Gefährliche Infektion

Frau kämpft nach Blasenentzündung um ihr Leben - dieser verstörende Grund steckt dahinter

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Sepsis - auch als Blutvergiftung bezeichnet - kann zum Tod führen. Der Auslöser ist oft eine harmlose Infektion.

Sie fühlte sich müde und kaputt: Liz Bennett dachte zuerst an eine harmlose Virusinfektion - doch Ärzte schlugen Alarm. Hilfe kam gerade noch rechtzeitig.

Liz Bennett genoss ihren Urlaub in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur. Doch plötzlich fühlte sie sich unwohl und kränklich, musste häufig auf die Toilette. Auf dem 14-stündigen Rückflug in ihre Heimat Großbritannien fing die 55-Jährige plötzlich an, unkontrolliert zu zittern. Das war erst der Anfang.

Harnwegsinfektion hat schlimme Folgen: Bennett überlebte knapp

Bennetts Zustand verschlechterte sich schnell: Zurück in England, schlief sie nur noch und konnte nichts mehr essen und trinken. Als ehemalige Mitarbeiterin im Gesundheitswesen dachte sie zuerst an eine Harnwegsinfektion und ging zum Arzt. Der schickte sie mit Antibiotika wieder nach Hause.

Doch dann spitzte sich die Situation zu: Bennett brach zusammen, konnte nicht mehr richtig atmen und war desorientiert. Gegenüber dem britischen News-Portal Mirror erinnerte sie sich: "Ich dachte, ich würde sterben". Im Krankenhaus wurde Bennett sofort behandelt. Die Diagnose der Ärzte: Eine Harnwegsinfektion hatte eine Blutvergiftung (Sepsis) zur Folge gehabt.

Infektion mit gefährlichen E. coli Bakterien

Die Ärzte verabreichten ihr sofort Breitband-Antibiotika und Infusionen. Zwei Wochen musste die 55-Jährige im Krankenhaus bleiben, bis sie entlassen wurde. Heute - rund zwei Jahre nach dem Vorfall - setzt sich Bennett als freiwilliges Mitglied des UK Sepsis Trust für mehr Aufklärung über Sepsis ein:

Bei Liz Bennett war es eine Infektion mit Escherichia coli Bakterien, die zur Sepsis geführt hatte. Und sie hatte Glück: Die behandelnden Ärzte hatten ihr gesagt, dass sie dem Sterben sehr nahe gewesen war.

Was ist eine Sepsis?

Sepsis (umgangssprachlich auch Blutvergiftung) ist ein lebensgefährlicher Zustand, wie die Universitätsklinik Jena erklärt. Es kommt zur Sepsis, wenn der Körper wegen einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen das eigene Gewebe oder sogar Organe schädigt. Folge können Schock, multiples Organversagen und sogar der Tod sein. Sepsis ist weltweit die führende infektionsbedingte Todesursache, wie das Uniklinikum Jena meldet.

In Deutschland kommt es jährlich zu rund 280.000 neuen Sepsis-Fällen. Dabei können ganz banale Dinge wie eine kleine Wunde eine Sepsis zur Folge haben. Auch Operationswunden und Harnwegsinfektionen zählen zu den möglichen Auslösern. "Normalerweise bekämpft unser Immunsystem eine Infektion, aber manchmal greift es die körpereigenen Gewebe und Organe an, was zu Organversagen und zum Tod führen kann", sagt Dr. Ron Daniels, Berater im Bereich der Intensivmedizin am Good Hope Hospital in Birmingham, dem Mirror: "Sepsis kann tödlich sein, ist aber mit Antibiotika heilbar. Je früher die Symptome erkannt werden, desto größer sind die Überlebenschancen".

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Folgende Symptome können auf eine Sepsis hinweisen

  • Übelkeit
  • hohes Fieber (über 38 Grad Celsius), oft in Verbindung mit Schüttelfrost
  • sehr niedrige Körpertemperatur (unter 36 Grad Celsius)
  • Zittern
  • Verwirrtheit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • schnelle Atmung
  • schneller Herzschlag und beschleunigter Puls
  • fehlendes Wasserlassen
  • Flecken auf der Haut

Generell kann jeder nach einer Infektion oder Verletzung eine Sepsis entwickeln. Am meisten gefährdet sind jedoch Babys und ältere Menschen, Menschen mit chronischen und schweren Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs und Menschen mit schlechtem Immunsystem.

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jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

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HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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