Heißbegehrter Bewerber

Google, Facebook & Amazon reißen sich um Studenten - das war sein Trick

Google und Facebook haben in Sachen Bewerbern stets die freie Wahl - schließlich sind hier Jobs heiß begehrt. Doch einen Studenten wollten sie alle haben - was ist sein Geheimnis?

Wer würde nicht gerne bei großen Konzernen wie Google, Facebook, Microsoft oder Amazon arbeiten? Die meisten Bewerber sind froh, hier überhaupt ein Bewerbungsgespräch angeboten zu bekommen - doch ein Student schaffte das Unglaubliche: Jedes dieser Tech-Unternehmen wollte ihn auch noch einstellen. Nun verrät Parth Detroja seinen Trick.

Geheimnis enthüllt: So sicherte sich Parth Detroja Job-Angebote von Goolge & Co.

Gerade einmal mit der Uni fertig und schon fliegen die Job-Angebote von Google und Microsoft zur Tür herein? Was für viele wie ein schöner Traum klingt, ist für den Studenten Parth Detroja in Erfüllung gegangen. All dies schaffte der junge Mann auch noch ohne großartige Informatik-Kenntnisse.

Sein Trick? Er unterbreitete jedem potenziellen Arbeitgeber Lösungsvorschläge zu dessen aktuellen Herausforderungen im Unternehmen. "Das ist der einzige einfache Weg, um im Gedächtnis zu bleiben und das Job-Angebot zu bekommen", erklärt er dem Online-Portal Inc. "Warum? Weil einen Teil des Vorstellungsgespräches, das für dich am meisten Wert hat, gezielt in den Teil umwandelst, der für das Unternehmen, das dich vielleicht einstellen möchte, den größten Nutzen hat."

Auch interessant: Wenn Sie sich bei Google bewerben, dürfen Sie diesen Satz nie sagen.

Aber wie findet man eigentlich heraus, was dem Unternehmen fehlt? Schließlich haben Sie als Bewerber noch nicht so viel Einsicht in den Konzern, als wenn Sie angestellt wären. Detroja rät ganz einfach: Fragen Sie nach. Das können Sie schon vor dem Vorstellungsgespräch machen und sich dann eine Antwort zurecht legen. Denn seiner Meinung nach suchen Unternehmen vor allem nach Bewerbern, die gut vorbereitet sind, mit Herausforderungen umgehen können, viel über das Unternehmen wissen und zu dessen Erfolg beitragen möchten.

Letztendlich entschied sich Detroja für die Stelle bei seinem Wunsch-Arbeitgeber Facebook: Dort ist er aktuell als Product Manager tätig.

Lesen Sie hier, welche die 25 besten Arbeitgeber Deutschlands 2017 sind.

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

Rubriklistenbild: © dpa/Stephan Jansen/Facebook/Parth Detroja

Auch interessant:

Meistgelesen

"Wunderkind": Achtjähriger macht Abitur - das will er jetzt studieren
"Wunderkind": Achtjähriger macht Abitur - das will er jetzt studieren
Albert Einstein erfand ein Rätsel, das fast niemand lösen kann - oder doch?
Albert Einstein erfand ein Rätsel, das fast niemand lösen kann - oder doch?
Kündigung: Diese Verhaltensweisen können Ihren Job kosten
Kündigung: Diese Verhaltensweisen können Ihren Job kosten
Diese 17-Jährige will zum Mars - doch der Preis dafür ist hoch
Diese 17-Jährige will zum Mars - doch der Preis dafür ist hoch

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.