DHL, Hermes & Co.

Weihnachten: Dürfen Paketboten Trinkgeld und kleine Geschenke annehmen?

Zu Weihnachten haben Paketboten alle Hände voll zu tun. Ob da ein kleines Trinkgeld erlaubt ist?
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Zu Weihnachten haben Paketboten alle Hände voll zu tun. Ob da ein kleines Trinkgeld erlaubt ist?

Gerade zu Weihnachten haben Paketboten von DHL, Hermes, DPD & Co. jede Menge zu tun. Dürfen Zusteller ein kleines Trinkgeld annehmen – oder ist das verboten?

Ob Spielzeug, Schuhe oder ein neues Tablet – die Deutschen bestellen im Internet wie die Weltmeister, nicht erst seit Corona. Gerade zu Weihnachten lassen sich die Menschen ihre Geschenke lieber direkt nach Hause liefern, statt im Schneegestöber durch die Innenstadt zu laufen. Paketboten müssen dafür umso mehr ausliefern und Überstunden schieben. Wer seinem Zusteller etwas Gutes tun will, der steckt ihm schon mal ein paar Euro, Plätzchen oder Süßigkeiten zu. Aber dürfen die Paketboten von DHL, Hermes oder DPD überhaupt Trinkgeld und Geschenke annehmen?

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Trinkgeld und Geschenke für Paketboten – nur bis zu diesem Wert erlaubt

Für Geschenke und Trinkgeld gibt es keine einheitliche Regelung. Welche Geld- und Sachwerte angenommen werden dürfen oder ob dies ganz untersagt ist, hängt vom Unternehmen ab. Eine Gegenleistung darf aber keinesfalls dafür erwartet oder erbracht werden – das gilt als Bestechung.

Viele Firmen haben Obergrenzen für Geschenke festgelegt, an die sich Mitarbeiter halten müssen. Bei DHL etwa dürfen Paketboten Trinkgeld und „geringwertige Sachgeschenke bis zu einem Wert von 25 Euro“ annehmen, teilte Dieter Nawrath von der Deutschen Post DHL Group auf Anfrage des Nachrichtenportals BR.de 2020 mit. Auch bei Konkurrent Hermes möchte man den Paketzustellern eine kleine Freude nicht verwehren: Bargeld oder Sachgeschenke wie Schokolade dürfen die Paketboten ruhig annehmen. Der Wert sollte jedoch 10 Euro nicht übersteigen, heißt es bei BR.de weiter.

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Mitarbeiter riskieren Abmahnung

Setzen sich Mitarbeiter über entsprechende Anweisungen hinweg, kann dies auch arbeitsrechtliche Konsequnzen in Form einer Abmahnung bis hin zur Kündigung bedeuten. Im Zweifel sollten Mitarbeiter sich immer beim Vorgesetzten über entsprechende Regelungen informieren. Übrigens, in diesen Branchen winkt weitaus mehr Gehalt als in der Zustellerbranche. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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