Medikamente schlagen nicht an

WHO alarmiert: So gefährlich ist Tripper für Sie

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Die Gonorrhö soll laut der WHO immer aggressiver werden - gängige Antibiotika schlagen nicht mehr an.

Eine schockierende Nachricht: Laut der WHO soll die Geschlechtskrankheit Gonorrhö bald nicht mehr behandelbar sein. Doch wie können Sie sich schützen?

Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch – das ist jetzt die alarmierende Diagnose der Ärzte der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Besonders Gonorrhö – auch Tripper genannt – soll immer aggressiver werden. Die Ärzte sind verzweifelt: Es gebe einfach keine Antibiotika, die wirksam genug sind.

Geschlechtskrankheit Tripper ist laut WHO auf dem Vormarsch

Der Grund dafür: Die gefährlichen Krankheitserreger werden immer resistenter gegen Medikamente. "Gonorrhö sind sehr geschickte Bazillen. Jedes Mal, wenn eine neue Antibiotikaklasse gegen Gonorrhö eingeführt wird, entwickelt das Bakterium eine Resistenz", zitiert die BBC die WHO-Wissenschaftlerin Teodora Wi.

In Japan und auch Europa soll es bereits drei Krankheitsfälle gegeben haben, bei denen die gängigen Medikamente nicht mehr angeschlagen haben. In Afrika sei dies bereits schon Alltag. Doch wie kann ich mich dagegen schützen?

Gonorrhö: Das steckt dahinter und das können Sie dagegen tun

Hierbei ist es wohl erst einmal wichtig, zu wissen, was Gonorrhö genau ist und wie Sie sich die fiesen Krankheitserreger überhaupt zuziehen können.

Bei Gonorrhö handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit den sogenannten Gonokokken. Symptome sind ein gelblicher Ausfluss aus Penis, Scheide oder Po. Doch manchmal kann es sogar passieren, dass Betroffene gar keine Beschwerden haben.

Das Pikante daran: Wer die Erkrankung zu spät bemerkt, dem droht am Ende sogar die Unfruchtbarkeit. Frauen, die infiziert sind, haben zudem ein höheres Risiko für Eileiterschwangerschaften oder können die Erreger bei der Geburt auf das Kind übertragen. 78 Millionen Menschen sollen bereits jedes Jahr an Tripper erkranken, so die Schätzung der WHO.

Sex mit Kondom: Bester Schutz gegen Tripper

Die Ursache liegt in den meisten Fällen im ungeschützten oralen, vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr. Dabei besiedeln die Bakterien die Schleimhäute, sowohl im Mund- und Rachenraum als auch an den Genitalien.

Der sicherste Schutz gegen Tripper ist also, stets beim Sex mit Kondom zu verhüten. Zwar werde bereits an neuen Antibiotika geforscht, heißt es auf Seiten der WHO, doch diese stehen noch ganz am Anfang.

Lesen Sie auch, wieso Genitalherpes so gefährlich ist - und was Sie dagegen tun können.

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Von Jasmin Pospiech

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
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Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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