Neue Studie

Ist es gefährlich, wenn ich mit den Fingern knacke?

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Für manche ist das knackende Geräusch entspannend, für andere klingt es schmerzhaft.

Manchen lässt es das Blut in den Adern gefrieren, andere wiederum tun es gerne: das Finger-Knacken. Doch warum entsteht es – und drohen gesundheitliche Folgen?

Wer es zum ersten Mal laut knacken hört, zuckt oftmals zusammen – und dreht sich meist erschrocken nach dem Übeltäter um. Erst dann wird einem bewusst, dass es vielleicht gerade der Bürokollege oder jemand hinter einem im Bus war. Dieser hat seine Finger so fest auseinandergezogen, dass ein deutlich hörbares Geräusch zu hören war. Viele sind dann erstmal verwundert und fragen sich: Woher stammt es? Und noch viel wichtiger: Tut das denn nicht weh?

Finger-Knacken: Kanadische Studie will der Ursache auf den Grund gehen

Wissenschaftler der University of Alberta im kanadischen Edmonton wollten dieser Frage nun nachgehen – und haben dazu eine Studie durchgeführt. Dabei untersuchte das Team um Greg Kawchuk die Fingergrundgelenke des Studienkollegen Jerome Fryer, isoliert in einem speziellen Kernspintomographen. Dabei fanden sie heraus, dass das Knacken durch die Bildung eines Hohlraums im Gelenk entsteht, während man die Finger auseinanderzieht.

Dazu wurde der Finger in einer Art Röhre geführt, welche am anderen Ende mit einem Kabel verbunden war. Anschließend zogen die Forscher so lange an dem Kabel, bis Fryers Finger knackten. So folgerten sie daraus, dass im Gelenk wohl eine sogenannte "Tribonucleation" stattgefunden haben muss: "Es ist ein bisschen so, als ob ein Vakuum gebildet wird", erklärt es Studienleiter Kawchuk. "Wenn sich die Gelenk-Oberflächen plötzlich trennen, ist keine Flüssigkeit mehr vorhanden, die das zunehmende Gelenk-Volumen füllen kann. So bildet sich ein Hohlraum."

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Keine stichfesten Beweise für dauerhafte Schäden an den Gelenken

Aber konnten die kanadischen Wissenschaftler beweisen, dass das Finger-Knacken womöglich böse Folgen für die Gelenke hat? Die Antwortet lautet: nein. Da der Versuch jedoch nur an einem Probanden durchgeführt wurde, gilt die Studie als wenig repräsentativ. Ihre Ergebnisse haben sie nun im Fachjournal PLOS ONE vorgestellt. Bis dato gibt es keine handfesten Beweise, ob das Knacken langfristig gesundheitliche Schäden verursacht.  

Lesen Sie hier weitere Alltagsfragen, zum Beispiel, warum Sie niemals Ihre Zahnbürste vorm Putzen nass machen sollten. Und hier, wie oft der Toilettengang noch normal ist.

jp

Seltene Krankheit: Mit Kollagenosen leben lernen

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, glaubt in der Regel, es für immer behalten zu wollen. Überlegt man es sich anders, ist es nicht so einfach, die Farbe in der Haut wieder loszuwerden. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn
Wer sich ein Tattoo stechen lässt, glaubt in der Regel, es für immer behalten zu wollen. Überlegt man es sich anders, ist es nicht so einfach, die Farbe in der Haut wieder loszuwerden. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn © Jörg Donecker
Prof. Dr. med. Christian Raulin entfernt mittels Laser ein Tattoo auf dem Fußrücken. Um eine solche Körperbemalung wieder wegzubekommen, sind in der Regel mehrere Sitzungen notwendig. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn
Prof. Dr. med. Christian Raulin entfernt mittels Laser ein Tattoo auf dem Fußrücken. Um eine solche Körperbemalung wieder wegzubekommen, sind in der Regel mehrere Sitzungen notwendig. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn © Jörg Donecker
Mit einem Laser lassen sich Tätowierungen heute entfernen. Wie gut das gelingt, hängt auch von der Farbe des Tattoos ab. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn
Mit einem Laser lassen sich Tätowierungen heute entfernen. Wie gut das gelingt, hängt auch von der Farbe des Tattoos ab. Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn © Jörg Donecker
Prof. Dr. med. Christian Raulin ist Facharzt für Dermatologie in Karlsruhe und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn
Prof. Dr. med. Christian Raulin ist Facharzt für Dermatologie in Karlsruhe und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD). Foto: Jörg Donecker/dpa-tmn © Jörg Donecker
Christiane Manthey arbeitet bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Foto: Wolfram Scheible/Verbraucherzentrale Baden-Württemberg/dpa-tmn
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