Bewerbung über LinkedIn

Eine kurze Nachricht reichte aus, damit diese Geschäftsführerin dem Absender sofort einen Job gab

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Minshew war nicht wenig überrascht, als sie die Nachricht von Bell auf LinkedIn erhielt. (Symbolbild)

Eigentlich hatte Kathryn Minshew keinen Job zu vergeben, doch eine einzige Nachricht ließ sie ihre Meinung abrupt ändern. Wie der Sender das geschafft hat, erfahren Sie hier.

Es war im Jahre 2012, als Kathryn Minshew eine ominöse Nachricht auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn erhielt. Sie stammte von einem Mann namens Elliott Bell, der sich bei der Gründerin und Geschäftsführerin der Karriereseite The Muse um einen Job bewarb. Seine Nachricht, die er damals als Bewerbung verfasst hatte, beeindruckte die junge Frau so nachhaltig, dass sie ihm sofort den Job als neuen Marketingchef gab. Dabei hatte sie eigentlich gar keine Stelle zu vergeben - doch am Ende arbeitete Bell vier Jahre für The Muse.

Mann schreibt kurze LinkedIn-Nachricht - und Geschäftsführerin engagiert ihn sofort vom Fleck weg

Was stand also in der kurzen Nachricht, mit der er den Jackpot geknackt hatte? Das hat jetzt Geschäftsführerin Minshew selbst in einem Buch mit dem Titel "The New Rules of Work" (auf Deutsch etwa: "Die neuen Regeln der Arbeit") verraten, das sie zusammen mit Kogründerin Alex Cavoulacos geschrieben hat.

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So begann Bells Nachricht damit, dass er Minshew auf einer Konferenz gesehen hatte und damals schwer von ihrem Auftritt beeindruckt gewesen wäre, so heißt es. Aus diesem Grund wollte er unbedingt ein Teil ihres Teams bzw. der Firma werden. Dann ging er darauf ein, dass er schon viel Erfahrung im Marketing-Bereich gesammelt hätte und daher genau wüsste, was ihre (Anm. d. Red.: Minshews) Zielgruppe brauche. Abschließend sprach er mehrmals davon, Minshew treffen zu wollen, um gemeinsam zu besprechen, wie sie The Muse's "Wachstumsziele erreichen und übersteigen" könnten.

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Darum war Kathryn Minshew so beeindruckt von Elliott Bell's "Bewerbung"

Gegenüber dem Business Insider erklärte die Geschäftsführerin schließlich, warum sie die Bewerbung so genial fand. Besonders hätte sie beeindruckt, dass er erwähnte, dass er sie bei der Konferenz auf der Bühne gesehen hatte. Er machte ihr und dem Team Komplimente, gab ihr eine konkrete Vorstellung, wie er sich in der Firma einbringen wollte. Zudem hätten die zwei Sätze über seine bisherige Arbeit Minshew schon ausgereicht, um sich einen Überblick zu verschaffen. Außerdem hatte er in der Nachricht einen gemeinsamen Bekannten erwähnt, bei dem sie sich weitere Informationen über Bell einholen konnte. Schließlich schlug er ein Treffen vor, allerdings ohne Druck auszuüben, was Minshew als sehr mutig empfand. "Der Mensch auf der anderen Seite könnte erfreut sein, jemanden zu finden, der mit ihm zusammenarbeiten will."

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jp

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Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
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