Therapie kann helfen

Narzisstische Störungen können Depression nach sich ziehen

+
Wer sich häufig selbst überhöht, leidet später möglicherweise an einer Depression. Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Mit übersteigerter Selbstliebe lässt sich Narzissmus am besten beschreiben. Jedoch können dauerhafte narzisstische Züge zu einer Depression führen. Dann hilft meist nur noch eine direkte Konfrontation mit der Erkrankung.

Krefeld (dpa/tmn) - Bei Menschen mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen können Folgeerkrankungen wie Depressionen oder Suchterkrankungen auftreten. Meist suchen sich Betroffene erst dann Hilfe, erklärt der Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP).

Dabei kann eine Therapie Betroffenen helfen, sich selbst besser einzuschätzen und mit Frust anders umzugehen. Narzisstische Persönlichkeiten gehen in der Regel auf ein brüchiges Selbstwertgefühl zurück. Betroffene versuchen, dieses zu kompensieren, indem sie sich selbst überhöhen und andere herabwürdigen.

Häufig fantasieren sie von Macht und Erfolg und überschätzen ihre Fähigkeiten. Werden sie dann in ihre Schranken gewiesen, geraten sie in existenzielle Krisen. Allerdings gehört zu der Störung, dass Betroffene ein sehr geringes Krankheitsbewusstsein haben.

Die Konfrontation mit ihrer Erkrankung im Rahmen einer Psychotherapie kann hilfreich sein, weil der Betroffene dann besser versteht, warum er so handelt. Gemeinsam mit dem Therapeuten kann er lernen, mit der Kritik anderer umzugehen.

Psychiater im Netz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Arzt sieht Frau in TV-Show - und entdeckt Seltsames an ihrem Hals
Arzt sieht Frau in TV-Show - und entdeckt Seltsames an ihrem Hals
Nach OP: Frau kann nur noch dieses eine Wort sprechen
Nach OP: Frau kann nur noch dieses eine Wort sprechen
Vorsicht beim WM-Grillen: Campylobacter gefährdet Kinder und Erwachsene
Vorsicht beim WM-Grillen: Campylobacter gefährdet Kinder und Erwachsene
Zecken-Impfung: So erkennen Sie sofort, ob Sie allergisch reagieren
Zecken-Impfung: So erkennen Sie sofort, ob Sie allergisch reagieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.