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Weibliche Führungskräfte setzen sich mehr für Diversität ein – den Lorbeer bekommen dafür sie nicht

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Von: Carina Blumenroth

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Eine Studie aus den USA zeigt, Frauen setzen sich mehr für Diversität im Unternehmen ein als Männer. Doch aufgeschrieben wird das nirgends. 

Frauen haben einen anderen Führungsstil als Männer – beispielsweise gelten Frauen als empathischer, Männer hingegen als selbstbewusster. Eine Studie aus den USA zeigt jetzt weitere Unterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen Führungsstil auf.

Businessmeeting mit weiblicher Führungskraft.
Weibliche Führungskräfte setzen sich mehr für Diversität ein. © Imago Stock&People/Imago

Weibliche Führungskräfte fördern eher die Diversität

Verglichen mit männlichen Führungskräften sollen sich Frauen eher für das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen. Ebenso förderten Frauen eher die Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI; Diversity, Equity & Inclusion) im Unternehmen, wie aus einer aktuellen Studie von Lean In hervorgeht. Das seien Qualitäten, die für die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten, oft würden diese allerdings nirgends offiziell festgehalten.

Prozent
Frauen in Führungspositionen40 Prozent

40 Prozent der befragten weiblichen Führungskräfte sagen in der Studie, dass ihre Arbeit in den Bereichen Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion im Unternehmen nicht gewürdigt wird. Frauen sollen sich rund zweimal häufiger mit den Thematiken beschäftigen als männliche Führungskräfte. In Ihrem Berufsleben stehen Frauen auch häufiger für diese Werte ein, wie die Studie veranschaulicht, denn wenn Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion nicht im Unternehmen gelebt würden, kündigten Frauen in Führungspositionen eineinhalb Mal eher die Jobs als männliche Kollegen.

Sie führen den Wandel zu einem inklusiven, unterstützenden Arbeitsplatz. Das ist, was die nächste Generation an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern möchte. Was vor allem junge Frauen möchten und von dem Arbeitsplatz erwarten.

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Mit Arbeitskultur Arbeitnehmerinnen für sich gewinnen

Wenn Frauen in Führungspositionen nachbesetzt werden sollen, dann ist es wichtig, dass die Arbeitskultur divers ist und dass das Unternehmen diesen Themen allgemein aufgeschlossen gegenüber steht. Das helfe auch dabei, neue Mitarbeiterinnen zu finden, wie in der US-amerikanischen Studie erläutert wird.

Hürden bei Diversität seien Führungskräfte

In einem Panel im vergangenen Herbst berichteten Expertinnen und Experten aus Deutschland über Diversität in Unternehmen. Da äußerte sich Birgit Bohle, Telekom-Vorständin für Personal und Recht, wie die Welt berichtete, folgendermaßen: „Diversität wird nur besser, wenn wir diverse Besetzungsentscheidungen für Führungsrollen treffen.“ Veränderungen müssten von „oben“ gelebt werden, damit sich dies auf das Unternehmen übertragen könnte. Dabei ginge es um mehr, als Frauen in Führungspositionen, es sei ein Thema, das einigen zwar präsent sei, aber weiter ausgebaut werden müsse.

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