Wie in "Star Trek"

Neue Studie enthüllt: Das passiert mit uns, wenn wir sterben

Ein Berliner Neurologe sorgt mit einer neuen Studie für Aufsehen. Darin erklärt er, was passiert, wenn wir sterben. Und eine Serie habe das schon lange vorhergesagt.

Es ist selten der Fall, dass eine fiktive Serie die Realität so sehr wiedergibt, wie es im Falle der Sterbeforschung nun geschieht. Die Wissenschaftler: der Berliner Neurologe Jens Dreier und sein US-amerikanischer Kollege Jed Hartings aus Cincinnati. Letzterer ist auf eine alte "Star Trek"-Folge aus den 80er-Jahren gestoßen, die nicht treffender die heutigen Forschungsergebnisse beschreiben könnte.

Wie im Film: Studie will enthüllt haben, was mit unserem Gehirn passiert, wenn wir sterben

Dreier, der in der Alten Nervenklinik am Centrum für Schlaganfallforschung der Berliner Charité sitzt, konnte kaum glauben, was er in der Episode mit dem Titel "Die schwarze Seele" sah: Ein Crewmitglied der Raumschiff Enterprise wird angegriffen und tödlich verletzt. Was dann passiert, ist haargenau das, was seine Forschung nun auch ergeben hat. Nur 30 Jahre später …

Schließlich wird bei dem Besatzungsmitglied keinerlei Hirnaktivität mehr gemessen, außerdem "bricht ihr synaptisches Netzwerk zusammen", so die Ärzte in der Serie. Gegenüber der Bild am Sonntag nickt der Neurologe nur: "Das ist tatsächlich ein Prozess, den wir messen können. Ausgelöst durch den Sauerstoffmangel bricht etwa 30 Sekunden nach dem Herzstillstand die normale Kommunikation zwischen den Nervenzellen vollständig zusammen. Das zeigt sich im EEG in einer Null-Linie. Im Prinzip bleiben die Nervenzellen aber trotzdem noch aktivierbar."

Auch interessant: Dieser Mann verzichtet auf ein Lebensmittel - und will so alle überleben.

"Hirn-Tsunami": Wenn sich die Neuronen entladen, ist schnelles Handeln geboten

Doch auch das hat nach etwa drei Minuten ein Ende – dann entladen sich die Neuronen unter dem Druck angeblich in einer starken elektrischen Welle, die über das gesamte Gehirn hinwegrollt. Dieser Vorgang wird auch als "Spreading Depolarization", zu deutsch auch als "Hirn-Tsunami" bezeichnet.

Nun wird es kritisch: Wenn es den Ärzten nicht gelingt, den Patienten schnell wiederzubeleben, sterben die Nervenzellen ab. Doch soweit ist die Sterbeforschung noch nicht – es gibt einfach noch keine Medikamente oder dergleichen dagegen. "Eine Behandlung zu finden, die die Welle blockiert oder unterbricht ist unser langfristiges Forschungsziel. Wir sind davon noch weit entfernt, aber ich hoffe, wir müssen nicht bis zum 24. Jahrhundert warten. Die Chance, etwas zu finden, steigt mit der Zunahme unserer Erkenntnis."

Allerdings: Auch das Crewmitglied auf der Raumschiff Enterprise hat den Angriff letztlich nicht überlebt – trotz elektrischer Stimulation und einer fiktiven Arznei namens "Norep".

Hier sehen Sie nochmal den Ausschnitt der "Star Trek"-Episode, auf die sich die Studie bezieht:

Lesen Sie hier zudem, was eine andere Studie darüber herausgefunden hat, was wir erleben, wenn wir bereits tot sind.

jp

Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Doch auch andere Körperregionen wie Arme und Oberbauch können betroffen sein. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer.
Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Doch auch andere Körperregionen wie Arme und Oberbauch können betroffen sein. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer. © dpa
Zu den starken Schmerzen kommt häufig noch ein heftiger Druck oder ein sehr starkes Engegefühl im Brust- und Herzbereich hinzu. Viele Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird und ihnen ein Elefant auf der Brust steht.
Zu den starken Schmerzen kommt häufig noch ein heftiger Druck oder ein sehr starkes Engegefühl im Brust- und Herzbereich hinzu. Viele Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird und ihnen ein Elefant auf der Brust steht. © pixabay
Neben den stechenden Schmerzen und der Brustenge verspüren manche Betroffene ein stark brennendes Gefühl, das nicht aufhören will.
Neben den stechenden Schmerzen und der Brustenge verspüren manche Betroffene ein stark brennendes Gefühl, das nicht aufhören will. © pixabay
Auch wenn es erst auf etwas anderes hindeuten kann: Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls darauf hindeuten, dass Sie gerade einen Herzinfarkt erleiden. Die sogenannten "unspezifischen" Anzeichen treten bei Frauen sogar häufiger auf als bei Männern. Die Deutsche Herzstiftung rät, immer dann den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten.
Auch wenn es erst auf etwas anderes hindeuten kann: Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls darauf hindeuten, dass Sie gerade einen Herzinfarkt erleiden. Die sogenannten "unspezifischen" Anzeichen treten bei Frauen sogar häufiger auf als bei Männern. Die Deutsche Herzstiftung rät, immer dann den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. © Instagram/wiek
Einen Herzinfarkt kann man jemandem sogar im wahrsten Sinne des Wortes ansehen: Meist werden Betroffene vor Schmerz und Angst ganz fahl und totenblass im Gesicht und bekommen zudem Angstschweiß.
Einen Herzinfarkt kann man jemandem sogar im wahrsten Sinne des Wortes ansehen: Meist werden Betroffene vor Schmerz und Angst ganz fahl und totenblass im Gesicht und bekommen zudem Angstschweiß. © pixabay

Rubriklistenbild: © Youtube/TheWhatsit2you (Screenshot)

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