Zwischen Büro und Stuntshow

Mehr als Achterbahnfahren: Ausbildungen im Freizeitpark

Arbeiten für den Nervenkitzel anderer: Viele Freizeitparks sind auf der Suche nach Nachwuchskräften. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Arbeiten für den Nervenkitzel anderer: Viele Freizeitparks sind auf der Suche nach Nachwuchskräften. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Spaß bei der Arbeit gehört auch dazu: Die Auszubildende Charleen Gedanitz (2.v.l.) hat im Movie Park eine Zombie-Führung konzipiert. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Spaß bei der Arbeit gehört auch dazu: Die Auszubildende Charleen Gedanitz (2.v.l.) hat im Movie Park eine Zombie-Führung konzipiert. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Actionreicher Job: Stuntmen im Movie Park Germany. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Actionreicher Job: Stuntmen im Movie Park Germany. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Ausbildung mit Gruselfaktor: Azubi Charleen Gedanitz hat im Movie Park Germany die "The Walking Dead Breakout Fan-Tour" konzipiert. Gedanitz wird Kauffrau für Büromanagement. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Ausbildung mit Gruselfaktor: Azubi Charleen Gedanitz hat im Movie Park Germany die "The Walking Dead Breakout Fan-Tour" konzipiert. Gedanitz wird Kauffrau für Büromanagement. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Nervenkitzel in Achterbahn und Filmkulisse: Der Movie-Park Bottrop wurde 1996 eröffnet. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Nervenkitzel in Achterbahn und Filmkulisse: Der Movie-Park Bottrop wurde 1996 eröffnet. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Über einen Saisonjob kam Charleen Gedanitz zu ihrem Ausbildungsplatz im Movie Park Bottrop. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Über einen Saisonjob kam Charleen Gedanitz zu ihrem Ausbildungsplatz im Movie Park Bottrop. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Außergewöhnlicher Ort für eine Ausbildung: Charleen Gedanitz mag an ihrem Job, dass sie auch mal aus dem Büro rauskommt und Kontakt zu den Kollegen hat - wie hier bei der Stuntshow im Movie Park. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Außergewöhnlicher Ort für eine Ausbildung: Charleen Gedanitz mag an ihrem Job, dass sie auch mal aus dem Büro rauskommt und Kontakt zu den Kollegen hat - wie hier bei der Stuntshow im Movie Park. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
Ohne Schreibtischarbeit geht es natürlich nicht: Charleen Gedanitz ist angehende Kauffrau für Büromanagement im Movie Park Bottrop. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn
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Ohne Schreibtischarbeit geht es natürlich nicht: Charleen Gedanitz ist angehende Kauffrau für Büromanagement im Movie Park Bottrop. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

Arbeiten im Freizeitpark? Das ist mehr, als im Plüschkostüm Kindern zu winken und Achterbahnbügel zu prüfen. Wer hier seine Lehre macht, wird umfangreich ausgebildet und hat später viele Möglichkeiten. Eines aber sollte klar sein: Dauer-Karussellfahren ist nicht drin.

Bottrop/Rust (dpa/tmn) - Bei Freizeitparks denken die meisten an Achterbahnen und bunte Kulissen. Dass man hier seine Ausbildung machen kann, kommt vielen Jugendlichen nicht in den Sinn. Dabei gibt es jede Menge Möglichkeiten - ein Überblick:

DIE BRANCHE: "Freizeitparks bieten eine große Breite von Tätigkeiten, für die unterschiedliche Ausbildungen erforderlich sind", sagt Janine Engel vom Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU), in dem 83 Parks organisiert sind. Das Besondere: Man könne sich weiterentwickeln, also etwa als Veranstaltungskauffrau starten und später ins Marketing wechseln. "Und es ist ein relativ sicherer Job", erklärt Engel. "Die Besucherzahlen wachsen kontinuierlich."

