Gesetzlich festgelegt

Mindestlohn in der Ausbildung: So viel Geld verdienen Azubis 2021

Friseure verdienen oft relativ wenig. Seit dem 1. Januar 2020 erhalten Auszubildende jedoch eine gesetzliche Mindestvergütung.
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Friseure verdienen oft relativ wenig. Seit dem 1. Januar 2020 erhalten Auszubildende jedoch eine gesetzliche Mindestvergütung.

Seit 1. Januar 2020 erhalten Auszubildende in Deutschland einen Mindestlohn. Wir zeigen, wie hoch das Gehalt von Azubis 2021 mindestens ausfällt und wer einen Anspruch darauf hat.

Wie viel Auszubildende in Deutschland verdienen, legen Arbeitgeber* und Gewerkschaften fest. Eine Lohnuntergrenze gab es für Lehrlinge in der Vergangenheit nicht. Doch das hat sich mit dem neuen Berufsbildungsgesetz (BBiG) geändert, in dessen Rahmen ein Mindestlohn für Azubis eingeführt wurde.

Mindestlohn in der Ausbildung – Gehaltstabelle:

Arbeitgeber, die keinem Tarifvertrag unterliegen, sind seit 1. Januar 2020 verpflichtet, ihren Auszubildenden einen Mindestlohn zu zahlen. Die Höhe ist für das erste Lehrjahr gesetzlich festgelegt und erhöht sich in den darauffolgenden Lehrjahren um einen bestimmten Prozentsatz. Wie hoch der Mindestlohn für Lehrlinge tatsächlich ausfällt, hängt vom Jahr des Ausbildungsstarts ab:

AusbildungsstartMindestvergütung pro Monat (brutto) im 1. Lehrjahr
2020515 Euro
2021550 Euro
2022585 Euro
2023620 Euro

Quelle: Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Ab dem Jahr 2024 soll es eine Formel geben, an der sich der Mindestlohn in der Ausbildung orientiert. Der genaue Wert wird dann vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Allerdings muss man dabei beachten, dass bei der Ausbildungsvergütung immer der Tarifvertrag Vorrang hat, auch wenn das bedeutet, dass die Vergütung dann niedriger ausfällt, als im Mindestlohn für Auszubildende vorgesehen.

Lesen Sie auch: Mindestlohn auf dem Bau 2021: So viel Geld ist drin.

Mindestlohn in der Ausbildung: So viel verdienen Azubis, die 2021 starten

Der Mindestlohn erhöht sich nach dem ersten Lehrjahr um einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz. So erhöht sich das Gehalt von Azubis im zweiten Lehrjahr um 18 Prozent, im 3. Lehrjahr um 35 Prozent und im 4. Lehrjahr (soweit es vorgesehen ist) um 40 Prozent. Berufseinsteiger, die im Jahr 2021 ihre Ausbildung beginnen, erwarten mindestens folgende Entgelte:

Ausbildungsstart 2021Mindestvergütung pro Monat (brutto)
1. Lehrjahr550 Euro
2. Lehrjahr649 Euro (18 Prozent mehr als im 1. Lehrjahr)
3. Lehrjahr742,50 Euro (35 Prozent mehr als im 1. Lehrjahr)
4. Lehrjahr770 Euro (40 Prozent mehr als im 1. Lehrjahr)

Quelle: Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Lesen Sie auch: Gehalts-Check: Vom Azubi bis zum Meister – Wie viel verdienen Friseure?

Ältere Auszubildende gehen beim Mindestlohn leer aus

Der Mindestlohn für Auszubildende ist eine gute Sache, doch viele Auszubildende gehen leer aus. Die Mindestvergütung gilt nur für diejenigen, die ihre Ausbildung ab dem Jahr 2020 begonnen haben. Das Gesetz ist nicht auf bereits geschlossene Ausbildungsverhältnisse anwendbar. Die gute Nachricht: Wer seine Ausbildung abgeschlossen hat, hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, der höher als die Mindestvergütung für Azubis ausfallen dürfte. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: „Nicht abwarten“: Wie Azubis trotz Corona ihre Ausbildung schaffen können.

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Quellen: Berufsbildungsgesetz (BBiG), Informationsportal für Arbeitgeber, arbeitsrechte.de

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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