Stiftung Warentest

Wie lange muss ich meine Arbeitszeugnisse aufbewahren?

Müssen Arbeitszeugnisse für immer aufbewahrt werden?
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Müssen Arbeitszeugnisse für immer aufbewahrt werden?

Manche Arbeitszeugnisse liegen Jahre zurück. Haben Sie sich da auch schon gefragt, wie lange Sie die Zeugnisse aufbewahren sollen? Wir verraten es Ihnen.

Einige Dokumente, wie beispielsweise Pässe, Ausweise oder wichtige Urkunden sollten Sie immer aufheben. Und auch bei Arbeitsverträgen* ist klar, dass diese nur bis zu einem Jobwechsel oder bis zur Rente aufbewahrt werden müssen. Doch wie steht es um Arbeitszeugnisse? Wie lange werden diese für Bewerbungen benötigt? Und was ist überhaupt mit dem Schulzeugnis? Wir klären auf.

Aufbewahrungsfrist für Arbeitszeugnisse: Das sagt Stiftung Warentest

Arbeitszeugnisse sind laut Stiftung Warentest immer aufzubewahren. Der Grund zur Aufbewahrung liegt darin, dass Sie im Falle einer betriebsbedingten Kündigung einen Nachweis über Ihre Leistung haben. Aber auch, um Ihre Qualifikationen bei einer Versetzung oder gegebenenfalls bei Aufstiegsmöglichkeiten nachzuweisen. Des Weiteren sind solche Zeugnisse auch bei einem Jobwechsel wichtig. Generell lohnt sich bei Bewerbungen das Arbeitszeugnis anzufügen, egal wie alt es ist. Hierbei muss auch kein Original in der Bewerbung hinterlegt werden. Eine Kopie des Dokumentes reicht völlig aus.

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Wie lange besteht Aufbewahrungsfrist für Schulzeugnisse

Stiftung Warentest zufolge gehören unter anderem Schulzeugnisse zu den Dokumenten, die Sie immer aufbewahren sollten. Der Grund liegt darin, dass es als Nachweis über die Ausbildung ab dem 16. Lebensjahr gilt. Dies ist besonders für den Rentenantrag ein unverzichtbares Dokument. Darüber hinaus wird das Abiturzeugnis für die Zulassung an der Universität vorgelegt werden. Und auch das Ausbildungszeugnis könnte für Bewerbungen nochmal benötigt werden. Auch die Meldung zur Sozialversicherung sollte aufbewahrt werden. „Für die gesetzliche Rente ist es sehr wichtig, die Unterlagen selbst zu haben“, erklärt Anke Voss vom Bundes­verband der Rentenberater gegenüber Stiftung Warentest. „Der Einzelne ist nach­weis­pflichtig – im Zweifel hilft ein Stück Papier“, sagt die Expertin. Sollte das Dokument verloren gehen, kann der Arbeitgeber eine Zweitschrift ausstellen.

(swa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Das müssen Sie zum Zwischenzeugnis wissen

Jochen Mai ist Buchautor, Berater sowie Gründer und Herausgeber des Portals "Karrierebibel". Foto: dpa-tmn
Jochen Mai ist Buchautor, Berater sowie Gründer und Herausgeber des Portals «Karrierebibel». Foto: dpa-tmn © Jürgen Silius
Manuela Beck ist Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Foto: dpa-tmn
Manuela Beck ist Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Foto: dpa-tmn © Katja Briol
Nach einem Zwischenzeugnis zu fragen, kann eine heikle Sache sein. Oft läuten bei Vorgesetzten dann die Alarmglocken. Foto: dpa-tmn
Nach einem Zwischenzeugnis zu fragen, kann eine heikle Sache sein. Oft läuten bei Vorgesetzten dann die Alarmglocken. Foto: dpa-tmn © Andrea Warnecke
Wer auf ein wohlwollendes Endzeugnis Wert legt, sollte schon beim Zwischenzeugnis auf die Formulierungen achten. Foto: dpa-tmn
Wer auf ein wohlwollendes Endzeugnis Wert legt, sollte schon beim Zwischenzeugnis auf die Formulierungen achten. Foto: dpa-tmn © Klaus-Dietmar Gabbert
Dr. Bernd Slaghuis ist Karriere- und Business-Coach in Köln. Foto: dpa-tmn
Dr. Bernd Slaghuis ist Karriere- und Business-Coach in Köln. Foto: dpa-tmn © Armin Zedler

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