Absage

Drei Gründe, wieso Sie den Job nicht bekommen haben

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Oh nein - schon wieder eine Absage. Was hinter abgelehnten Bewerbungen steckt, bleibt meist im Unklaren.

Warum Sie bei Bewerbungen abgelehnt werden, kann viele Gründe haben: Manchmal liegt es an Ihnen, oft aber auch nicht. Was Recruiter über Job-Absagen verraten.

"Hab ich zu viel geredet? Oder zu wenig? Oder habe ich mich daneben benommen, ohne es zu merken?" Diese Gedanken schwirren vielen Bewerbern durch den Kopf, die nach dem Vorstellungsgespräch eine Absage kassiert haben. 

Über die wahren Gründe für eine Absage erfährt man selten etwas, stattdessen erhalten Bewerber Standard-Absagen wie "Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben, doch wir haben uns leider für einen anderen Kandidaten entschieden". Doch ein paar Recruiter verraten, warum sie Bewerber in der Regel ablehnen: 

Nummer 1: Schlechte Vorbereitung auf das Unternehmen

Dieser Grund ist eigentlich unverzeihlich, denn er wäre so einfach zu vermeiden. "Es gibt nie eine gute Entschuldigung, warum ihr unvorbereitet zu einem Vorstellungsgespräch kommt", heißt es auf dem Blog des  Personaldiestleisters Robert Half. "Schaut euch die Webseite des Unternehmens an, lest sie genau. Recherchiert auch über die Chefs der Firma. Schaut Presseaussendungen durch, da findet ihr Infos, auf die ihr vielleicht sonst nicht gestoßen wärt."

Nummer 2: Sie waren dem Chef nicht sympathisch

Die Chemie muss einfach stimmen, schreibt der ehemalige Recruiter Richard Moy bei The Muse: "Die traurige Wahrheit ist bei einer Absage: Selbst wenn Sie alle Punkte einer Stellenausschreibung perfekt erfüllen, sucht der Vorgesetzte auch nach etwas, das man nicht mit Worten ausdrücken kann."

Nummer 3: Die Firma hat sich in einen anderen Bewerber verliebt

Manchmal ist es tatsächlich so, dass ein anderer Bewerber einfach alle umgehauen hat - sei es fachlich oder als Mensch. Das verrät Personalerin Ashley Watkins in einem Beitrag für LinkedIn: "Oft werden gute Bewerber auch verschmäht, weil das Team sich in einen anderen Bewerber verliebt hat. Das sagt euch die Firma natürlich nicht. Vor allem, weil sie wieder auf euch zurückkommt, wenn dieser Wunschkandidat ablehnt."

Zum Weiterlesen: Tipps und Infos rund um Bewerbung, Kündigung und Erfolg im Job lesen Sie hier.

Von Andrea Stettner

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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