehmungen immer vorher ein aktuelles Foto Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes und führen es bei sich – im Zeitalter der mobilen Telefone mit integrierter Digital-Kamera keine Schwierigkeit mehr. Das erleichtert die Suche Ihres Kindes und kann im Ernstfall Schlimmeres verhindern.

Kind hat sich verlaufen: Wie auf fremde Menschen reagieren?

Geht das eigene Kind verloren, ist die Angst besonders groß, es könnte von Fremden, die es nicht gut meinen, in ein Gespräch verwickelt werden. In jedem Fall sollte Ihr Kind wissen, dass es Menschen, die es nicht kennt, gegenüber zunächst immer zurückhaltend und skeptisch sein sollte. Nie darf es mit Fremden einfach mitgehen. Hat ihr Kind kein gutes Gefühl – und auf das intuitive Gefühl können sich bereits Kinder gut verlassen – sollte es sich zielstrebig abwenden, am besten in Richtung des ausgemachten Treffpunkts, und möglichst noch laut auf sich aufmerksam machen – dieses Verhalten und Vorgehen sollte die gewählte Taktik Ihres Kindes sein, wenn es sich verläuft.

Dass der Sohn oder die Tochter verloren geht, ließe sich möglicherweise durch gegenseitiges Handhalten oder Festhalten in der Öffentlichkeit vermeiden – oder etwa gar mittels Anleinen des eigenen Kindes, wie es ein Vater aus Amerika zu tun pflegt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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