Anfeindungen im Job

Mobbing möglichst im Keim ersticken

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Führungskräfte sollten nicht wegschauen, wenn Mitarbeiter von Kollegen angefeindet werden. Die Folgen sind für Betroffene oft schwerwiegend. Foto: Jens Schierenbeck

Wehret den Anfängen - das gilt am besten auch für Mobbing unter Kollegen. Denn ist das Arbeitsklima erst vergiftet, können Konfrontationen schnell eskalieren.

Hamburg (dpa/tmn) - Am besten lässt sich Mobbing am Arbeitsplatz stoppen, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Wer den Eindruck hat, dass ihn Kollegen im Visier haben, sollte diese deshalb frühzeitig zur Rede stellen.

Ein klassischer Auftakt für Mobbing ist zum Beispiel soziale Ausgrenzung, erklärt Karriereberater Martin Wehrle in der "Unicum Beruf" (Ausgabe 3/2018). Und manchmal beginnt es auch damit, dass böse Gerüchte in Umlauf geraten. Wer bei solchen Entwicklungen rechtzeitig auf Konfrontation umschaltet, demonstriert Bereitschaft zur Gegenwehr - und erstickt das Mobbing möglicherweise im Keim.

Das gilt nicht nur für die Opfer selbst, sondern auch für Kollegen und vor allem für Führungskräfte, so der Experte. Denn Mobbing gedeiht vor allem da, wo es das passende Klima gibt: Weil der Chef es ignoriert oder sogar noch befeuert, mit öffentlichen Ermahnungen des Betroffenen etwa. Oder weil Kollegen sich nicht hinter den Angegriffenen stellen, sondern vielleicht sogar bei der Treibjagd mitmachen. Schreiten andere dagegen frühzeitig und beherzt ein, haben Mobber in der Regel keine Chance.

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