Im Krankheitsfall

Schilddrüse von mehreren Fachärzten behandeln lassen

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Bei Problemen mit der Schilddrüse sind je nach Art der Erkrankung Nuklearmediziner, Endokrinologen, HNO-Ärzte, Onkologen und Chirurgen gefragt. Foto: Jan-Peter Kasper

Die Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen verlangt das Wissen verschiedenster Fachärzte. Vor allem wenn eine Operation zur Diskussion steht, ist eine Zweitmeinung wichtig. Doch wie gehen Patienten bei der Arztsuche am besten vor?

Bonn (dpa/tmn) - Probleme mit der Schilddrüse lassen Betroffene am besten von mehreren Ärzten verschiedener Fachrichtungen behandeln. Das gilt vor allem, wenn es um die Entscheidung für oder gegen eine Operation geht.

Einen ersten Hinweis gibt der Hausarzt, denn meist wird eine Unter- oder Überfunktion bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Danach ergebe es Sinn, in ein Schilddrüsenzentrum zu gehen, in dem mehrere Fachgruppen vertreten sind. Solche Zentren gibt es mittlerweile in vielen Städten, teilt die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie mit.

Ein Endokrinologe kann feststellen, ob die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert und gegebenenfalls Präparate verschreiben, die dies ausgleichen. Nuklearmediziner können die Hormonproduktion mittels Radiojod komplett stoppen, wenn das nötig ist. Ein HNO-Arzt ist vor allem bei einer vergrößerten Schilddrüse gefragt, wenn diese Probleme beim Schlucken bereitet. Onkologen werden bei Verdacht auf eine Krebserkrankung beteiligt.

Erwägen Patienten eine Operation, sollten sie sich einen erfahrenen Operateur suchen, betont die Fachgesellschaft. Kommt es zu Komplikationen, können diese lebenslange Folgen haben.

Eine große Narbe am Hals muss heute nicht mehr sein, erläutert Magis Mandapathil, Oberärztin an der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Asklepios St. Georg in Hamburg. Es sei mitunter möglich, den Schnitt hinter dem Ohr oder in der Mundhöhle zu setzen. Dies erfordere aber besonders viel Erfahrung.

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