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Gehalts-Check: Vom Azubi bis zum Meister – Wie viel verdienen Friseure?

Mit einem frischen Haarschnitt sorgen Friseure wieder für Glanz auf unseren Köpfen. Doch ihr Gehalt soll überschaubar sein. Wie viel verdienen Friseurmeister, Azubis & Co. wirklich?

Haare schneiden, Kunden beraten und dabei stets freundlich und fröhlich sein: Friseure* arbeiten hart für ihr Geld. Und dennoch verdienen sie in der Regel wenig: Der Friseurberuf zählt zu den schlechtbezahltesten Ausbildungen in Deutschland. Aber auch mit Berufserfahrung landen Friseure bei Gehaltsrankings regelmäßig auf den hintersten Plätzen. Wie viel sie wirklich verdienen, zeigt unsere Übersicht.

Friseur-Gehalt während der Ausbildung: Wie viel verdienen Friseur-Azubis?

Wer seine Ausbildung in einem tarifgebundenen Friseurbetrieb absolviert, wird nach Tarif bezahlt, der je nach Bundesland variiert. Ansonsten legt der Salonbetreiber das Ausbildungsgehalt fest.

Als Untergrenze für das Ausbildungsgehalt von Friseuren gilt seit 1. Januar 2020 der Mindestlohn für Ausbildungen. Während der dreijährigen Ausbildung steigt das Gehalt nach jedem Lehrjahr nach einem festgelegten Prozentsatz an:

AusbildungsjahrGehalt pro Monat (brutto)
1. Lehrjahrmindestens 550 Euro
2. Lehrjahrmindestens 649 Euro
3. Lehrjahrmindestens 743 Euro

Quelle: ausbildung.de (Stand: März 2021)

Auch interessant: Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe nach der Ausbildungen.

Gehaltstabelle: So viel verdienen Friseure im Durchschnitt

Ein Friseur in Vollzeit verdient ein Gehalt von durchschnittlich 1.840 Euro brutto im Monat, bei einem Stundenlohn von etwa 11,17 Euro und einer 38-Stunden-Woche. Das Minimum soll bei 1.630 Euro brutto pro Monat liegen und im Laufe der Friseur-Karriere auf mehr als 3.000 Euro brutto steigen können.

Wer seine Ausbildung im Friseurberuf erfolgreich abgeschlossen hat, erhält nach der erfolgreich abgelegten Gesellenprüfung zunächst etwas weniger Geld. Mit mehr Berufserfahrung steigt das Gehalt aber weiter an, wie die Gehaltstabelle zeigt:

BerufspraxisDurchschnittliches Gehalt pro Monat (brutto)
Friseur mit weniger als 3 Jahren Berufserfahrungca. 1.600 Euro
Friseur mit 4 bis 9 Jahren Berufserfahrungca. 1.850 Euro
Friseur mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrungca. 2.280 Euro
Friseur mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrungab ca. 2.300 Euro

Quelle: Jobted.com (Stand: März 2021)

Zum Weiterlesen: Gehalt: So viel verdienen die Deutschen im Durchschnitt.

Wie viel verdienen Friseurmeister und selbstständige Friseure?

Auch Weiterbildungen und Spezialisierungen, etwa im Bereich Kosmetik oder persönliche Beratung, steigern den Monatslohn. Am meisten verdienen Geschäftsführer, Betriebsleiter oder selbstständige Friseurmeister mit eigenem Salon:

KarrierestufeDurchschnittliches Gehalt pro Monat (brutto)
Friseurmeisterca. 1.910 Euro
Friseur selbstständigca. 1.970 Euro
Salonleitung Friseurca. 1.990 Euro

Quelle: Jobted.com (Stand: März 2021)

Gehalt je nach Bundesland unterschiedlich

Wie auch in anderen Berufen fallen bei Friseuren die Gehälter je nach Bundesland unterschiedlich aus. So verdient ein Friseur-Mitarbeiter in Bayern durchschnittlich rund 1.931 Euro brutto, während in Sachsen-Anhalt nur 1.075 brutto gezahlt werden. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Gehalt: Das sind die bestbezahlten Berufe Deutschlands 2021.

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Weitere Quellen: steuerklassen.com

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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