Lästig und ansteckend

Bloß nicht aufkratzen: So entfernen Sie Warzen richtig

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Nicht selten infizieren sich Menschen in Schwimmbädern mit Warzen. Die Erreger lauern auf Böden und im Wasser, die durch die aufgeweichte Haut leichter eindringen können.

Im Gesicht, am Fuß oder an der Hand: Warzen wachsen überall. Statt auf die üblichen Hausmittel zu vertrauen, sollten Sie diese Methoden ausprobieren.

Ins Schwimmbad geht fast jeder gerne, aber beim Badebesuch sollten Badeschlapppen Pflicht sein. Ansonsten kann Zuhause eine böse Überraschung warten – eine lästige Fußwarze.

Warzen treten nicht nur an Füßen auf, sondern am ganzen Körper. Sie unterscheiden sich in Form, Größe und Färbung. Gefährlich sind Warzen in der Regel nicht, aber manche Menschen fühlen sich nicht wohl mit ihnen.

Wie lässt sich eine Warze schnell und einfach entfernen?

Manche Warzen verschwinden einfach von alleine. Ist dies nicht der Fall, ist der Hautarzt der richtige Ansprechpartner. Dieser kann mit unterschiedlichen Methoden Warzen entfernen:

  • Salizylsäure oder Milchsäure
  • Vereisung
  • Laserbehandlung
  • Chirurgische Entfernung

Salizylsäure oder Milchsäure gegen Warzen

Gewöhnliche Warzen können sich mit speziellen Pflastern oder Lösungen behandeln lassen. Dabei setzen Ärzte Salizylsäure oder Milchsäure ein. Diese weichen die verhornte Haut auf. Diese Hornschicht entfernen Ärzte, nachdem die betroffene Stelle mit einem warmen Bad behandelt wurde.

Anschließend wird noch einmal das Pflaster oder die Lösung aufgetragen. Auf diese Weise werden tiefersitzende Warzenanteile aufgeweicht. Das Verfahren wird so lange wiederholt, bis die Warze verschwunden ist. Je nach Größe der Warze, kann dies mehrere Wochen dauern.

Video: So entfernen Sie Warzen mit Hausmitteln

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Warzen vereisen

Als Alternative zur Einweichmethode können Warzen vereist werden. Diese wird auch Kryotherapie  genannt. Dabei tupft der Hautarzt die betroffene Stelle mit flüssigem Stickstoff ab. Dadurch werden die Zellen in der oberen Hautschicht zerstört. Die Behandlung muss mehrmals wiederholt werden. Nach der Therapie fällt die Warze in der Regel von alleine ab.

Warzen chirurgisch entfernen

Treten Warzen in größerer Anzahl auf oder reichen sie tief ins Gewebe entfernt der Hautarzt diese entweder chirurgisch oder trägt sie mit einem Laser ab. Diese Methoden werden normalerweise eingesetzt, wenn die vorherigen nicht erfolgreich waren. Der Grund: Die Wundheilung dauert länger und es kann zur Narbenbildung kommen. Zudem können die entfernten Warzen wieder auftreten.

Wie entstehen Warzen?

Verursacht werden Warzen durch Viren, in den meisten Fällen durch Mitglieder der Familie der Humanen Papillomaviren (HPV). Menschen infizieren sich mit diesen Viren durch winzige Verletzungen oder Risse in der obersten Hautschicht. Die Bildung einer Warze kann sich über mehrere Wochen oder Monate ziehen.

Warzen können sich an ganz verschiedenen Körperstellen bilden, etwa an den Fingern oder am Handrücken, an und unter den Nägeln, aber auch an den Genitalien, im Alter auch an den Augenlidern oder der Nase. Sie können dabei einzeln auftreten oder aber beetförmig in Gruppen.

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Die meisten tun nichts - dabei ist es so einfach

Vorsicht in Schwimmbädern und Turnhallen

Sich vor den Viren zu schützen, die die Warzen verursachen, ist nicht so einfach: Zwar geschieht die Übertragung normalerweise nur durch direkten Hautkontakt, wobei die Infektion  auch von Mensch zu Mensch erfolgen kann.

