Glyphosat in bedenklichen Mengen

Schock: 18 von 22 Bierproben mit bedenklichen Pestiziden belastet

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Ein süffiges, kaltes Bier schmeckt nicht nur zur Wiesn gut. Doch von einigen sollten man Studien zufolge besser die Finger lassen.

Bier macht schlau, glücklich – und ist leider mit vielen Schadstoffen belastet. Das hat eine Untersuchung ergeben. Doch ist das lebensbedrohlich?

Pestizide in 18 von 22 getestete Vollbieren – das ist das niederschmetternde Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. 17 Bierproben aus Deutschland sowie eine aus Belgien sollen laut der Studie mit bedenklichen Mengen belastet sein. Nur vier Proben waren komplette frei von Schadstoff-Rückständen, darunter auch ein deutsches Biobier.

Viele Biere laut Untersuchungen mit starken Pestiziden belastet

In zehn der belasteten Bierproben wurde mindestens ein Reststoff gefunden, in sechs weiteren sogar zwei. In zwei Proben wurden ebenfalls Rückstände von drei Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Dabei kam heraus: Zumeist konnten die Forscher in den auffälligen Proben das Halmverkürzungsmittel Chlormequat sowie in sieben Fällen Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat aufweisen.

"Es ist ein erschreckendes Ergebnis, dass man in mehr als 80 Prozent der Bierproben Pestizide gefunden hat und dabei teilweise gleich Rückstände von drei verschiedenen Pflanzen- und Insektengiften. Besonders schockiert mich, dass in rund einem Drittel der Proben das Totalherbizid Glyphosat gefunden wurde, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein", sagt der niedersächsische Agrar- und Ernährungsminister Christian Meyer (Grüne) dem "Hamburger Abendblatt". Deshalb fordere er strengere Regeln beziehungsweise Sanktionen für den Biersektor.

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Ist in Bier das krebserregende Glyphosat enthalten?

Doch der Deutsche Brauerverband weist alle Vorwürfe von sich und betont, dass die Brauereien stets um die höchste Qualität ihrer Produkte bemüht sind. "Das Monitoring zeigt, dass die in den deutschen Brauereien eingesetzten Malze ganz überwiegend frei von Glyphosat-Rückständen sind", schrieb der Verband in einer Mitteilung. So sollen die Pflanzengiftwerte in Hopfen, Gerste und Weizen Messungen zufolge weit unter den europaweit festgelegten Höchstwerten liegen. Damit seien laut dem Verband die "Testergebnisse nicht nachvollziehbar und nicht glaubwürdig".

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jp

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