Arbeiten beim Discounter

Münchner sorgen für Neuerung bei Aldi, die jedem auffallen wird

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Bei Aldi brechen neue Zeiten an: Mitarbeiter in München tragen bald spezielle Kleidung

Neue Arbeitskleidung für Aldi-Mitarbeiter? Münchner Modestudenten haben vom Discount-Riesen den Auftrag erhalten, sich etwas originelles einfallen zu lassen. 

Praktisch soll sie sein - und robust: Die neue Arbeitskleidung bei Aldi Süd. Der deutsche Discount-Riese arbeitet dafür erstmalig mit Studenten der Münchner Akademie Mode und Design (AMD) zusammen.

Insgesamt 22 Studenten des dritten Semesters sollen nach der großen Rundumerneuerung in den Filialen nun auch den Aldi-Mitarbeitern ein neues Outfit verpassen

Aldi-Mitarbeiter soll man an der Kleidung unterscheiden können

Und das auf allen Ebenen: Azubis, Filialmitarbeiter und Filialleiter sollen in unterschiedlichem Zwirn eingekleidet werden - so kann man sie auf den ersten Blick unterscheiden. Um die Anforderungen an die Arbeitskleidung wirklich zu verstehen, absolvieren die Studenten sogar ein Praktikum in einer der Filialen. Dabei legen sie sich genau wie die anderen Mitarbeiter ordentlich ins Zeug, räumen Regale ein, sitzen an der Kasse oder schleppen schwere Bananenkisten.

"Da muss auch die Kleidung einiges können", erzählt Studentin Isabella Heinz der Süddeutschen Zeitung. "Die Mitarbeiter müssen sich darin bewegen können, die Kleidung muss robust sein und atmungsaktiv, eben weil man so viele schwere Sachen schleppt."

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Designer Thomas Rath unterstützt Modeschüler

Wie das Blatt weiter berichtet, erhalten die Münchner Modedesigner bei ihrem Auftrag Unterstützung von Thomas Rat, seines Zeichens Damenmodedesigner aus Düsseldorf, den viele noch aus der Sendung "Germany's Next Topmodel" kennen. Dort trat er als Juror in Erscheinung - nun coached er statt Models die Münchner Modestudenten und beurteilt dabei ihre Entwürfe.

Dozentin Shirin Seyed von der Modeakademie weiß, das dieser große Auftrag den Studenten sehr wichtig ist. Dabei lernen sie, wie man die Wünsche eines Kunden umsetzt. "Aldi wollte uns, damit wir verrückte Ideen einbringen", erzählt sie der SZ weiter. Dazu sollen auch Korkknöpfe gehören, welche die Studenten unbedingt haben wollten.

Ob sich diese aber letzten Endes durchsetzen? Schließlich gibt es bei einem Unternehmen in dieser Größenordnung immer mehrere Entscheidungsrunden. Gar zu verrückte Entwürfe dürften es da wohl schwer haben - schließlich sollen am Ende 35.000 Mitarbeiter diese Arbeitskleidung tagtäglich tragen

Zum Weiterlesen: Kassiererin packt aus: Darum würde ich nie bei Aldi arbeiten.

Farben der Arbeitskleidung stehen bereits fest

Die Farben dagegen sollen schon feststehen: Dunkelblau, hellblau, anthrazit und ein heller Sandton, damit die Arbeitskleidung auch gut zur neunen Einrichtung mit Holzelementen passt. Ein frisches Limettengrün peppt das Ganze farblich auf. Am Rest wird weiter kräftig gefeilt.

Im kommenden Frühjahr sollen die Aldi-Mitarbeiter dann per SMS über drei fertige Entwürfe abstimmen und ihr Lieblingsoutfit wählen können. Wir dürfen gespannt sein. 

Mehr dazu: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?

Von Andrea Stettner

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