Allerdings sind die Viren sehr robust und können auch auf glatten Flächen eine Zeitlang überleben. Überall dort, wo viele Menschen mit nackten Füßen herumlaufen, wie etwa im Schwimmbad , in der Turnhalle oder der Sauna, ist die Ansteckungsgefahr deshalb besonders groß.

So können Sie sich vor einer Ansteckung schützen

  • Laufen Sie in Saunen, Schwimmbädern oder beim Sport niemals barfuß. Tragen Sie stattdessen Badeschlappen oder Turnschuhe.
  • Trocknen Sie Hände und Füße nach dem Waschen gut ab und verwenden Sie hierfür möglichst nur Ihre eigenen Handtücher. Am besten benutzen Sie auf öffentlichen Toiletten Papierhandtücher.
  • Unterstützen Sie Ihr Immunsystem, indem Sie Stress vermeiden und auf Alkohol und Nikotin verzichten.
  • Treiben Sie Sport. Das kurbelt den Kreislauf an und sorgt dafür, dass Hände und Füße gut durchblutet werden.
  • Verwenden Sie Kondome, um sich beim Geschlechtsverkehr vor einer Ansteckung mit Feigwarzen zu schützen.
  • Vermeiden Sie es, an Warzen zu kratzen – weder mit den Fingernägeln, noch mit spitzen Gegenständen, da Sie dadurch die Viren noch mehr verteilen und die Vermehrung der Viren nur weiter verstärken.

Wie werde ich..? Podologen behandeln Füße

Berührungsängste dürfen Podologen nicht haben: Die Auszubildende Laura Müller bringt mit einer Fräse die Nägel einer Patientin in Form. Foto: Ronny Hartmann
Berührungsängste dürfen Podologen nicht haben: Die Auszubildende Laura Müller bringt mit einer Fräse die Nägel einer Patientin in Form. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Worauf ist bei der Behandlung zu achten? Die angehende Podologin Laura Müller bekommt es von ihrer Ausbilderin Petra Agajew (l) erklärt. Müller lernt an der Fit-Ausbildungs-Akademie gGmbH, einer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann
Worauf ist bei der Behandlung zu achten? Die angehende Podologin Laura Müller bekommt es von ihrer Ausbilderin Petra Agajew (l) erklärt. Müller lernt an der Fit-Ausbildungs-Akademie gGmbH, einer Berufsfachschule für Gesundheitsberufe in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Zu den Aufgaben der angehenden Podologin Laura Müller gehört es, Korrektur-Bandagen für einen Hammerzeh zu machen. In der Berufsschule lernt sie Fächer wie Anatomie oder Krankheitslehre. Foto: Ronny Hartmann
Zu den Aufgaben der angehenden Podologin Laura Müller gehört es, Korrektur-Bandagen für einen Hammerzeh zu machen. In der Berufsschule lernt sie Fächer wie Anatomie oder Krankheitslehre. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Kein Patient ist wie der andere: Die angehende Podologin Laura Müller muss sich immer wieder auf einen anderen Menschen und dessen Befindlichkeit einstellen. Foto: Ronny Hartmann
Kein Patient ist wie der andere: Die angehende Podologin Laura Müller muss sich immer wieder auf einen anderen Menschen und dessen Befindlichkeit einstellen. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Mit einigen geübten Handgriffen regt die angehende Podologin Laura Müller bei einer Patientin die Durchblutung an. Foto: Ronny Hartmann
Mit einigen geübten Handgriffen regt die angehende Podologin Laura Müller bei einer Patientin die Durchblutung an. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann
Laura Müller macht die zweijährige Ausbildung zur Podologin. Ihr gefällt, dass sie in dem Beruf weitestgehend selbstständig arbeiten kann. Foto: Ronny Hartmann
Laura Müller macht die zweijährige Ausbildung zur Podologin. Ihr gefällt, dass sie in dem Beruf weitestgehend selbstständig arbeiten kann. Foto: Ronny Hartmann © Ronny Hartmann

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