Neuer Beschluss

Corona-Prämie für Klinikpersonal: Bis zu 1.500 Euro winken – doch nicht für alle Mitarbeiter

Eine Krankenschwester in Schutzkleidung pflegt einen Patienten. In der Corona-Pandemie leistet Klinikpersonal jeden Tag unermessliches. Dafür sollen sie nun eine Corona-Prämie erhalten.
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In der Corona-Pandemie leistet Klinikpersonal jeden Tag Unermessliches. Dafür sollen die Mitarbeiter nun eine Corona-Prämie erhalten. (Symbolbild)

Klinikmitarbeitern soll spätestens ab Juni eine Corona-Prämie gezahlt werden. Doch nicht jeder Mitarbeiter erhält die Sonderzahlung.

Klinikpersonal leistet während der Corona-Pandemie Unermessliches: Krankenschwestern und Pfleger* stehen schwerkranken Covid-Patienten zur Seite, schieben Extra-Schichten, wenn das Personal knapp wird und kommen bei der Intensivpflege oft an ihre Grenzen. Für den unermüdlichen Einsatz während der SARS-Cov-2-Pandemie will nun die Bundesregierung dem Klinikpersonal auch finanziell Anerkennung schenken – in Form einer Corona-Prämie.

Corona-Prämie: Klinikmitarbeiter erhalten bis zu 1.500 Euro

Der Sonderzuschlag von bis zu 1.500 Euro soll spätestens ab Juni an besonders belastete Klinikmitarbeiter ausgezahlt werden. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung hervor. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit.

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Kliniken sollen selbst bestimmen, wer Sonderzahlung erhält

Wer zu den coronabedingt „besonders belasteten“ Beschäftigten zählt, sollen die Kliniken selbst bestimmen und die Prämie entsprechend verteilen. Dabei sollen aber nicht nur Pflegekräfte, sondern etwa auch Reinigungskräfte berücksichtigt werden können.
Auch die Größe der Klinik spielt für den Anspruch auf die Corona-Prämie eine Rolle. So sollen Krankenhäuser mit mehr als 500 Betten bei mehr als 50 Covid-19-Fällen zum Zug kommen, kleinere Kliniken erst ab 20 Covid-Fällen, heißt es in dem dpa-Bericht.

Laut dpa mahnten jedoch die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Gewerkschaft Verdi, alle Beschäftigten sollten von so einer Anerkennung profitieren.

Im Video: Krankenschwestern zeigen, was die Corona-Pandemie aus ihnen macht

Corona-Prämie bereits 2020 ausgezahlt

Bereits im vergangenen Jahr gab es für Klinikpersonal entsprechende Prämien von bis zu 1.000 Euro betragen. Zudem hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber eine einmalige Corona-Sonderzahlung für alle Beschäftigten sowie eine Pflegezulage von 70 Euro ab März 2021 beschlossen. (as)*Merkur.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Corona-Impfung: Was passiert mit Krankenschwestern und Pflegern, die sich nicht impfen lassen?

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Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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