Bahnbrechend

Neue Wunderwirkung: Das soll Ibuprofen auch heilen können

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Millionen Deutsche leiden an Depressionen. Viele fragen sich, warum ausgerechnet sie.

Experten glauben, dass Depressionen durch einen gestörten Gehirnstoffwechsel entstehen. Doch eine aktuelle Studie bezweifelt das - und hat eine innovative Theorie parat.

Jeder fünfte Bundesbürger soll einmal im Leben an einer Depression erkranken. Fast fünf Millionen Deutsche sollen es jedes Jahr sein, wie die Deutsche Depressionshilfe berichtet. Viele von ihnen nehmen Antidepressiva, die die Produktion von sogenannten "Glückshormonen" wie Dopamin im Gehirn ankurbeln sollen.

Entzündungen im Körper: Wahre Ursache für Depressionen?

Doch britische Wissenschaftler sehen das jetzt kritisch – sie sind der Ansicht, dass Schmerzmittel wie Ibuprofen in manchen Fällen viel besser wirken würden. Der Grund dafür: Das Team um Studienleiter Professor Edward Bullmore aus der Psychiatrie-Abteilung der Cambridge University konnte nachweisen, dass in einigen Betroffenen der Spiegel der Immunbiomarker im Blut stark erhöht war.

Daraus folgern sie, dass wohl ein gestörtes Immunsystem Entzündungen im gesamten Körper begünstigt. Die Folge: Depressionen & Co. "Unser Ansatz ist, dass die Entzündung und die damit verbundenen psychischen Krankheiten, direkt auf das Gehirn gehen", so Professor Bullmore gegenüber der britischen Sun. Zuvor gingen Mediziner stets davon aus, dass der Gehirnstoffwechsel und das Immunsystem getrennt voneinander agieren.

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Ibuprofen & Co. sollen gegen Depressionen helfen

Doch diese Erkenntnis könnte nun eine neue Form von Behandlungsmöglichkeiten psychischer Krankheiten in Gang setzen, bei denen entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Auch Professor Wendy Burn des britischen Psychiater-Verbands ist fasziniert von Bullmores innovativen Ergebnissen: "Das ist eine faszinierende Theorie und könnte einen ganz neue Sichtweise auf die Entstehung von Depressionen werfen."

Lesen Sie auch: Forscher haben jetzt enthüllt, dass diese fünf Faktoren die wahren Ursachen für Depressionen sein sollen.

jp

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In vielen Berufen schlägt den Mitarbeitern der hohe Stresslevel aufs Gemüt. Unsere Fotostrecke zeigt, in welchen Jobs überdurchschnittlich viele Menschen aufgrund von Depressionen krank geschrieben werden (Quelle: TK Depressionsatlas).
In vielen Berufen schlägt den Mitarbeitern der hohe Stresslevel aufs Gemüt. Unsere Fotostrecke zeigt, in welchen Jobs überdurchschnittlich viele Menschen aufgrund von Depressionen krank geschrieben werden (Quelle: TK Depressionsatlas). © iStock / Poike
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Platz 8: Medizinisch-technische Berufe im Labor © pixabay
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Platz 6: Sozialarbeiter © iStock / monkeybusinessimages
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