Von wegen gesund?

Studie behauptet: Darum macht Sie Kaugummikauen krank

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Wer zu viel Kaugummi kaut, riskiert seine Gesundheit?

Abnehmen, Zähne bleichen und die Gehirnleistung verbessern: Allerhand Studien berichten nur Gutes über das Kaugummikauen. Bis jetzt.

In den vergangenen Jahren schien es in der Forschung, als ob das Kaugummikauen viel mehr ist als nur eine reinige Beschäftigung bei Langeweile oder wenn man schlechten Atem hat: Einige Studien berichteten von unzähligen positiven Effekten - so soll das Kauen Stress reduzieren, die Leistungsbereitschaft erhöhen und dem Körper ein Sättigungsgefühl vorgaukeln. Perfekt also, wenn man auf strikter Diät ist.

Neue Studie enthült: Zahnpflegekaugummis enthalten gefährliches Titandioxid

Doch eine neue Studie von Wissenschaftlern der Binghamton University im Bundesstaat New York ist nun zu einem anderes Ergebnis gekommen. Sie wollen herausgefunden haben, dass Kaugummi nicht das Wundermittel ist, für das es viele halten. Im Gegenteil.

Stattdessen fanden sie heraus: Sogenannte Zahnpflegekaugummis sollen gesundheitsschädigend sein. Sie enthalten nämlich den umstrittenen Lebensmittelfarbstoff Titandioxid (E171), welcher seit längerem in der Diskussion steht, krebserregend zu sein. Das Weißpigment sorgt für ein milchiges Aussehen in Süßigkeiten, wird aber auch in Kosmetika wie Gesichtscreme, Whitening-Zahnpasten sowie in diversen Sonnenschutzmittel verwendet.

Nanopartikel in Titandioxid sollen für Entzündungen an den Organen sorgen

In Zahnpflege-Kaugummis bewirkt das Titandioxid, dass Verfärbungen von der Zahnoberfläche weggeschmirgelt werden. Doch wenn der Stoff in den Darm gelangt, so die Forscher, kann er die Flora dort nachhaltig schädigen. Der Grund dafür: Die enthaltenen Nanopartikel reduzierten bei Untersuchungen der Wissenschaftler die Zahl sogenannter Mikrovili. Dabei handelt es sich um fadenähnliche Zellfortsätze in den Epithelzellen des Darms. Die Folge: Die Darmwand wird durchlässig und entzündet sich.

Zudem konnten die Forscher feststellen, dass die Aufnahme lebenswichtiger Stoffe wie Eisen, Zink und Fettsäuren gehemmt wurde. Die Wissenschaftler mutmaßen außerdem, dass ein kleiner Anteil des Titandioxid über die Darmbarriere in andere Organe wandern und sich dort anreichern kann.

Video: Kaugummi-Mythen

Allerdings wurde diese Wirkung nur bei langfristiger Behandlung mit Nanopartikeln nachgewiesen. Bei einer kurzen Belastung blieben etwaige negative Konsequenzen aus. Dennoch warnt jetzt Gretchen Mahler, Koautorin der Studie: "Um Lebensmittel zu vermeiden, die reich an Titandioxid-Nanopartikeln sind, sollten sie auf verarbeitete Lebensmittel, vor allem auf Süßigkeiten verzichten."

Krebserregend? Süßstoffe wie Aspartam ebenfalls in Verruf

Doch nicht nur Titandioxid sondern auch der oftmals in Kaugummi enthaltene Süßstoff Aspartam steht in Verdacht, Krebs zu begünstigen und das Nervensystem anzugreifen. Das Pikante daran: Früher wurde er in der Schweinemast eingesetzt, da er den Appetit anregen soll. Immer mehr Kaugummihersteller sollen deshalb nun auf natürliche Zuckeralternativen wie Stevia oder den Birkenzucker Xylit umschwenken.

jp

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

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