Psychologie

Job: Wie sage ich einem Mitarbeiter, dass seine Arbeit schlecht ist?

Ein Vorgesetzter kritisiert eine Mitarbeiterin. Kritik sollte nie verletzen.
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Nicht jedes Projekt endet so, wie es sich der Chef wünscht. Kritik sollte jedoch nie verletzen. (Symbolbild)

Nicht jedes Arbeitsergebnis überzeugt. Wer Mitarbeiter oder Kollegen kritisiert, sollte seine Worte aber immer mit Bedacht wählen.

Worte können einen tief ins Herz treffen. Das gilt für private Beziehungen ebenso wie im Job. Wer seine ganze Energie und Zeit in ein Projekt steckt, den kann harrsche Kritik am Ergebnis schnell demotivieren. Deshalb ist es wichtig, seine Kritikpunkte richtig zu formulieren.*

Direkte Kritik kann unnötig verletzen

Wie eine gelungene Kritik an Kollegen oder dem Mitarbeiter aussehen kann, weiß Business-Coach und Networking-Expertin Monika Scheddin. Ihrer Meinung nach wird die typisch deutsche Geradlinigkeit in solchen Gesprächen schnell zum Problem. „Dieser Hang, die Dinge immer nüchtern zu benennen, kann unnötig verletzend sein“, erklärt sie im Interview mit der Südddeutschen Zeitung.

Lesen Sie auch: Chefs aufgepasst: Diese Zeichen verraten schon Monate vorher, dass Mitarbeiter kündigen.

Wertschätzende Sprache macht es Mitarbeitern einfacher, mit Kritik umzugehen

Dabei ist es gar nicht notwendig, das Kind immer beim Namen zu benennen. Um Kritik am Gegenüber auf eine gute Art zu formulieren, sei vor allem eine wertschätzende Sprache wichtig. Statt „Du hast uns ja heute total blamiert“ könne man auch charmant sagen: „Wie du das gemacht hast heute beim Kunden, das war schon ein wenig, nun: verhaltensoriginell“, nennt die Expertin ein Beispiel. „Die Botschaft ist die gleiche, aber diese sprachliche Kurve macht es für den anderen einfacher, damit umzugehen“, erklärt Scheddin.

Streichen Sie „aber“ aus Ihrem Wortschatz

Das Wörtchen „aber“ sollten Vorgesetzte dabei gleich aus ihrem Wortschatz streichen. „Ein ‚aber‘ hinterlässt immer eine kleine Kerbe beim Gegenüber“, so die Expertin. Mit dieser Meinung steht die Business-Expertin nicht alleine da. Auch Bernard Roth, Professor an der renommierten Stanford Universität, rät davon ab, Kritik mit diesem Wörtchen einzuleiten, wie der Businessinsider bereits vor einigen Jahren berichtete. Der Grund: Ein „aber“ weise Menschen auf einen Konflikt hin, selbst wenn gar keiner vorhanden ist. Stattdessen sollten wir lieber ein „und“ verwenden, wie Sie hier nachlesen können. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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