Studie

Frauen werden im Homeoffice schlechter ausgestattet als Männer

Eine junge Frau sitzt im Schneidersitz und mit einem Laptop im Schoß auf einer Couch.
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Im Homeoffice erhalten Frauen weniger Ausstattung von ihrem Arbeitgeber als Männer, wie die Studie ergab.

Einer Studie zufolge werden Frauen im Homeoffice von ihren Arbeitgebern schlechter mit Ausstattung versorgt als Männer. Hier die Ergebnisse im Überblick.

Eine aktuelle Studie des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) kommt zu dem Ergebnis, dass die Corona-Arbeitsschutzverordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zu mehr Homeoffice* beiträgt. Zudem scheinen Frauen bei der Heimarbeit schlechter mit Computern, Handys oder Bürostühlen ausgestattet zu werden als Männer. Die Studie basiert auf einer repräsentativen forsa-Umfrage unter Beschäftigten vom Februar.

Homeoffice in Corona-Zeiten: Frauen bekommen weniger Ausstattung als Männer

Wie gut statten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter eigentlich im Homeoffice aus? Gar nicht mal so schlecht, wie die Studie offenbart. 85 Prozent stellen den Beschäftigten einen Computer, Laptop oder Tablet, 44 Prozent erhalten ein Smartphone. Knapp ein Drittel bekommt Apps oder Programme für den privaten Computer. Nur ein geringer Anteil von zehn Prozent erhält von seinem Arbeitgeber auch Büromöbel wie zum Beispiel einen Bürostuhl. Manche gingen aber komplett leer aus – und zwar acht Prozent der Beschäftigten.

Als bemerkenswert wurden in der Studie die Geschlechterunterschiede herausgestellt: Während sechs Prozent der Männer keinerlei Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt wurden, waren es bei den Frauen mit elf Prozent fast doppelt so viele. Insgesamt erhielten weibliche Beschäftigte in allen Kategorien – also von Computer über Smartphone bis hin zu Büromöbeln – weniger Unterstützung vom Arbeitgeber.

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Homeoffice-Studie: Fast die Hälfte der Frauen empfindet Situation als belastend

Unterschiede zwischen den Geschlechtern gab es auch hinsichtlich der aktuellen Belastung. Mit 48 Prozent empfindet fast die Hälfte der Frauen ihre Situation häufig oder immer als „sehr anstrengend“, während es bei den Männern nur 36 Prozent sind. Insgesamt ist die Lebenszufriedenheit seit Beginn der Pandemie im Vergleich zum Februar 2021 gesunken: Auf einer 10er-Skala vergaben die Befragten eine 6,7 im Vergleich zu einer 7,4 vom April 2020. Die 10 steht für eine hohe Zufriedenheit.

Insgesamt hat sich die Arbeitssituation in Deutschland mit Beginn der Pandemie stark verändert. Im Februar 2021 gaben 49 Prozent der Beschäftigten an, zu diesem Zeitpunkt ständig oder an manchen Tagen im Homeoffice oder an einem anderen frei bestimmbaren Ort zu arbeiten. In einer vergleichbaren Befragung waren es zwischen Anfang Juli und Mitte August 2020 nur 36 Prozent. Damit hat sich der Anteil um 13 Prozentpunkte erhöht. Laut Studie dürfte sich der Homeoffice-Anteil gegenüber der Zeit vor der Pandemie sogar verdoppelt haben. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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