Erstaunlich

Firma führt Vier-Tage-Woche ein - dann passiert, womit niemand gerechnet hat

Bei einem Naturkosmetik-Hersteller in Österreich arbeiten die Mitarbeiter nur noch vier statt fünf Tage. Was dann passiert, damit haben wohl die wenigsten gerechnet.

Der Naturkosmetik-Hersteller Unterweger aus Tirol (Österreich) veredelt ätherische Öle und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Doch statt wie früher von montags bis freitags zu arbeiten, führte das Unternehmen Ende 2017 die Vier-Tage-Woche ein - bei gleichem Gehalt. 

Vier-Tage-Woche: Umsatz und Produktivität steigen

Womit jedoch viele nicht gerechnet hätten: Der Umsatz und die Produktivität stiegen trotz der reduzierten Arbeitszeit bereits im ersten halben Jahr merklich an. Doch wie kann das sein? 

Eigentlich ganz einfach: Früher arbeiteten die Mitarbeiter des Naturkosmetik-Herstellers am Freitag halbtags. Doch das war laut des Firmenchefs nur wenig ergiebig - schließlich sei am Freitag die Arbeit nur schwer von der Hand gegangen. 

"Die Zeiten am Beginn und am Ende der Arbeit sind jene Zeiten, die am wenigsten produktiv sind. Aus diesem Grund haben wir versucht, die Tagesarbeitszeit zu erhöhen, um dann die Produktivität zu steigern", verrät Chef Michael Unterweger gegenüber dem ORF

Auch interessant: Kollegen schenken Vater 1.000 Überstunden - der Grund ist tragisch.

Wochenarbeitszeit um zwei Stunden verringert

Die Wochenarbeitszeit verringerte sich nur minimal von 38 auf 36 Stunden. Dafür bleiben die Mitarbeiter an den Arbeitstagen insgesamt zwei Stunden länger. Die Angestellten freut's - schließlich haben sie dadurch ein dreitägiges Wochenende und müssen keine Lohnkürzung in Kauf nehmen.

Ganz im Gegenteil: Unterweger hat für das nächste Jahr bereits eine Lohnerhöhung angekündigt. Das kann er sich dank der optimierten Arbeitsabläufe auch erlauben.

Lesen Sie auch: Arbeiten von 8 bis 13 Uhr: Deutsche Firma führt 25-Stunden-Woche ein.

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Von Andrea Stettner

Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei:
In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei: © pixabay
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub) 
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub)  © dpa
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent) 
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent)  © pixabay
Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent)
Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent) © dpa
Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent)
Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent) © dpa
Platz 1: Banken (87 Prozent)
Platz 1: Banken (87 Prozent) © dpa
In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub: 
In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub:  © pixabay
Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent)
Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent) © pixabay
Call-Center (21 Prozent)
Call-Center (21 Prozent) © iStock / Weavebreakmedia
Zeitarbeit (19 Prozent)
Zeitarbeit (19 Prozent) © dpa
e-Commerce (16 Prozent)
e-Commerce (16 Prozent) © pixabay
Werbung und PR (15 Prozent)
Werbung und PR (15 Prozent) © pixabay

Rubriklistenbild: © Facebook / osttirol-heute.at (Screenshot)

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