Gewerkschaften warnen

„Gigantische Grauzone“: Homeoffice soll Betrug beim Kurzarbeitergeld fördern

Ein Mann sitzt zuhause vor seinem Laptop und hält ein Handy in der Hand. Dass coronabedingt immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, soll laut Gewerkschaften Betrug beim Kurzarbeitergeld fördern.
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Dass coronabedingt immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, soll laut Gewerkschaften Betrug beim Kurzarbeitergeld fördern.

Durch die Corona-Krise arbeiten immer mehr Arbeitnehmer im Homeoffice. Doch das erschwert Kontrollen – und fördere so Betrug beim Kurzarbeitergeld, klagen Gewerkschaften.

Aufgrund der Corona-Krise haben viele Beschäftigte ihren Arbeitsplatz nach Hause verlegt. Um die Infektionszahlen mit SARS-CoV-2 nachhaltig zu senken, hatte die Bundesregierung in den vergangenen Monaten immer wieder zum Homeoffice aufgerufen und im Januar 2021 sogar eine Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber eingeführt*. Doch genau das scheint nun gravierende Nachteile an ganz anderer Stelle mit sich zu bringen.

Nach Ansicht der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ) verstärke Homeoffice den Betrug beim Kurzarbeitergeld. Als Betrug gilt etwa, wenn der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet hat, diese jedoch weiterhin Vollzeit arbeiten. „Für den Missbrauch von Kurzarbeitergeld hat das Homeoffice eine gigantische Grauzone geschaffen, die es so noch nie gegeben hat“, klagte Gewerkschaftschef Dieter Dewes am Donnerstag (4. Februar 2021) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dabei gehe es inzwischen um sehr viel mehr als „nur ein paar schwarze Schafe“, verrät Dewes.

Der Grund ist ganz einfach: Wenn Millionen Beschäftigte zuhause arbeiten, erschwert dies die Arbeit der Behörden enorm, welche die Kontrollen durchführen sollen. Auch weil die Prüfer selbst im Homeoffice arbeiten, so Dewes.

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Wozu gibt es das Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld soll helfen, Entlassungen zu vermeiden und Jobs zu erhalten, wenn ein Betrieb aufgrund der Corona-Pandemie zu wenig Arbeit hat. Während der Kurzarbeit ersetzt es den Firmen einen Teil des Gehalts für die Beschäftigten. Den Bedarf dafür müssen Betriebe bei der Agentur für Arbeit anmelden.

Im Video: Kurzarbeitergeld auch an Feiertagen?

Kurzarbeit im zweiten Lockdown stark gestiegen

Der zweite Corona-Lockdown hat die Kurzarbeit in Deutschland wieder stark ansteigen lassen, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Im Januar waren laut Zahlen des Ifo-Instituts 2,6 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, was einem Anteil von 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer entspricht. Besonders Industrie, Hotelgewerbe, Gastronomie und der Handel sind von Kurzarbeit betroffen.

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Unternehmensgröße: Laut experteer verdienen Sie in einem Konzern mit mehr als 20.000 Mitarbeitern bis zu 85 Prozent mehr als in einem Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Angestellten. Da lohnt sich ein Wechsel! © dpa
Alter: Je älter Sie werden, desto mehr verdienen Sie - zumindest, wenn Sie Führungskraft sind. Ansonsten pendelt sich das Gehalt mit etwa 40 Jahren ein. (Quelle: gehalt.de)
Alter: Je älter Sie werden, desto mehr verdienen Sie - zumindest, wenn Sie Führungskraft sind. Ansonsten pendelt sich das Gehalt mit etwa 40 Jahren ein (Quelle: gehalt.de). © iStock / g-stockstudio
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Stelle / Personalverantwortung: Je höher die Verantwortung und je spezifischer die Anforderungen, desto mehr Geld springt bei der Stelle für Sie heraus. Tragen Sie Personalverwantwortung, spielt auch die Anzahl der zu leitenden Mitarbeiter eine Rolle. (Quelle: experteer.de) © iStock / shironosov
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Bildung und Abschluss: Wenn Sie viel verdienen wollen, sollten Sie schon an der Uni fleißig sein. Wie gehalt.de berichtet, verdient eine Fachkraft mit akademischem Abschluss bis zu 70 Prozent mehr als ohne. Um das Gehalt aufzustocken, machen also Weiterbildungen durchaus Sinn. © dpa
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Region: Kaum zu glauben, aber wahr - auch der Wohnort spielt eine Rolle, wenn es um den Verdienst geht. Laut des stepstone Gehaltsreports 2017 steht aber nicht etwa Bayern auf Platz eins der Top-Regionen, sondern Hessen. München ist aber trotzdem ein gutes Pflaster für Spitzengehälter. © dpa
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