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Mit diesen vier vermeintlichen Helfern machen Sie eine Erkältung nur noch schlimmer

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Was Sie bei einer Erkältung besser nicht tun sollten.

Manche Hausmittel sind nicht für jeden geeignet - sie können eine Erkältung sogar in die Länge ziehen. Welche Angewohnheiten Sie besser ablegen sollten.

Jeder hat sein Geheimrezept, um eine Erkältung schnell hinter sich zu bringen - oder zumindest, Symptome wie Hals- und Kopfschmerzen sowie Schnupfen erträglicher zu machen. Doch nicht alle Tipps und Tricks gegen eine Erkältung sind auch hilfreich.

Erkältung: Mit diesen "Helfern" machen Sie alles nur schlimmer

Manche Verhaltensweisen ziehen eine Erkältung sogar in die Länge, wie das News-Portal Focus berichtete. Da wäre etwa das berühmt-berüchtigte "Erkältung ausschwitzen" - ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Vier "Erkältungs-Helfer" - die gar keine sind - im Überblick:

1. Erkältung einfach ausschwitzen

Sich mit Wärmflasche und einem warmen Schal ins Bett verkriechen: Eine gute Idee bei einer Erkältung. Ein Besuch in der Sauna dagegen belastet den ohnehin geschwächten Kreislauf immens. Die heiße Luft begünstigt außerdem, dass sich Keime besser vermehren können - also besser nicht in die Sauna gehen, wenn Sie erkältet sind.

2. Heißer Grog gegen die Erkältung

Es gibt einige, die auf Alkohol bei Erkältung schwören - doch Ärzte warnen: Alkohol schwächt ein ohnehin angeschlagenes Immunsystem zusätzlich und entzieht dem Körper Flüssigkeit, die er aber braucht, um eine Erkältung zu bekämpfen. Auch warmes Bier - ein vor allem in Bayern beliebtes "Gesundheits-Rezept" - hilft nicht bei Erkältung. Anders alkoholfreies Bier: die Inhaltsstoffe des enthaltenen Hopfens wirken schlaffördernd - und guter Schlaf ist eines der wichtigsten Heilmittel bei Erkältung.

Wie häufig sind Sie erkältet?

3. Warme Milch mit Honig bei Husten

Oft geht eine Erkältung mit Husten einher. Dann ist das Hausmittel "warme Milch mit Honig" wenig hilfreich: Der vermeintliche Schlummertrunk regt die Schleimbildung im Rachen an, was den Husten noch mehr fördert. Trinken Sie besser Anis- oder Thymian-Tee bei Husten.

Reizhusten? Aus diesem Grund wirkt Schokolade besser als Hustensaft.

4. Antibiotika

Antibiotika wirken nur, wenn man sich eine bakterielle Infektion eingefangen hat. Bei einer Erkältung handelt es sich aber in den allermeisten Fällen um eine Virus-Infektion - hier bringen Antibiotika nichts und schaden sogar. Denn je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto größer das Risiko, dass Bakterien Resistenzen gegen das Mittel entwickeln.

Welche Mittel Sie dagegen schnell von der Erkältung befreien, lesen Sie hier: Die nächste Erkältungswelle rollt an - Hausmittel & Medikamente, die Sie schnell wieder fit machen.

Mehr zum Thema: Erkältung - kann ich mich durch Küssen anstecken?

Weiterlesen: Antibiotika-Resistenzen - Tote in Europa, weil Gegenmittel für MRSA & Co. fehlen - so schützen Sie sich.

jg

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.    © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.  © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.  © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.  © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.   © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. 
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.   © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.  © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.  © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.  © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.  © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.  © dpa

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