Zucker und Pestizide

„Öko-Test“-Ärger über Apfelmus: Stattdessen sollten Sie zu dieser Alternative greifen

Ein Kleinkind isst Apfelmus von einem Löffel
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Apfelmus essen nicht nur kleine Kinder gerne. Die Zeitschrift "Öko-Test" rät allerdings ab und zu einer Alternative.

Pürierte Früchte sind beliebt - nicht nur bei Kindern. Besonders Apfelmus weckt Kindheitserinnerung. „Öko-Test“ hat geprüft, welches Sie bedenkenlos kaufen können.

  • Mit Apfelmus* kommen schon die Kleinsten in Berührung und damit leider auch mit viel Zucker.
  • Wer Äpfel nicht selbst pürieren will, sollte auf fertiges Apfelmark setzen.
  • Das empfielt die Zeitschrift „Öko-Test" in ihrer aktuellen Ausgabe (8/2020).

Ob mit oder ohne Kartoffelpuffer: Cremiges Apfelmus weckt süße Kindererinnerungen. Aber bitte nicht mit haufenweise extra Zucker. Doch genau der wird gern Fertigmus-Gläschen zugesetzt, fand die Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 8/2020) heraus. Sie empfiehlt eher fertiges Apfelmark zum Verzehr. Hier stammt die Süße aus den Früchten, die von Natur aus elf Prozent Zucker enthalten.

„Öko-Test“ warnt vor Zuckerzusätzen und Pestiziden im Apfelmus

Die Tester untersuchten insgesamt 20 Apfelbreie von Discountern und bekannten Herstellern, davon zwölfmal Mus und achtmal Mark. Ergebnis: Für sieben Apfelmark-Produkte zücken die Öko-Tester die Bestnote, neunmal gab es ein „gut“ und zweimal „befriedigend“.

In allen Apfelmusen kritisieren sie dagegen den Zuckerzusatz und ärgern sich bei fünf Produkten über Pestizidbelastungen. Zwei Produkte fielen mit „mangelhaft“ beziehungsweise „ungenügend“ durch den Test. In einem Fall werde der gesetzliche Rückstandsgrenzwert für einen sogenannten Wachstumsregulator überschritten. In diesem Fal gab es ein „ungenügend“.

Zugesetzter Zucker - Hersteller stehen unter gesetzlichem Zugzwang

Ihren Ärger über den zusätzlich zugesetzten Zucker kann „Öko-Test“ den Herstellern allerdings nur bedingt anlasten. Es existiere eine Leitsatz-Vorgabe, wonach der Zuckeranteil in Obsterzeugnissen mindestens 16,5 Prozent erreichen müsse. Das finden die Öko-Tester ungesund und fordern, die Leitsätze zu ändern. Eine Alternative für die Hersteller sei es, die Vorschrift zu umgehen und ihre Produkte Apfelmark zu nennen, empfehlen die Experten in ihrem Test.

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Apfelmus und Apfelmark einfach selber machen

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass im Apfelmus keine unerwünschten Stoffe enthalten sind, machen Sie es einfach selbst. Das geht viel schneller und leichter als Sie vielleicht denken.

Für selbstgemachtes Apfelmus brauchen Sie:

  • 1 kg Bio-Äpfel, süß oder säuerlich je nach Geschmack
  • 100 ml Wasser
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • Zucker nach Belieben

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Und so machen Sie Apfelmus selbst:

  • Schälen Sie die Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie sie dann in kleine Stücke. Je kleiner, desto weniger Zeit brauchen Sie, um die Stücke weichzukochen.
  • Geben Siedie Äpfel in einen ausreichend großen Topf und schütten Sie das Wasser dazu. Geben Sie auch den Zitronensaft und die Zimtstange dazu und süßen Sie nach Belieben.
  • Dünsten Sie die Apfelstückchen bei mittlerer Hitze weich. Je nach Größe dauert dies etwa 15 Minuten.
  • Entfernen Sie die Zimtstange und pürieren oder stampfen Sie das Apfelmus.

Dieses selbstgemachte Apfelmus können Sie mit gutem Gewissen genießen oder Ihren Kindern anbieten, am besten zu Kartoffelpuffern, Eierpfannkuchen oder auch als Zutat beim Backen. (dpa/ante) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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