DIE AUSBILDUNGSBERUFE: Der Europa-Park in Rust (Baden-Württemberg) bietet mehr als 30 Ausbildungsberufe und Studiengänge an. "Das teilt sich auf in das Handwerklich-Technische, Kaufmännische und Gastronomische", sagt Ausbildungsleiterin Birgit Bachimont. Am meisten gebraucht würden Köche und Fachleute für Systemgastronomie. Daneben können junge Leute eine Lehre zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik beginnen. Ein duales Studium mit Praxiseinsätzen im Europa-Park gibt es etwa in Freizeitwirtschaft, Tourismus, Facility Management oder Hotel- und Gastronomiemanagement.

Charleen Gedanitz lernt seit 2016 im Movie Park Germany in Bottrop (Nordrhein-Westfalen) Kauffrau für Büromanagement. "Das Coole ist, dass man öfters aus dem Büro rauskommt. Bei Events im Sommer bin ich manchmal tagelang im Park unterwegs", sagt die 22-Jährige. Sie hat vorher Digital Film Making studiert, doch das Organisatorische lag ihr mehr. Jetzt hilft sie bei Promotions und entwickelt Führungen.

Im Phantasialand in Brühl bei Köln werden Köche, Hotel- und Restaurantfachleute ausgebildet. Neben dem Parkgeschäft gibt es Events, eine Dinnershow und zwei Themen-Hotels. "Grundsätzlich bilden wir genau so aus, wie es die Rahmenpläne der Industrie- und Handelskammer vorgeben", sagt die Personalentwicklerin Julia Köster. Den Unterschied mache die außergewöhnliche Kulisse.

DIE KARRIEREMÖGLICHKEITEN: Die Chance zur Übernahme ist in vielen Parks groß. "Wir wollen eigene Fachkräfte heranziehen", sagt Bachimont. Der Europa-Park habe eine Übernahmequote von mehr als 90 Prozent. Jedes Jahr werden 40 bis 50 Lehrlinge gesucht. Auch das Phantasialand übernimmt laut Köster die meisten Azubis. Der Park beschäftigt mehr als 500 Festangestellte, darunter 30 Lehrlinge. Der Movie Park hat rund 100 Angestellte und 12 Azubis. "Eine Übernahme können wir nicht garantieren", sagt die Personalleiterin Silke Estner. "Aber wenn wir die Möglichkeit haben, machen wir das."

DER EINSTIEG: Klassisch läuft er über einen Saisonjob. So arbeiten etwa Ingenieurstudenten als "Operatoren" an den Fahrgeschäften. Oder man kommt über ein Praktikum rein. Der Mindestlohn gilt überall. Wie die Azubi-Vergütung ausfällt, ist unterschiedlich. Teilweise greifen Tarifverträge, teils gibt es auch Haustarife.

DIE SAISONARBEIT: Auch Charleen Gedanitz kam über einen Saisonjob an ihre Lehrstelle im Movie Park. Saisonale Arbeit gibt es zuhauf: am Eisstand, als Shop-Verkäufer, als Kostümdarsteller, an der Bügelkontrolle der Fahrgeschäfte, als Reinigungs-Mitarbeiter für Straßen und Sanitäranlagen, als Einlasshilfe bei Shows.

DIE ANFORDERUNGEN: "Wir suchen zuverlässige Leute", sagt Estner. Die Azubis arbeiteten sehr selbstständig. Bachimont betont: "Wer im Freizeitpark arbeiten will, sollte dafür brennen." Wichtig ist, mobil zu sein, denn viele Parks liegen außerhalb der großen Städte. Und man muss die Arbeitszeiten vertragen.

Internetauftritt Europa-Park

Infos zu Jobs im Europa-Park

Webseite Phantasialand

Karriere machen im Phantasialand

Webseite Movie Park Germany

Stellenangebote im Movie Park Germany

Parkfinder auf der VDFU-Webseite

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